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Januar 2026
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1 | Gazette Charlottenburg | Januar | 2025 | Datei: Text.indd 2026 2 | Gazette Anzeige
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Hörgeräte für Frauen Hören Frauen wirklich anders? Und was ist das Besondere an den Hörgeräten von mona&lisa? Diese Fragen hört Michaela Arlt häufig, wenn Kundinnen zum ersten Mal das Geschäft betreten. „Die spezifischen Eigenschaften des weiblichen Gehörs werden in der Hörakustik bislang kaum berücksichtigt“, sagt die Hörakustik-Meisterin. Und sie weiß, wie glücklich viele Kundinnen deshalb sind, wenn sie mit Hörgeräten von mona&lisa, die für das weibliche Gehör optimiert sind, von Beginn an angenehmes Hören erleben. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Hören hat die medizinische Forschung erst in den letzten Jahren genauer in den Blick genommen. Faktoren, die für das Hören von Frauen eine Rolle spielen, sind zum Beispiel die meist filigraneren Gehörgänge, die größere Lautstärkesensibilität und auch die Wirkung von Hormonen auf das Innenohr. „Frauen haben das feinere Gehör“,
Sophie Berger, studierte Biologin und Hörtherapeutin
Hörakustik-Meisterin Michaela Arlt
weiß Sophie Berger, studierte Biologin und Hörtherapeutin. „Mit der bei mona&lisa exklusiv angebotenen Synio Gehörtherapie und Hörgeräten, die für das weibliche Gehör optimiert sind, gehen wir speziell auf diese weiblichen Eigenschaften ein.“ Wenn sich mit dem Alter Veränderungen des Gehörs einstellen, bleibt dies oft lange Zeit unbemerkt. Aber besonders in geselligen Situationen fällt es Frauen zunehmend schwer, Gesprächen zu folgen. „Bei nachlassender Hörfähigkeit verlernt das Gehirn, Klangeindrücke zu entsch lüsseln“, sagt Sophie Berger. Eine Fähigkeit, die aber durch Training wieder aktiviert werden kann. Deshalb geht es bei mona&lisa in erster Linie nicht um Technik, sondern um die Stärkung der Hörverarbeitung. Mit dem Synio Gehörtraining von mona&lisa und speziellen Trainingshörgeräten kann sich das Verstehen von Sprache schon innerhalb von zwei Wochen um bis zu 40 Prozent verbessern. „Wir möchten, dass sich Frauen mit ihren Wünschen für gutes Hören bei mona&lisa gut aufgehoben fühlen. Wir nehmen uns deshalb viel Zeit
für die individuelle Beratung. Unsere Kundinnen haben dann eine breite Auswahl unter Hörgeräten, die besonders geeignet sind für das weibliche Gehör“, sagt Hörakustik-Meisterin Arlt. Auch die Ästhetik spielt bei mona&lisa eine wichtige Rolle – mit Hörgeräten, die sehr klein und nahezu unsichtbar zu tragen sind. Dass mona&lisa sich einem angenehmen „weiblichen“ Weg zu gutem Hören verschrieben hat, bemerkt Frau auch gleich, wenn sie das neue Ladengeschäft am Kurfürstendamm betritt. Hier empfängt sie eine freundliche und wohltuende Atmosphäre, in der der erste Schritt zu gutem Hören mit Leichtigkeit gelingt. mona&lisa Hörgeräte für Frauen Kurfürstendamm 172 030 832 09 111 Berlin-kudamm@monalisahoeren.de www.monalisa-hoeren.de
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WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN DAS WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN
GazetteGazette Charlottenburg | JAnuAr Wilmersdorf | Januar2026 | 3 2026 | 3
Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf!
v.l.n.r.: Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch, Falk von Moers, Hardy Schmitz, Dr. Manfred Uhlitz, BVV-Vorsteherin Judith Stückler Foto: BA CW Ich freue mich, mit Ihnen zusammen in ein spannendes Jahr 2026 zu starten. Es wird ein Jahr der Jubiläen in unserem Bezirk: Wir feiern das 120-jährige Bestehen des Kaiserdamms, 90 Jahre Olympiastadion und 100 Jahre Funkturm – und natürlich 100 Jahre Grüne Woche, die am 16. Januar 2026 in den Hallen der Messe Berlin beginnt.
Verleihung der Bürgermedaille Im Dezember 2025 durfte ich bei zusammen mit unserer BVV-Vorsteherin Judith Stückler drei besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger mit der höchsten Auszeichnung unseres Bezirks würdigen: der Bürgermedaille. Diese Ehrung ist für mich ein besonderer Moment, da sie Menschen ehrt, die sich über viele Jahre hinweg für unseren Bezirk eingesetzt haben und das Leben hier aktiv mitgestalten. Etwa Hardy Schmitz, der sich seit zehn Jahren für die Integration von Geflüchteten in Westend stark macht. Mit seinem Einsatz in der Interkulturanstalt Westend e. V. hat er einen Ort geschaffen, an dem Menschen nicht nur Zuflucht finden, sondern auch wirklich ankommen können. Zudem engagiert er sich für die ulme 35, einen kulturellen und sozialen Treffpunkt, der weit über den Bezirk hinaus bekannt ist.
Außerdem wurde Falk von Moers geehrt, der sich seit mehr als 30 Jahren für seinen Kiez einsetzt. Als Mitglied im Vorstand des Siedlervereins hat er das Zusammenleben im Eichkamp aktiv mitgestaltet und sich immer wieder für die Belange der Anwohner eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist sein erfolgreicher Einsatz gegen die ursprünglichen Planungen für den umbau des Autobahndreiecks Funkturm, die das Verkehrsaufkommen im Eichkamp erheblich belastet hätten. Außerdem trägt er als Mitglied im Aufsichtsrat der nahwärme-Eichkamp eG dazu bei, die Energieversorgung im Kiez nachhaltig zu gestalten. und nicht zuletzt wurde Dr. Manfred uhlitz ausgezeichnet, der seit fast 50 Jahren als Pächter des Glockenturms einen kulturellen Mittelpunkt in unserem Bezirk pflegt. Zudem ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins für die Geschichte Berlins und engagierte sich viele Jahre als Bezirksverordneter sowie Vorsitzender des Kulturausschusses für die kulturellen Belange des Bezirks.
Masumi Space – Neue Impulse für die Innenstadt Ein neues spannendes Projekt ist der Masumi Space. Dieser Pop-up-Veranstaltungsort am
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Ku’damm ist ein innovatives Konzept, das uns neue Perspektiven für die City West eröffnet. Mit einer Mischung aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft will der Masumi Space neue Impulse setzen. Vielleicht haben Sie im Dezember den „Stranger Things“-Weihnachtsmarkt besucht. Das war der Auftakt für dieses Projekt und hat viele Besucherinnen und Besucher an den Ku’damm gelockt. Das Konzept von flexiblen Zwischennutzungen, das der Masumi Space verfolgt, ist ein wichtiger Beitrag zur Belebung unserer Innenstadt. Es zeigt, wie auch in Zeiten des Strukturwandels kreative Ideen das Stadtbild positiv beeinflussen können. Ich bin überzeugt, dass solche Projekte die City West lebendig und spannend halten – und uns gleichzeitig helfen können, Lösungen für die Herausforderungen der modernen Stadtentwicklung zu finden.
Kiezspaziergang unser nächster Kiezspaziergang führt Sie am Samstag, 10. Januar 2026 um 14 uhr in die Deutsche Oper. Sie werfen zusammen mit Bezirksstadtrat Christoph Brzezinski und den Tourguides der Deutschen Oper werden Sie das Gebäude erkunden und spannende Einblicke in das architektonische Konzept und die Geschichte des Hauses bekommen. Insgesamt können bis zu 90 Personen an der Führung teilnehmen. Deshalb ist ausnahmsweise eine Anmeldung erforderlich. Sie können uns bis zum 9. Januar, 12 uhr, einfach eine E-Mail an presse@charlottenburgwilmersdorf.de schreiben oder uns unter (030) 9029-12514 oder -12359 anrufen. Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www. kiezspaziergaenge.de. Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@charlottenburgwilmersdorf.de. Herzlich grüßt Sie Ihre Kirstin Bauch
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4 | Gazette Charlottenburg | Januar 2026
Langer Lulatsch wird 100 Funkturm feiert Geburtstag
Gazette Charlottenburg | JAnuAr 2026 | 5
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an stelle sich vor, die tern bei einem Schwelbrand eine Gebur tstagstor te Katastrophe – ein erstes Omen steht in luftiger Höhe für die Widerstandsfähigkeit des bereit und der Berli- Turms. ner Wind pustet genüsslich die Eine wechselvolle Geschichte vielen Kerzen aus: Der Funkturm, von den Berlinern liebevoll „Lan- Am 3. September 1926 wurde ger Lulatsch“ getauft, feiert dieses der Turm feierlich eröffnet und Jahr seinen 100. Geburtstag. Seit war sofort eine Attraktion. Bis seiner Inbetriebnahme am 3. Sep- 1928 strömte eine halbe Million tember 1926 gehört der 146,7 Me- Besucher hinauf, um die Aussicht ter hohe Stahlfachwerkturm zu zu genießen. Einmal schaffte es den Wahrzeichen der Stadt. sogar ein Faltauto bis zur obersten Plattform. Während die BerliEin Sendemast mit Extras ner den Turm liebten, war er als Eigentlich sollte er nur ein ein- Mittelwellensender nur mäßig facher Sendeturm werden. Das erfolgreich. radio war in den 1920er-Jahren Doch die Geschichte des „Langen noch neu und aufregend, und in Lulatsch“ war nicht immer nur Witzleben sollte ein Mast die alten glanzvoll. Ein verheerender Brand Sender ersetzen. Doch Berlin wäre im Jahr 1935, ausgelöst durch nicht Berlin, wenn nicht ein paar einen Kurzschluss in einer Mesfindige Köpfe eine bessere Idee sehalle, setzte auch dem Turm gehabt hätten. Der Messe-Direk- schwer zu und beschädigte das tor Alfred Schick und der Journa- restaurant. Im Zweiten Weltkrieg list Karl Vetter dachten größer und erlitt er weitere schwere Schäden. setzten sich für einen Aussichts- nach dem Krieg stand sogar sein turm mit restaurant ein – ein Ort Abriss zur Debatte, doch wieder war es der engagierte Journalist für alle. Gesagt, getan. nach der ersten Karl Vetter, der sich für den Erhalt Großen Deutschen Funkausstel- seines „Turms mit restaurant“ einlung begannen 1924 die Arbeiten setzte und ihn rettete. nach den Plänen des Architekten Ein Berliner Symbol Heinrich Straumer, über dessen Leben und Werk noch bis zum In der nachkriegszeit bewies der 5. April eine Ausstellung im Hei- Funkturm erneut seine Bedeumatmuseum Zehlendorf, www. tung. Während der Berliner Bloheimatmuseum-zehlendorf.de, ckade diente seine Beleuchtung gezeigt wird. den Piloten der rosinenbomber um Kosten zu sparen, verzichtete als wichtiger Orientierungsman auf Schnörkel, doch im In- punkt. Er wuchs sogar um einige neren des restaurants durfte es Meter, als er eine neue Spitze für glänzen: Der Künstler Victor Lur- uKW-Antennen erhielt. Seit 1961 jé gestaltete einen edlen raum steht der Turm unter Denkmalmit Intarsien aus kaukasischem schutz und begrüßt bis heute Jubiläum könnte das ändern. Für waren. Vielleicht ist das große nussholz und einer Decke aus alle, die über die AVuS in die Stadt die Feierlichkeiten zum 100. Ge- Fest zum Geburtstag der perfekrippenstuck, der bis heute für ein kommen. burtstag im Jahr 2026 wurde das te Anlass für alle Berliner, ihrem besonderes Ambiente sorgt. Kurz Zwar sind die Besucherzahlen Wahrzeichen saniert, weshalb re- „Langen Lulatsch“ mal wieder eivor der Eröffnung verhinderte die in den letzten Jahren zurückge- staurant und Aussichtsplattform nen Besuch abzustatten und zu schnelle reaktion von Bauarbei- gangen, doch das anstehende vorübergehend geschlossen gratulieren.
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6 | Gazette Charlottenburg | Januar 2026
Die Grüne Woche wird 100 Jahre alt. � Foto: Messe Berlin
Jubiläum unterm Funkturm Internationale Grüne Woche feiert im Januar 100-jähriges Bestehen Ein Jahrhundert Berliner Messegeschichte: Im Januar 2026 begeht die Internationale Grüne Woche (IGW) ihren 100. Geburtstag. Was im Jahr 1926 als lokale Warenbörse begann, bei der ursprünglich noch der Verkauf von Lodenmänteln mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen kombiniert wurde, hat sich über die Jahrzehnte zur weltweit bedeutendsten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau entwickelt.
Gewohnte Vielfalt Vom 16. bis 25. Januar 2026 wird das Messegelände am Funkturm wieder zum zentralen Treffpunkt für Fachpublikum und Verbraucher. Zum runden Jubiläum erwartet die Besucher ein Rückblick auf die Historie der Ausstellung sowie die bewährte Mischung aus Information und Erlebnis. Schwerpunkte sind wie gewohnt die Blumenhalle, die Tierpräsentationen mit etwa 100 Tieren in der Halle 25 sowie die Stände der internationalen Partnerländer
und der deutschen Bundesländer.
Zurück in die 1920er Ihrem Hundertjährigen widmet die Grüne Woche die Halle 26a. Dort treffen historische Landwirtschaftsfahrzeuge wie Kutschen und der Radschlepper „Fordson Bj. 1926“ auf Hightech-Fahrzeuge. Sie zeigen die rasante Industrialisierung der Landwirtschaft. Einblicke in ein altes Handwerk gibt unter anderem die Böttcherei Messerschmidt aus Neu-Zittau bei Berlin. Ein großer Bildschirm zeigt Aufnahmen aus 100 Jahren Grüne Woche. Die Blumenhalle nimmt 2026 unter dem Motto „Babylon Berlin“ ebenfalls Bezug auf die Entstehungszeit der Grünen Woche: Sie ist diesmal ganz im Stil der Zwanziger Jahre gestaltet.
Grüße aus Fernost Das „Butterbrot“ für japanische Schulkinder heißt „Onigiri“. Den in Algen eingeschlagene Reis-Snack können Schulklassen im
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Koch-Workshop „How to Onigiri: Das japanische Butterbrot“ an vier Messevormittagen in Halle 27 herstellen. Am Samstag, der 17. Januar 2026, kürt eine Jury im Rahmen der Berliner Cosplay-Meisterschaften die beste Verkleidung im Stil von Manga-, Anime – und Computerspielfiguren. Rund um den Wettbewerb gibt es Workshops, japanische und koreanische Küche, ein Tanz- und Showprogramm sowie Talks und Interviews.
Debatten zur Agrarpolitik Neben der kulinarischen Vielfalt dient die IGW auch im Jubiläumsjahr als Plattform für agrarpolitische Debatten und den Austausch über moderne Landwirtschaft. Offizieller Partner ist in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund der erwarteten hohen Besucherzahlen empfiehlt sich die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Weitere Informationen über die 100. Grüne Woche unter www.gruenewoche.de.
Gazette Charlottenburg | Januar 2026 | 7
Neue Fahrradboxen aufgestellt Sichere und wettergeschützte Stellplätze den. Dabei müssen die Kontaktdaten, der gewünschte Standort und der Mietbeginn angegeben werden.
Hintergrund und Förderung
Foto: BACW Im Bezirk gibt es neue, geschützten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die vier Ende November eröffneten Standorte sind in der Tauroggener Straße 40, der Christstraße 17, der Goebelstraße 99 sowie am Heckerdamm 260.
Die Boxen werden langfristig an Anwohnerinnen und Anwohner vermietet. Der Mietbeginn ist voraussichtlich für Anfang 2026 geplant. Die monatlichen Kosten für einen Stellplatz liegen bei elf Euro; diese Gebühr deckt laut Ver waltung die laufenden Kosten für Kontrolle und Reinigung. Da die Nachfrage hoch sein kann, ist eine frühzeitige Registrierung empfehlenswert. Interessenten können sich per E-Mail bei radbox@insel-projekt.berlin mel Die Aufstellung ist Teil eines seit 2023 laufenden Projekts, das durch das Bundesprogramm „Stadt&Land“ gefördert wird. Ziel ist die Errichtung von insgesamt 48 Fahrradboxen im gesamten Bezirk bis zum Projektabschluss. Bei der Wahl der Standorte wurden die Bürger beteiligt. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger begründete den Ausbau mit den Verkehrsdaten des Bezirks: Während 12,6 Prozent der Bewohner täglich den Pkw nutzen, greifen 22,5 Prozent täglich auf das Fahrrad zurück. Die Infrastruktur soll diesem Nutzungsverhalten angepasst werden. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Bezirksamts unter www. berlin.de/-ii1493467 abrufbar.
Neue Schätze im Keramik-Museum Geschenke und Neuerwerbungen sind bis März zu sehen Das Keramik-Museum Berlin in der Schustehrusstraße 13 zeigt eine neue Kabinettausstellung mit dem Titel „Geschenke und Neuerwerbungen 2024/2025“. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine kürzlich erworbene Teeschale im Stil der Song-Dynastie. Das Keramik-Museum Berlin wurde 1990 gegründet und befindet sich seit 2004 im ältesten noch erhaltenen Bürgerhaus Charlottenburgs. Das Gebäude aus dem Jahr 1712 wurde nach Plänen des königlichen Architekten Eosander von Göthe errichtet. Die Sammlung des Museums konzentriert sich hauptsächlich auf deutsche Keramik des 19. und 20. Jahrhunderts und umfasst Werke von namhaften Künstlern und Manufakturen.
FROHES NEUES JAHR 2026! Was für ein unglaubliches Jahr! Wir sind dankbar für die vielen Abenteuer, die wir gemeinsam mit euch erleben durften, eure Reisegeschichten haben unser Jahr bereichert.
Teeschale des Künstlers Yiyun Ye. � Foto: Heinz-J. Theis Die Kabinettausstellung „Geschenke und Neuerwerbungen 2024/2025“ ist bis zum 23. März 2026 zu sehen. Das Museum hat regulär von Freitag bis Montag zwischen 13 Uhr und 17 Uhr geöffnet.
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8 | Gazette Charlottenburg | JAnuAr 2026
Grund zum Feiern von 10 Jahren gelungener Bildungsarbeit: Das Team von RESTLOS GLÜCKLICH.
Foto: RESTLOS GLÜCKLICH
10 Jahre RESTLOS GLÜCKLICH e. V. Nachhaltige Bildungsarbeit mit krummer Möhre und Schrumpelapfel Der gemeinnützige Verein rESTLOS GLÜCKLICH konnte vor Kurzem sein zehnjähriges Jubiläum feiern. Stolz blickt er auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die 2015 mit der Gründung begann. Inzwischen begeisterte das Vereinsteam mit seiner Bildungsarbeit für mehr Lebensmittelwertschätzung und klimafreundliche Ernährung mehr als 65.000 große und kleine Menschen weit über den Vereinssitz in Schöneberg hinaus. Mit 37 verschiedenen Bildungsprojekten und über 1.000 Workshops, Mitmach-Aktionen und Teamevents setzte sich rESTLOS GLÜCKLICH in den letzten 10 Jahren
will das Aktionsteam weiterhin Tausenden von Menschen in Kitas, Schulen, unternehmen, Quartiermanagements und im öffentlichen Bereich unverkrampft und spielerisch zeigen: nachhaltigkeit macht Spaß und schmeckt lecker!
Vom Restaurant zum anerkannten Bildungsverein gegen Lebensmittelverschwendung ein, und man darf gespannt sein, wie viele krumme Gurken und schiefe Kohlköpfe auch zukünftig noch in leckeren Speisen eine Daseinsberechtigung erhalten werden. In direktem Kontakt
Als Anette Keuchel und Leoni Beckmann vor 10 Jahren gemeinsam mit ehrenamtlichen Gleichgesinnten in Berlin rESTLOS GLÜCKLICH als erstes Lokal Deutschlands gründeten, in dem mit überschüssigen Lebensmitteln gekocht wurde, hätten sie
wohl kaum gedacht, wie rasant sich das Ganze weiterentwickeln würde: Bis 2017 bestand das restaurant, ab 2018 fokussierte sich der Verein dann auf nachhaltige Bildungsarbeit. Langfristige Projektförderungen erlaubten stetige Professionalisierung. So sind aus den im Jahr 2015 zwei Mitarbeitenden inzwischen 21 geworden. Zahlreiche Auszeichnungen – u. a. EdiCitnet Award, roman Herzog Preis, Sonderpreis von re-use Berlin und Zu gut für die Tonne-Sonderpreis – würdigten den Verein für sein Engagement, seine innovativen Ansätze und seine hochwertigen Bildungsmaterialien.
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Gazette Charlottenburg | Januar 2026 | 9
FamilienPass erschienen Rabatte, Freikarten und Verlosungen
Stolze kleine Lebensmittelretter.�
Lebensmittelwertschätzung Made In Berlin Längst ist RESTLOS GLÜCKLICH zum Wegbegleiter von Politik, Bildung und Zivilgesellschaft geworden, wird der Verein von der Ernährungsbranche geschätzt und deutschlandweit als Experte angefragt. In Kitas, Schulen und Kiezen ist er unterwegs und etablierte sich allein in Berlin mit 14 Kiezprojekten als zuverlässige Konstante. Gemeinsam mit Förderpartnern konnten zahlreiche Bildungsprojekte für Grundschulkinder realisiert werden, darunter School Lunch, Meinem Schulessen auf der Spur und VERSCHWENDERISCH. Einen ersten Schritt über die Landesgrenze hinaus wagte der Verein mit dem Grundschulprojekt „DICH RETT‘ICH“, in dessen Rahmen rund 2.000 Grundschulkinder in Berlin und Baden-Württemberg zu Lebensmittelrettern ausgebildet wurden. Und mit seinem Kitaprojekt „Bis auf den letzten Krümel“ spricht der Verein die Kleinsten an. Mit dem Projekt konnten über 400 Berliner Vorschulgruppen erreicht und etliche Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte realisiert werden. Die RESTLOS GLÜCKLICH-Bildungskonzepte und -materialien werden aktuell bundesweit genutzt. Das vom Verein geschriebene und herausgegebene Kinderbuch „Benja & Wuse – Essensretter auf großer Mission“ wurde sogar für den Deutschen Kinderbuchpreis nominiert.
Herausforderungen und Pläne Eine große Herausforderung auch für RESTLOS GLÜCKLICH ist, dass der Etat der Berliner
Foto: Tim Tyson Ernährungsstrategie 2025 drastisch gekürzt wurde, was zu Einschnitten in bestehenden Zuwendungsbescheiden führte. Der Entwurf des Berliner Haushaltsplans 2026/27 für die Berliner Ernährungsstrategie enthält momentan sogar die komplette Streichung des Etats für Bildungsprojekte mit Ernährungsbezug. – Eine Entwicklung, welche die gesamte Berliner Ernährungsbildungslandschaft belastet. Dazu erklärt Edith Timm, Geschäftsführung von RESTLOS GLÜCKLICH: „Die geplante Etat-Streichung würde auch uns sehr treffen. Gleichzeitig bestärkt uns diese Entwicklung in unserem Bestreben, zunehmend in Regionen außerhalb Berlins zu wirken. Wir planen, unsere Weiterbildungen deutschlandweit anzubieten und sind aktuell auf der Suche nach passenden Förderungen und Partnerschaften. RESTLOS GLÜCKLICH genießt ein ausgezeichnetes Renommee. Wir sind stolz auf alles, was wir in den vergangenen Jahren als Vereins-Team gemeinsam mit Förder- und Projektpartnern erreicht haben und blicken hochmotiviert auf die kommenden 10 Jahre.“ Dabei bleibt die Mission des Vereins klar: Weiterhin will er alltagstauglich, praxisnah, mit viel Herz und neuen bunten Ideen ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür schaffen, dass Lebensmittel wertvoll sind – und bestenfalls als klimafreundliche Ernährung im Alltag etabliert und zum neuen Standard unserer Esskultur werden. Weitere Informationen unter www.restlos-gluecklich.berlin � Jacqueline Lorenz
Der Verkauf des Berliner FamilienPasses 2026 hat am 1. Dezember begonnen. Damit soll Berliner Familien der Zugang zu Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen erleichtert werden. Für einen Preis von 6 Euro erhalten Familien Zugang zu über 300 Angeboten. Der Pass kann bis zum 31. Dezember 2026 genutzt werden. Das Heft umfasst Preisvorteile und Rabatte in fünf Kategorien, darunter Sport, Sehenswertes und Ausflüge ins Umland. Nutzer erhalten beispielsweise Ermäßigungen in Kletterhallen, im Spionagemuseum oder bei Spielen von ALBA Berlin. Ein wesentlicher Bestandteil sind die Regelungen zum freien Eintritt für Kinder: In Begleitung eines zahlenden Erwachsenen können Kinder unter anderem Planetari en, Eisbahnen oder den Britzer Garten kostenfrei besuchen. Auch der Eintritt in die Berliner Bäder ist für Kinder dreimal gratis enthalten. Zusätzlich bietet der Pass rund 200 Verlosungen für Kurzreisen, Workshops und Veranstaltungen. Herausgegeben wird das Freizeit- und Kulturtaschenbuch vom JugendKulturService. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der sozialen Teilhabe: Für Alleinerziehende und Familien mit geringem Einkommen gibt es gesonderte Gewinnspiele und Kontingente für stark ermäßigte Eintrittskarten. Der FamilienPass richtet sich an alle Berliner Familien mit Kindern bis einschließlich 17 Jahren. Er ist in allen dm-Filialen, LPG BioMärkten, vielen Bibliotheken sowie online erhältlich.
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10 | Gazette Charlottenburg | Januar 2026
Anfang 2028 soll das neue Gebäude stehen.�
Foto: Benjamin Pritzkuleit / Berliner Wasserbetriebe
Neues Labor in Jungfernheide Wasserbetriebe bündeln Standorte in modernem Holzbau
10585 Berlin-Charlottenburg
Kaiser-Friedrich-Straße 7
Die Berliner Wasserbetriebe errichten an ihrem Standort in der Jungfernheide ein neues zentrales Laborgebäude. Das Unternehmen investiert rund 48 Millionen Euro in den Neubau, der bis Anfang 2028 fertiggestellt sein soll. Ziel ist es, die bislang auf fünf verschiedene Standorte verteilten Labore an
einer Stelle zu konzentrieren. Auf dem Gelände des 2001 stillgelegten Wasserwerks entstehen auf den Fundamenten alter Reinwasserbehälter rund 7.000 Quadratmeter Nutzfläche. Der viergeschossige Bau erhält eine Holzfassade sowie ein begrüntes Dach, auf dem eine Photovoltaik
Druck- und Kopiertechnik Telefon und Telefonanlagen Computer und Netzwerktechnik Bürodrehstühle und Kinderstühle Büro-, Computer- und Schülermöbel Regale für Keller, Lager und Wohnbereich
anlage installiert wird. Für die Beheizung ist die Nutzung von Abwärme aus dem benachbarten Rechenzentrum vorgesehen. Künftig sollen dort rund 100 Mitarbeiter tätig sein und mit hochmodernen Analysegeräten jährlich mehr als 60.000 Wasserproben analysieren, um die Qualität des
Trinkwassers und die Reinigungsleistung der Klärwerke zu prüfen. Das bisher genutzte Laborgebäude aus dem Jahr 1991 wird nach dem Umzug in einen reinen Bürostandort umgewandelt. Aktuell laufen vor Ort die Arbeiten an der Bodenplatte und den ersten Kellerwänden.
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Gazette Charlottenburg | Januar 2026 | 11
Kurzfilm zur Städtepartnerschaft mit Şişli
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Foto: Bezirk Şişli (Istanbul)
Initiator meldet sich aus der Haft 1930er-Jahren viele Fachkräfte von Berlin nach Istanbul emigrierten, ist heute eine umgekehrte Bewegung von Istanbul nach Berlin zu beobachten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Lehren aus der Geschichte für den Umgang mit veränderten politischen Rahmenbedingungen gezogen werden können.
Bürgermeister in Haft Hintergrundinformation zu ei- Bezirk Şişli und thematisiert die ner Städtepartnerschaft: Der historischen sowie aktuellen Mirund 16-minütige Dokumentar- grationsbewegungen zwischen film „Partners in Fate – Schick- beiden Metropolen. salspartner“ ist ab sofort über Wandel der Migration den YouTube-Kanal des Bezirksamtes Charlottenburg-Wil- Inhaltlich widmet sich die Domersdorf (www.youtube.com/ kumentation dem sogenannten watch?v=EYWCOb3_YFo) abruf- „Braindrain“, der Abwanderung bar. Der Film entstand im Frühjahr hochqualifizierter Fachkräfte. Der 2025 im Rahmen der Städtepart- Film zieht Parallelen zwischen nerschaft mit dem Istanbuler zwei Epochen: Während in den
Ein aktueller politischer Hintergrund begleitete die Vorführung. Der Initiator des Projekts, Şişlis Bürgermeister Resul Emrah Şahan, konnte an der Premiere nicht teilnehmen. Er wurde kurz nach Abschluss der Dreharbeiten im März 2025 in Istanbul verhaftet und befindet sich seither im Gefängnis. Zur Premiere wurde ein Brief Şahans aus der Haft verlesen, in dem er die Veröffent lichung als einen „Moment der Freiheit“ beschrieb. Im Anschluss an die Filmvorführung sprachen Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger und Özcan Mutlu, Präsident des Verbands Deutsch-Türkischer Städtepartnerschaften e. V., über die Rolle kommunaler Partnerschaften. Im Fokus stand dabei die Frage, wie Austauschprojekte Solidarität zeigen können, auch wenn die politische Lage – etwa durch das EU-Flüchtlingsabkommen oder die Inhaftierung von Partnern – angespannt ist. Die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf und Şişli wurde im Dezember 2024 besiegelt, nachdem bereits seit 2021 eine Kooperation bestand. Beide Bezirke verbinden ähnliche demografische und soziale Herausforderungen.
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12 | Gazette Charlottenburg | Januar 2026
Das Pilzhaus MY-CO SPACE war 2023 in der Zentralbibliothek zu sehen.
Bauen mit Pilzen Millionenförderung für weitere Forschung Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat finanzielle Mittel für drei Sonderforschungsbereiche (SFB) bewilligt. Davon profitiert insbesondere die TU Berlin, die bei zwei Projekten die Sprecherrolle übernimmt und bei einem weiteren als Kooperationspartnerin agiert. Insgesamt fließen über 20 Millionen Euro in die Vorhaben. Im Fokus steht der neu eingerichtete Bereich „MY-CO BUILD“. Hier widmen sich die Wissenschaftler der Frage, inwiefern sich Pilze als Material für das Bauwesen und die Möbelproduktion eignen. Auf Basis nachwachsender Rohstoffe aus der Agrar- und Forstwirtschaft soll eine neue Klasse
Pilzkompositbaustein. � von biologisch abbaubaren Werkstoffen entwickelt werden. Das Ziel ist es, definierte Herstellungsprozesse zu etablieren,
Foto: Martin Weinhold damit die Materialien verlässliche Eigenschaften aufweisen. Dabei werden biologische, mechanische und thermische
Aspekte von einem Verbund verschiedener Fachdisziplinen untersucht. Mithilfe von mathematischen Modellen und Künstlicher Intelligenz sollen Materialeigenschaften maßgeschneidert und Nachhaltigkeitsprognosen erstellt werden. Neben dem neuen Pilz-Projekt wurde der bestehende SFB „Re-Figuration von Räumen“ um vier Jahre verlängert. Er untersucht die Neuordnung von Gesellschaften durch Einflüsse wie Digitalisierung und Migration. Ebenfalls fortgesetzt wird ein physikalischer Forschungsbereich zur „Ultraschnellen Spindynamik“, an dem die Berliner Hochschule beteiligt ist.
Geld für Gewaltprävention Bezirksamt vergibt bis zu 150.000 Euro an Vereine und Initiativen Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ruft Träger, Vereine und Initiativen dazu auf, Konzepte zur Gewaltprävention für das Förderjahr 2026 einzureichen. Bewerbungen können bis Freitag, 16. Januar 2026, eingereicht werden. Die Mittel stammen von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, die jedem Bezirk bis zu 150.000 Euro zur
Verfügung stellt. Inhaltlich konzentriert sich die Förderung auf drei Schwerpunkte: Erstens die Gewaltprävention im Internet, wozu Maßnahmen gegen Cybermobbing und Radikalisierung zählen. Zweitens sind präventive Veranstaltungen im öffentlichen Raum gefragt, insbesondere Sport- und Kulturangebote für Jugendliche in
den Abendstunden. Der dritte Bereich umfasst die Stärkung sozialer Kompetenzen und der Widerstandsfähigkeit gegen Gewalt, etwa durch Theaterpädagogik oder soziales Lernen. Besonders erwünscht sind Träger und Projekte, die Kinder und Jugendliche in der Paul-Hertz-Siedlung, in Charlottenburg-Nord sowie im Zentrum von Wilmersdorf
erreichen. Die Antragstellung erfolgt über einen Projektvorschlag auf einem dafür vorgesehenen Projektsteckbrief, der auf der Webseite des Bezirksamts verfügbar ist. Die Unterlagen sind per E-Mail an praeventionsrat@ charlottenburg-wilmersdorf.de zu richten. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
Spaß bei Ballett, Tanz und vielem mehr • Kreat. Kindertanz • Ballett + Jazz • Streetjazz • Contemporary Kursangebote unserer Partner:
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Heilkunde nach Hildegard von Bingen
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Daniela Dumann Heilpraktikerin Hildegardtherapeutin Vizepräsidentin der Internationalen Gesellschaft Hildegard von Bingen
Naturheilpraxis Daniela Dumann Nithackstraße 24 10585 Berlin-Charlottenburg Direkt am Charlottenburger Schloss
Telefon 030-364 30 358 u. 0170-60 111 82 praxis@danieladumann.de www.danieladumann.de www.hildegard-von-bingen-berlin.de
Früh übt sich – daher fangen die Kleinsten schon ab drei Jahren an, sich in der Ballettschule Carola Vogl, seit Januar in der Karlsruher Straße, spielerisch zu bewegen. Vom kreativen Kindertanz geht es weiter zum Ballettunterricht. Hier werden die Formen des klassischen Balletts behutsam und nach russischer Methode erarbeitet. Auch flotter Street Jazz und Modern Dance stehen für Kinder zur Auswahl. Beim Ballett für Jugendliche erfolgt die weitere Förderung. Der Neu einstieg ist in den dafür eingerichteten Gruppen problemlos möglich. Neben Streetdance und Modern Dance, wird zusätzlich Jazz und Contemporary für Jugendliche und Erwachsene angeboten. Die Kursvielfalt für Erwachsene deckt viele Ansprüche ab - ob ambitionierte Ballett-Tänzer/innen oder Ausgleichssport zum Job mit Pilates, Floorbarre, Zumba oder Dance-Fit etc.: für jedes Alter ist etwas dabei. Übrigens auch für Senioren! Gern können Sie zu einer Probestunde vorbeikommen!
Fasten nach Hildegard von Bingen Fasten nach Hildegard von Bingen wird oft als echter „Game Changer“ und wohltuende Pause erlebt, die Körper, Geist und Seele stärkt. In meinen Fastengruppen erleben Sie eine sanfte, alltagstaugliche Form des gemäßigten Dinkelfastens – genussvoll, nährend und im Einklang mit Hildegards Lehre vom rechten Maß. Viele Teilnehmende berichten von mehr Leichtigkeit, innerer Ruhe und einem neuen Zugang zu ihrem Ernährungsverhalten. Wir fasten gemeinsam mit Dinkel, Gemüse und Kräutern. „Gemäßigt“ bedeutet: Sie dürfen essen. Begleitet wird die Woche durch Bewegung, Meditation,
basisches Fußbad, Leberwickel, kleine Spaziergänge und Impulse zum Säure Basen Haushalt. Termine im März: • Vormittagsgruppe: 21.–29. März, täglich 10–12 Uhr (Einführung 10. März; Vorfreudetreffen 20. März) • Abendgruppe: 23.–27. März, täglich 18–19:30 Uhr (Einführung 12.3.) Das Dinkelfasten ist auf Wunsch glutenfrei möglich. Ich freue mich darauf, Sie achtsam durch diese besondere Fastenzeit zu begleiten.
✨ Emotionsexpertin & Gesundheitscoach ✨ Nadja Reichardt ist die Begründerin der Bio-Emotionalen Synergetik – einer Methode zur Aktivierung emotionaler Synergiekreisläufe. Ihre Expertise verbindet zwei staatlich anerkannte Berufe: Schauspielkunst sowie Gesundheits- und Bewegungspädagogik. Dadurch vereint sie fundiertes Wissen über motiviertes Denken, Fühlen und Handeln mit einem tiefen Verständnis für emotionale Balance und körperzentrierte Entspannung. In ihren Workshops nutzt sie Bewegung, Wahrnehmung und zwischenmenschliche Interaktion, um Menschen dabei zu unterstützen, festgefahrene Negativmuster zu lösen – etwa in toxischen Beziehungen, im Zeitmanagement oder bei einer gesunden Lebensführung. Entdecken Sie die Kraft emotionaler Balance! Unsere Emotionsexpertin bietet einzigartige Gesundheitskurse und hocheffizientes Coaching, das Menschen jeden Alters dabei unterstützt, innere Ruhe, Fokus und Wohlbefinden zurückzugewinnen. Besonders wertvoll für Schulen: Demotivierte oder von Prüfungsangst belastete Schüler*innen erhalten im Humboldt-Gymnasium Berlin-Tegel die Möglichkeit, für 30 Minuten den Unterricht zu verlassen, um ein zielgerichtetes Coaching zu erhalten –
präzise, stärkend und lösungsorientiert. So entstehen Entlastung, Klarheit und neue Lernenergie. Was macht ihr Coaching so besonder
RATGEBER
14 | Gazette Charlottenburg | Januar 2026
Kündigung wegen Eigenbedarf Was betroffene Mieter wissen sollten Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs ist für viele Mieter ein Schock. Doch nicht jede Kündigung ist rechtens. Es gibt klare Regeln, wann ein Vermieter Eigenbedarf anmelden darf und welche Rechte Mieter haben.
nur bei einer nachweislich engen persönlichen Beziehung möglich.
Welche Gründe sind zulässig?
Der Vermieter muss einen nachvollziehbaren Grund für den Eigenbedarf angeben. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Wer darf die Wohnung nutzen? nach einer Heirat oder der GeEin Vermieter kann Eigenbedarf burt eines Kindes mehr Wohnfür sich selbst, für nahe Verwand- raum benötigt wird. Auch ein te oder für Angehörige seines Jobwechsel, der einen Umzug in Haushalts anmelden. Zu den na- die Nähe des neuen Arbeitsplathen Verwandten zählen laut Sa- zes erfordert, kann ein legitimer bine Brandl, Juristin bei der ERGO Grund sein. Wichtig ist, dass der Rechtsschutz Leistungs-GmbH, Bedarf aktuell oder in naher Zuunter anderem Kinder, Enkel, kunft besteht. Zudem muss die Eltern, Großeltern, Geschwister, Wohnungsgröße zum Bedarf Nichten und Neffen. Auch für passen. eingetragene Lebenspartner Wann ist eine Kündigung oder im Haushalt lebende Pfleunwirksam? gekräfte kann der Vermieter Eigenbedarf geltend machen. Bei Eine Kündigung wegen Eigenbeentfernteren Verwandten ist dies darfs muss formale Anforderun gen erfüllen. Sie muss schriftlich erfolgen, eine verständliche Begründung enthalten und die Person benennen, die die Wohnung beziehen soll. Außerdem muss die gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten werden. Fehlen diese Angaben oder sind sie fehlerhaft, kann die Kündigung unwirksam sein.
Widerspruch bei unzumutbarer Härte Selbst bei einer rechtmäßigen Kündigung können Mieter unter bestimmten Umständen in ihrer Wohnung bleiben. Dies gilt in Fällen sogenannter unzumutbarer Härte. Dazu zählen beispielsweise hohes Alter in Verbindung mit Gebrechlichkeit, schwere Krankheit, eine Schwangerschaft oder bevorstehende wichtige Prüfungen. Der Widerspruch
muss schriftlich innerhalb einer zweimonatigen Frist erfolgen. Ob ein Härtefall vorliegt, muss oft im Einzelfall gerichtlich geklärt werden.
Rechte bei vorgetäuschtem Eigenbedarf Stellt sich heraus, dass der Eigenbedarf nur vorgetäuscht war – etwa, weil die Wohnung nach dem Auszug an neue Mieter vermietet wird – haben die ehemaligen Mieter Anspruch auf Schadenersatz. Dies kann zum Beispiel die Kosten für den Umzug umfassen. Entfällt der Grund für den Eigenbedarf unerwartet vor Ablauf der Kündigungsfrist, muss der Vermieter den Mieter darüber informieren. Dieser hat dann das Recht, eine Fortsetzung des Mietverhältnisses zu verlangen.
Vorsicht an der Haustür Digitale Unterschrift mit teuren Folgen Immer wieder werden Berliner an der Haustür von unseriösen Vertretern zu Vertragsabschlüssen gedrängt. Eine schnelle Unterschrift auf einem Tablet kann dabei weitreichende und kostspielige Konsequenzen haben, vor denen die Verbraucherzentrale Berlin warnt. Die Masche ist oft dieselbe: Unangekündigt klingeln Personen und geben sich als Mitarbeiter des örtlichen Energieversorgers oder Netzbetreibers aus. Unter dem Vorwand, Zählerstände ablesen oder Daten abgleichen zu wollen, erschleichen sie sich eine digitale Unterschrift. Hasibe Dündar, Energierechtsexpertin der Verbraucherzentrale, erklärt, dass viele Betroffene gar nicht wissen, dass sie in diesem Moment einen neuen Vertrag abschließen. Diese Unternehmen nutzen die digitale Signatur, um einen gültigen Vertragsschluss zu behaupten. Für Verbraucher ist es im Nachhinein oft schwer zu beweisen, dass sie getäuscht wurden.
derrufsbelehrung erhalten zu haben. Später lässt sich kaum noch bestreiten, dass sie vorlag“, so Dündar. Eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung ist zwar möglich, erfordert aber einen Nachweis, der ohne Zeugen kaum zu erbringen ist.
So schützen Sie sich
Rechtliche Möglichkeiten und deren Hürden Grundsätzlich besteht bei an der Haustür geschlossenen Verträgen ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Wurde über dieses Recht nicht oder nur fehlerhaft informiert, verlängert sich die Frist
Um nicht in eine solche digitale Falle zu tappen, sollten folgende Ratschläge beachtet werden: • Keine Unterschriften: Leisten Sie keine Unterschrift an der Haustür, weder auf Papier noch auf einem Tablet. • Keine Daten preisgeben: Geben Sie keine persönlichen Daten wie Zählernummern oder Kundendaten heraus. sogar auf 12 Monate und 14 Tage. • Ausweis verlangen: Lassen Sie Das Problem: Viele Betroffene sich immer einen Dienstausweis zeigen, um die Person erhalten weder eine Kopie des eindeutig zu identifizieren. Vertrages noch eine Bestätigung, was den Widerruf erschwert, da • Bedenkzeit einfordern: Schlieder Vertragspartner unbekannt ßen Sie keine Verträge zwiist. „Besonders problematisch schen Tür und Angel ab, sondern prüfen Sie alle Unterlagen ist es, wenn Verbraucher auf in Ruhe. dem Tablet bestätigen, die W
RATGEBER
Gazette Charlottenburg | JAnuAr 2026 | 15
Kostenfalle Arztpraxis Für ärztliche Zusatzleistungen, sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), geben gesetzlich Versicherte jährlich mindestens 2,4 Milliarden Euro aus. Wie die Verbraucherzentrale nrW mitteilt, sind viele dieser Angebote aus medizinischer Sicht nicht notwendig und ihr nutzen ist oft nicht durch Studien belegt. Manchmal können sie sogar mehr schaden als nutzen. Patienten sollten wissen, dass IGeL niemals dringend sind. Man kann ein Angebot daher ablehnen und sich zunächst unabhängig informieren. Für akut notwendige Therapien stehen immer Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zur Verfügung. Ärzte mit Kassenzulassung dürfen gesetzliche Leis- nachgewiesen wurde, in den Leistungen nicht abwerten, indem tungskatalog der gesetzlichen sie mit Begriffen wie „Großer Krankenkassen aufgenommen. Körper-Check“ oder „Krebsvor- Dazu gehören: sorge Plus“ werben. Ebenso ist • Verschiedene Krebsfrüherkenes unzulässig, eine notwendige nungsmaßnahmen wie die Behandlung davon abhängig zu Darmspiegelung, die Mammachen, dass eine IGeL in Anmographie und das Hautspruch genommen wird. krebs-Screening für bestimmte Altersgruppen. Wann die Kasse zahlt • Akupunktur bei chronischen Bestimmte Selbstzahlerleistunrücken- oder Knieschmerzen. gen können zur Kassenleistung • Das Chlamydien-Screening für werden, wenn eine medizinische Frauen bis 25 Jahre (seit 2008). notwendigkeit besteht oder der • Das neugeborenen-HörscreePatient zu einer risikogruppe ning (seit 2009). gehört. Das betrifft besonders • Moderne immunologische Stuhltests zur DarmkrebsfrühFrüherkennungsuntersuchungen. So wird beispielsweise eine erkennung (seit 2017). ultraschalluntersuchung der Eier- • Die Stoßwellentherapie bei Ferstöcke oder der Brust von der Kassenschmerz unter bestimmten se übernommen, wenn durch AbBedingungen (seit 2019). tasten oder eine Mammographie • Die untersuchung von Hautveränderungen mit dem Auflichtein Krebsverdacht entstanden ist. Auch die Messung des Augeninmikroskop zur Früherkennung nendrucks zur Früherkennung des von Hautkrebs für Versicherte Grünen Stars (Glaukom) wird zur ab 35 Jahren alle zwei Jahre (seit April 2020). Kassenleistung, wenn ein begründeter Krankheitsverdacht vorliegt. Derzeit wird geprüft, ob auch der PSA-Test zur Früherkennung Was bereits Kassenleistung ist von Prostatakrebs zukünftig eine In der Vergangenheit wurden Leistung der gesetzlichen Kranbereits einige IGeL, deren nutzen kenkassen wird.
am Lietzensee
Verehrte Gäste, jeden Mittwoch von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr bieten wir Ihnen unsere köstlichen Kartoffelpufferspezialitäten an! Foto: juefraphoto / stock.adobe.com
Wie Sie unnötige Zusatzleistungen erkennen und wann die Kasse zahlen muss
Hotel Seehof Berlin
Kartoffelpuffer so viel Sie mögen mit Apfelmus & Zucker, Graved Lachs & Dill-Senfsauce oder Räucherlachs & Sahnemeerrettich Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Unser Restaurant ist vom 05. bis 11. Januar 2026 geschlossen. Reservierung: 030 320 02-0 / 177 º Lietzenseeufer 11, 14057 Berlin www.hotel-seehof-berlin.de / bankett@hotel-seehof-berlin.de
MEIN GUTER STERN
IM WINTER
Winterdienst Baumdienst Eckard Kanold Garten- und Landschaft- und Sportplatzbau Schnee- und Glättebeseitigung GmbH & Co. KG Telefon 0 30 / 75 49 36-0 www.kanold.berlin info@kanold-berlin.de
Impressum
Gazette Charlottenburg · Januar Nr. 1/2026 · 44. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.
Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag
Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50
Redaktion
Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 379 734 52 redaktion@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 630 26 88
Anzeigen
Karin Keiser · ☎ 030 / 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de
Nächste Ausgabe Februar Nr. 2/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss 16.01.2026 Erscheinung 05.02.2026
16 | Gazette Gazette Charlottenburg Charlottenburg | Januar & Wilmersdorf 2026 1
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Digitale Bildung! Auch was für Seniorinnen und Senioren? Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die SPD-Fraktion das Thema vorgeschlagen.
DIGITALZEBRA
CDU-Fraktion Digitale Teilhabe entscheidet heute darüber, wie selbstständig Menschen ihren Alltag gestalten können. Auch und gerade für Seniorinnen und Senioren ist digitale Bildung deshalb kein „Nice to have“, sondern eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. In Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es bereits viele Angebote: In Seniorenfreizeitstätten werden Smartphone- und Tablet-Kurse angeboten, die Volkshochschule vermittelt digitale Grundkenntnisse und Bibliotheken unterstützen beim sicheren Umgang mit digitalen Medien. Zudem gibt es auch Angebote in den Kirchen und vieles mehr. Der Bedarf ist eindeutig da. Unsere Welt wird zunehmend digitaler und wir wollen alle mitnehmen. Das heißt: unterstützen, wo Hilfe nötig ist, und gleichzeitig bei Angeboten des Bezirksamtes dort, wo erforderlich, analoge Alternativen bereithalten. Digitale Bildung darf keine Frage des Alters sein. Der Bezirk ist da gut aufgestellt, doch Angebote erreichen nicht jeden. Deshalb müssen sie flächendeckend erreichbar und sichtbarer sein – damit niemand den Anschluss verliert, nur weil sich die Welt digital weiterdreht. Sean Zielinski
B‘90/Grünen-Fraktion Viele Menschen im höheren Lebensalter teilen das Gefühl, von der rasanten Digitalisierung überrollt zu werden, weil der Zugang zu wichtigen Informationen, zu Gesundheitsdiensten oder zu kulturellen Angeboten erschwert wird. Mit dem Projekt „Digital-Zebra“ haben die Bibliotheken des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf ein Gegenstück zur technischen Überforderung geschaffen. Geschulte Digital Lots*innen stehen zu festen Servicezeiten zur Verfügung. Sie
Mit dem „Digital-Zebra“ fördern Berliner Bibliotheken die digitale Inklusion und Teilhabe. unterstützen die Besucher*innen bei einfachen und komplexen Aufgaben. In Workshops und Veranstaltungen werden die digitalen Kompetenzen vertieft und gefestigt. Das „Digital Café“ dient nicht nur dem technischen Austausch, sondern fördert auch das soziale Miteinander. Viele Senior*innen haben bereits Erfahrungen im Umgang mit bestimmten Geräten und können ihr Wissen an andere weitergeben. So unterstützen beispielsweise „Omas For Future“, sich von veraltetem Windows zu verabschieden und den Umstieg auf Linux zu probieren, um den vorhandenen Computer länger nutzen zu können. Corinna Balkow Berlin
SPD-Fraktion
Digitale Teilhabe ist längst nicht mehr nur ein Thema für Jüngere – gerade Senior:innen profitieren von neuen Angeboten. Da sie nicht mit digitaler Technik aufgewachsen sind, bieten Volkshochschule und Stadtbibliothek in Charlottenburg-Wilmersdorf zahlreiche Angebote für einen leichten Einstieg an. Die VHS vermittelt in niedrigschwelligen Kursen den Umgang mit Smartphone, Tablet, Online-Banking oder digitaler Kommunikation – mit viel Zeit zum Üben. In der Bibliothek gibt es zum Ausleihen Hörbücher, E-Books und Lesegeräte sowie Streamingdienste. Besonders hilfreich ist das Digitalzebra Max: Er berät kostenlos und ohne Anmeldung zu allen digitalen Fragen. Einmal im Monat findet samstags das Digital-Café statt. Hier kann man Ehrenamtlichen aller
Altersgruppen Fragen stellen und Neues ausprobieren. Digitale Bildung macht den Alltag leichter, hält geistig fit und verbindet Menschen – in unserem Bezirk gibt es dafür schon heute zahlreiche Türen, die weit offenstehen. Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz hat erkannt, dass digitale Bildung auch für Senior:innen eine wichtige Bedeutung hat. Dr. Felicitas Tesch
Linksfraktion Digitale Bildung ist für Senior:innen dringender denn je. Behörden, Banken und sogar Arztpraxen verlagern ihre Angebote ins Netz, während vielen Älteren der Zugang verwehrt bleibt. Nicht, weil sie „nicht wollen“, sondern weil passende Geräte, verständliche Nutzung und individuelle Unterstützung fehlen. Digitale Teilhabe ist aber eine Frage von Selbstbestimmung und sozialer Gerechtigkeit. Dazu braucht es wohnortnahe Kurse und sichere Lernorte, an denen ohne Scheu gefragt und ausprobiert werden kann. Doch im Bezirk existieren nur vier Begegnungsstätten für Senior:innen. Zum Vergleich: in unserem Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg sind es mehr als doppelt so viele. Das ist viel zu wenig! Mehr solcher Freizeitorte sind dringend nötig, um Einsamkeit vorzubeugen und digitale Kompetenzen zu stärken. Gleichzeitig müssen die Senior:innenvertretung sowie kieznahe und kostenlose Angebote für Ältere deutlich ausgebaut werden. Als Linke wollen wir die gesellschaftliche und vor allem politische Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen älterer Menschen beenden – nicht nur im digitalen Raum. Anne Zetsche
FDP-Fraktion Digitale Bildung darf keine Frage des Alters sein. In einer liberalen Gesellschaft entscheidet nicht der Jahrgang über Chancen, sondern die Bereitschaft, Neues zu lernen. Gerade Seniorinnen und Senioren profitieren von digitaler Teilhabe. Sie ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben, erleichtert den Zugang zu Behörden, medizinischen Informationen und sozialen
1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort -CDu Grüne SPD Linke FDP AfD BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. Foto: von Kentzinsky / BACW
Kontakten. Dafür braucht es barrierearme Lernangebote, die einen schnellen Einstieg ermöglichen. Statt starrer Kurse offene Lernräume, digitale Sprechstunden und Unterstützung durch geschultes Fachpersonal und Ehrenamtliche, die die Technologie verständlich und praxisnah erklären. Liberale Digitalpolitik schließt niemanden aus. Sie setzt auf Eigenverantwortung, Wahlfreiheit und verständliche Angebote. Ziel ist es, Menschen nicht zu zwingen und so auch ihren Ausschluss in Kauf zu nehmen, sondern ihnen die Fähigkeit zu geben, sich selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Denn wenn digitale Bildung alle Generationen erreicht, stärkt sie nicht nur individuelle Kompetenzen, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Stefanie Beckers Alternative für
Deutschland
AfD-Fraktion
Offline im Alter – Untersuchungen zeigen, dass rund vier Millionen ältere Menschen nicht online aktiv und dadurch gesellschaftlich abgehängt sind. Die Gründe sind vielfältig: Berührungsängste mit etwas Unbekanntem, Unsicherheit im Umgang mit Technik, fehlende Geräte oder das Gefühl, für die digitale Welt zu alt zu sein. Volkshochschulen, Seniorenakademien, Bibliotheken bieten bundesweit Kurse speziell für Ältere an. Auch in unserem Bezirk. Es gibt PC- und Digital-Kurse in den bezirklichen Seniorenclubs, beim Seniorenprogramm „60plus“, an der VHS, bei der Stiftung Stadtkultur, in Kiez- und Stadtteilzentren. Die digitale Welt stärkt die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, eröffnet Gesundheitsinformationen und Bildungszugang, macht Buchungen und Einkäufe leichter, manchmal überhaupt erst möglich. Die Verbindung zu Familie und Freunden wird gestärkt. Nicht zuletzt stehen im Netz Alternative Medien offen und man ist nicht auf Mainstream-Medien mit einseitiger Berichterstattung und Regierungspropaganda angewiesen. Umfassend informiert zu sein: auch für Senioren nur ein Klick entfernt. Michael Seyfert