GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN
Dezember 2025
Charlottenburg
Vom Capitol zum Bikini Schillernder Kinopalast und moderne Shopping-Mall
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HANS KRUPPA
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2 | Gazette Charlottenburg | Dezember 2025
Havelluft und Großstadtlichter Neue Ausstellung im Bröhan Museum zeigt Malerei der Berliner Secession Das Bröhan Museum an der Schloßstraße 1a zeigt bis zum 22. Februar 2026 eine neue Ausstellung mit dem Titel „Havelluft und Großstadtlichter. Stadt und Land in der Malerei der Berliner Secession“. Die Schau widmet sich dem Spannungsfeld zwischen dem pulsierenden Leben in der Metropole und der Sehnsucht nach ländlicher Idylle um die Jahrhundertwende. Das Berliner Umland mit seinen Seen und Kiefernwäldern – von Theodor Fontane literarisch aufgewertet und zum „Land von stiller Weite“ verklärt – bot eine idyllische Gegenwelt. Durch Vorortzüge der Preußischen Staatsbahn gut erschlossen, wurde die Mark Brandenburg zum Erholungsraum für großstadtgeplagte Berlinerinnen und Berliner. Die Ausstellung beleuchtet, wie sich die tiefgreifenden Veränderungen durch Industrialisierung und Urbanisierung in der Kunst
nismus und Symbolismus. Arbeiten von Hans Baluschek, Käthe Kollwitz und Otto Nagel, die sich mit dem städtischen Milieu und sozialen Fragen auseinandersetzten, stehen im Kontrast zu den Landschaftsdarstellungen des Berliner Umlands von Malern wie Karl Hagemeister, Walter Leistikow und Julie Wolfthorn. Die Ausstellung dokumentiert so den Dialog zwischen diesen unterschiedlichen Lebenswelten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er-Jahre. Für Kunstinteressierte im Bezirk ist dies die letzte Gelegenheit, Walter Leistikow Märkischer Waldsee mit zwei Birken um 1895 das Museum vor seiner umbauVermächtnis aus der Sammlung Werner und Irmgard Küpper, Berlin bedingten Schließung zu besuBröhan Museum. Foto: Martin Adam, Berlin chen. Ab Frühjahr 2027 wird das der Zeit widerspiegeln. Die 1899 trialisierung und Urbanisierung Haus für Sanierungsarbeiten gegegründete Gruppe von Künst- und den damit verbundenen schlossen. lerinnen und Künstlern, die sich gesellschaftlichen Spannungen. Bröhan Museum, Schloßstraße 1a, vom akademischen Kunstbetrieb Zur selben Zeit entstanden stim- 14059 Berlin. Weitere Informatioabwandte, beschäftigte sich in- mungsvolle Darstellungen der nen über Öffnungszeiten und Eintensiv mit der Moderne und märkischen Landschaft, geprägt trittspreise unter www.broehanihren Widersprüchen, mit Indus- vom zeitgenössischen Impressio- museum.de.
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WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN DAS WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN
Gazette Charlottenburg | DEZEMBEr Gazette Wilmersdorf | Dezember2025 | 3 2025 | 3
Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf! Der Dezember verleiht unserem Bezirk einen besonderen Glanz: Am Ku’damm funkelt die Weihnachtsbeleuchtung, und auch andere Straßen wie die Berkaer Straße in Schmargendorf erstrahlen festlich. Überall spürt man die weihnachtliche Stimmung.
Wunschbaum für bedürftige Kinder
Foto: britibay
Besonders für Kinder ist der Advent eine Zeit voller Hoffnungen und Wünsche. Deshalb stellen wir auch in diesem Jahr unseren Wunschbaum im rathaus Charlottenburg auf. Kinder aus Geflüchtetenunterkünften im Bezirk haben Sterne gebastelt und ihre Wünsche darauf notiert. Der Wunschbaum bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die GelegenKirstin Bauch heit, sich zu beteiligen. Jeder Stern symbolisiert einen Wunsch, den Sie erfüllen können. Die kleinen Geschenke kosten nicht mehr als 25 Euro. Ich lade Sie herzlich ein, einen Stern zu pflücken und einem Kind eine Freude zu machen. Ihre Gaben können Sie unverpackt bis zum 12. Dezember beim Pförtner im rathaus in der Otto-Suhr-Allee 100 abgegeben. Helfen Sie mit, den Winter für unsere jüngsten Mitbürgerinnen und Mitbürger etwas heller zu machen!
am Kurfürstendamm 229 besuchen. Dort entsteht eine Welt im 80er-Jahre Stil angelehnt an die US-Serie „Stranger Things“. Ich freue mich schon darauf. Kommen Sie vorbei!
Weihnachtssingen in der Wilmersdorfer Straße Was wäre Weihnachten ohne Lieder? Am Dienstag, 16. Dezember, lädt die Evangelische Trinitatiskirchengemeinde gemeinsam mit der Friedenskirche Charlottenburg zu einem Weihnachtssingen in der Wilmersdorfer Straße ein. Alle, die mitsingen möchten, sind herzlich willkommen! Als Schirmherrin freue ich mich darauf, mit Ihnen gemeinsam zu singen und die festliche Atmosphäre zu genießen. Ich übe schon mal: „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum…“.
Glühwein für den guten Zweck
Nicht alle können den Advent unbeschwert genießen. In Berlin leben etwa 47.000 Menschen ohne Wohnung, bis zu 10.000 davon auf der Straße. Besonders im Winter brauchen sie unsere Hilfe. Am 5. Dezember lädt die AG City zum karitativen Glühweinverkauf auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ein. Mein Kollege, Bezirksstadtrat Christoph Brzezinski, wird beim Ausschank helfen. Der Erlös geht an den„Wärmebus“ des Deutschen roten Kreuzes der obdachlosen Menschen in der Kälte hilft. Kommen Sie vorbei, trinken Sie Glühwein oder Weihnachtsmärkte in Charlottenburg alkoholfreien Punsch und unterstützen Sie den Ganz unbescheiden finde ich, die schönsten „Wärmebus“ – jede Tasse zählt! Weihnachtsmärkte Berlins gibt es in unserem Kiezspaziergang durch Schmargendorf Bezirk. Der romantischste ist eindeutig der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg, Unser letzter Kiezspaziergang in diesem Jahr der kürzlich von einem Britischen Szene-Ma- führt uns am 13. Dezember durch Schmargazin zum zweitbesten in Deutschland gekürt gendorf. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem wurde. Die barocke Schlossfassade verleiht rathaus Schmargendorf am Berkaer Platz 1. ihm eine einzigartige Kulisse. Auch der Weih- Zusammen mit Bezirksstadträtin Astrid Duda nachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächt- erkunden Sie das rathaus, entdecken spannis-Kirche ist ein Klassiker: Mit über 100 Stän- nende Architektur und erfahren, warum ein den, einem großen Weihnachtsbaum und Eber mitten auf einem Platz in Schmargendorf einem funkelnden Lichtteppich spiegelt er steht. Der Spaziergang endet an der Breiten den Charme der City West wider. Wer es mo- Straße Ecke Berkaer Straße. Die Teilnahme ist derner mag, sollte ab dem 4. Dezember den wie immer kostenfrei. Alle Interessierten sind „Hawkins Weihnachtsmarkt“ im masumi Space herzlich willkommen. Informationen über die
Wir helfen Ihnen gerne bei: ° der Einkommensteuer ° der Existenzgründung ° der Buchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung ° Schwierigkeiten mit den Finanzbehörden
Der 274. Kiezspaziergang startet am Samstag, 13. Dezember vor dem Rathaus Schmargendorf. bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.de.
Verleihung des Integrationspreises Am 17. Dezember verleihen wir den Integrationspreis, der zum zwölften Mal herausragendes Engagement für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund würdigt. Es ist mir eine Freude, die Preisträgerinnen und Preisträger zu ehren und ihre Arbeit sichtbar zu machen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einer offenen und inklusiven Gesellschaft. Noch bis Freitag, 5. Dezember 2025, haben Sie die Möglichkeit für die diesjährigen Kandidatinnen und Kandidaten online abzustimmen. Alle Informationen finden Sie auf unserer Webseite: www. t1p.de/integrationspreis2025 Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten rutsch ins neue Jahr 2026! Für Ihre Anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter bauch@charlottenburgwilmersdorf.de. Herzlich grüßt Sie Ihre Kirstin Bauch
Gerne sind wir auch bei allen Fragen rund um die Erbschaftund Schenkungsteuer für Sie da!
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Der Vorgänger des Bikini-Hauses vor etwa 100 Jahren.
Vom Capitol zum Bikini Schillernder Kinopalast und moderne Shopping-Mall Wo heute das Bikini Berlin steht, befand sich einst einer der prächtigsten Kinopaläste der Stadt. Wer heute am Breitscheidplatz entlang des Bikini-Hauses flaniert, kann sich jedoch kaum vorstellen, dass hier einst eines der schillerndsten Kinos Berlins stand. In den Goldenen Zwanzigern, als Kinopaläste in der Stadt wie Pilze aus dem Boden schossen, eröffnete am 20. Dezember 1925 das „Capitol“. Der erste Film, der gezeigt wurde, war der „Dieb von Bagdad“.
Luftbildaufnahme aus den 1930er-Jahren.
Der Kinosaal nach der Fertigstellung vor 100 Jahren.
Der nach Plänen des Architekten Hans Poelzig erbaute Kinopalast bot rund 1300 Zuschauern Platz und verfügte über technische Finessen wie eine Orgel und einen
versenkbaren Orchestergraben. Während die Ladenzeile, in die das Kino integriert war, im schlichten Stil der Neuen Sachlichkeit gehalten war, zeigte sich das Innere ex pressionistisch: Der Kinosaal war in Farbtönen von tiefem Violett bis zu hellem Goldgelb gestaltet. Das Kino war Teil des sogenannten„Romanischen Forums“ rund um die
Gazette Charlottenburg | DEZEMBEr 2025 | 5
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, zu denen auch den romanischen Häuser sowie den Kinos Gloriaund Ufa-Palast am Zoo gehörten. Die Ära des Capitols endete im Zweiten Weltkrieg. Keine zwanzig Jahre nach der Eröffnung wurde das Gebäude am 23. November 1943 bei einem Luftangriff zerstört. Die bis dato noch teilweise genutzte ruine wurde 1953 vollständig abgetragen und machte Platz für ein neues Kapitel der Stadtgeschichte.
Neubau Bikini-Haus In den Jahren 1956 bis 1957 errichteten die Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger an gleicher Stelle das Zentrum am Zoo, dessen markantester Teil schnell unter dem Spitznamen „Bikini-Haus“ bekannt wurde. Der Name leitete sich von seiner besonderen Architektur ab: Ein offenes Geschoss trennte die unteren Ladenetagen von den
oberen Produktionsebenen für die Damen-Oberbekleidung. Im Berliner Volksmund hieß es:„Oben watt, unten watt und inner Mitte nüscht“. Finanziert wurde der Wiederaufbau unter anderem mit Mitteln aus dem Marshallplan.
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Von 2010 bis 2013 wurde der gesamte Komplex grundlegend umgebaut und saniert. Das Bikini-Haus wurde dabei vollständig entkernt und bis auf das Betontragwerk zurückgebaut. Die Fassaden wurden rekonstruiert, im In Reichsstraße 84 · 14052 Berlin ☎ (030) 302 073 49 · Fax 302 099 57 info@berliner-markisen.com www.berliner-markisen.com
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neren entstand eine Einkaufs-Mall. Auch der benachbarte Zoo Palast wurde umfassend modernisiert. Nahe dem Bikini Berlin befinden sich das Europa-Center, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und der Zoo.
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Schneeflöckchens Reise von Jacqueline Lorenz
D
er Spätherbst war längst vorbei und in den Wattewölkchen, die übers kalte Land zogen, machte sich Wasserdampf breit. Ein besonders vorwitziger schillernder Wassertropfen in der Wolke setzte sich geradewegs auf ein Staubkorn, um besser sehen zu können, was da unten auf der Erde vor sich ging. Ach, wie gerne wäre er mittendrin dabei gewesen! Er sah Tannenbäume, in denen Eichhörnchen fröhlich
umhersprangen, Kinder, die Ball spielten, und ältere Menschen, die sich die Mütze tiefer ins Gesicht zogen, weil ihnen kalt war. Ja, auch unser Wassertröpfchen
fand es ganz schön eisig hier paar Freunden geradewegs auf oben. Irgendwie schien es sich dem buschigen Schwanz eines mit zunehmender Kälte zu ver- Eichhörnchenmannes, der sich ändern, wie es verwundert fest- unter den nasskalten Flockenlast stellte: Symmetrisch verzweigte erst einmal kräftig schüttelte. Hei, Formen in sechs Ecken wuchsen flog das Flöckchen weiter und aus ihm heraus, doch es fühlte landete nun direkt neben einem sich dennoch erstaunlich leicht. zarten Tannenbäumchen auf Und eh es sich versah, war aus un- dem Boden. Viele Flocken flogen serem Tröpfchen ein Eiskristall ge- auf das Bäumchen, das dankbar worden, das von nun an „Schnee- durch die Nadeln wisperte: „Oh flöckchen“ hieß. Um es herum wie schön, jetzt wird mir endlich saßen viele ähnliche Eiskristalle, etwas wärmer, ich hab´ schon die, genau betrachtet, ganz un- mächtig gefroren bei diesem terschiedlich gestaltet, doch ei- Frost.“ Schnell hatte sich eine gentlich alle wunderschön waren. dichte Schneedecke auf ihm geUnser Schneeflöckchen aber hat- bildet, wärmend und schützend te nur Augen für die Erde unter zugleich. Unser Schneeflöckchen sich und wünschte sich nichts kam sich auf dem Boden ein wesehnlicher, als dort mittendrin nig unnütz vor, viel lieber wäre es Spaß zu haben. Und denkt Euch: mit dem Eichhörnchen von Baum Petrus hörte das. Schon wenig zu Baum gehüpft oder hätte von später ließ er es schneien. Hei, einer Kindermütze aus das lustiwar das ein Spaß! Mit all seinen ge Ballspiel in erster reihe beobEiskristallgefährten schwebte achtet. Aber man kann eben nicht unser Schneeflöckchen dicht an alles haben. Und so kuschelte es dicht der Erde entgegen. Und sich abwartend auf ein großes wie jauchzend wurde es da von Eichenblatt vom vergangenen den Kindern begrüßt: „Es schneit! Herbst. Endlich! Lasst uns einen Schnee- – Fast hätten es da trippelnde Kinmann bauen!“ Es landete mit ein derfüße erwischt, welche über
die inzwischen dicht beschneite Wiese vorm Haus tobten. In den Händen hatte sie allerlei Dinge: Einen großen Topf, ein orangenes längliches Etwas, schwarze Steine einen zerzausten Besen. Das alles stellten sie erst einmal an die Hauswand. Unter lautem Kreischen und Lachen begannen sie nun mit ihren kleinen Händen Schneekugeln zu formen, die sie über den Schnee wälzten. Dabei kamen sie unserem Flöckchen bedrohlich nahe.- Und ehe es noch nachdenken konnte, wurde es kopfüber und dicht gedrängt mit vielen anderen Flockengefährten über die Wiese gerollt, dass es gar nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Endlich hörte das Hin- und Hergerolle auf, und es fand sich außen auf einer großen weißen Schneekugel sitzend wieder. War das spannend! Dieser Aussichtspunkt war gar nicht so schlecht, um das bunte Treiben aus blinzelnden Kristalläuglein genauestens verfolgen zu können: Ein kleines Mädchen mit roter Wollmütze hatte eine weitere Schneekugel fast fer Mobile med. Fußpflege Dr. Hubert Klauser Orthopäde | Chirurg Handchirurg | zertifizierter Fußchirurg
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Lernen für die Zukunft Neues Angebot widmet sich den globalen Nachhaltigkeitszielen
tig gerollt, frierend zeigten sich grüne Grashalme, die kurz zuvor die Schneedecke gewärmt hatte. Schließlich war auch noch eine dritte, etwas kleinere Schneekugel fertig. Ein großer dicker Mann setzte die Schneekugeln nun so übereinander, dass sie wie ein Schneeturm aus der verschneiten Wiese herauswuchsen. Unser Schneeflöckchen hatte Glück gehabt, von der Kugel über sich nicht zerdrückt worden zu sein! Andere Gefährten hatten dieses Glück nicht gehabt. That´s Life! Und so konnte es bestens beobachten, was weiter geschah. Ein Junge mit lauter Stimme platzierte vor sich hin plappernd die schwarzen Steine mittig übereinander auf der mittleren Kugel, das orange längliche Etwas – der Junge nannte es „Karotte“ – bekam seinen Platz oben und ragte geradeaus in die kalte Winterluft. Kleine Steinchen wurden wie Augen daneben gesteckt und ganz obenauf kam umgedreht der Topf, dass man glaubte, ein Hut säße auf dem Turm. Schneeflöckchen hörte etwas von „Schneemann“ und „besonders schön“ und wurde mächtig stolz, Teil dieses besonderen Ganzen zu sein. Als dann auch noch der Be MEIN GUTER STERN
sen aufrecht an den Schneemann gelehnt wurde, war der allgemeine Jubel groß: Alle Kinder fassten sich an den Händen und tanzten um die Schneefigur herum, und die Erwachsenen erschienen mit heiß dampfenden Tassen in den Händen, kamen damit dem neugeborenen Schneemann aber zum Glück nicht zu nahe. Das war ein Treiben so ganz nach dem Geschmack unseres Schneeflöckchens! Langsam wurde es dunkel, nach und nach gingen Kinder und Erwachsene ins Haus zurück. Es wurde ruhig auf der Wiese vorm Haus. Nur der Schneemann hielt Wache in eisiger Winternacht. Auf seinem Mantel glitzernden stolz die Eiskristalle. Eines funkelte besonders hell – unser Schneeflöckchen, das seine reise zur Erde so ganz und gar nicht bereut hatte und gespannt war, was noch kommen würde. Und wenn es nicht geschmolzen ist, funkelt es noch heute...
Im rathaus Charlottenburg befindet sich seit November die „Lernothek +17“. Der neue raum in der Otto-Suhr-Allee 100 befasst sich mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte, Erzieher, Schüler sowie alle Interessierten. Sie finden dort Fachliteratur, interaktive Spiele und Experimentierkoffer zu Themen wie Klimaschutz, nachhaltige Städte oder Armutsbekämpfung. Die Lernothek soll auch als Ort für Austausch und zur Entwicklung gemeinsamer Projektideen dienen. Die Einrichtung ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Individuelle Termine können per E-Mail unter sbne@charlottenburg wilmersdorf.de vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.sbne.de/uncategorized/ opening-lernothek-17/
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Hilfe für Wildtiere Zentrales Netzwerk bündelt Beratung und schickt ein Notfall-Fahrzeug Berlin hat eine neue zentrale Anlaufstelle für Fragen und Probleme rund um Wildtiere. Das Netzwerk „Wildtiernah Berlin“ soll künftig die die engagierte Arbeit aller Berlinerinnen und Berliner, die sich für Wildtiere einsetzten, unterstützen und Bürgern als erster Ansprechpartner dienen. Das Projekt wurde von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verkehr und Klimaschutz initiiert. Betrieben wird die Anlaufstelle vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Das Institut bietet telefonische und digitale Beratungen sowie Hilfe vor Ort an. Für verletzte oder in Not gerate Wildschweine sind häufig in Berlin anzutreffen.
ne Tiere ist zudem ein mobiles Einsatzfahrzeug, das sogenannte Wildtiermobil, unterwegs. Das neue Angebot ergänzt bestehende Strukturen. So werden die telefonischen Beratungszeiten in Abstimmung mit dem NABU Landesverband Berlin ausgeweitet, sodass die Hotline künftig auch am frühen Morgen und abends erreichbar sein wird. Das IZW forscht bereits seit Längerem zu in Berlin lebenden Tieren wie Füchsen, Igeln oder Wildschweinen und beschäftigt sich mit Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren. Weitere Informationen unter: www.wildtiernahberlin.de.
Grün im Wandel Neue Strategie für naturnahe Grünflächen Das Bezirksamt hat einen neuen Bericht zur Biodiversität vorgestellt. Darin wird dargelegt, wie die Grünflächen im Bezirk künftig naturnäher gepflegt werden, um die Artenvielfalt zu fördern und auf den Klimawandel zu reagieren. Kern der Strategie sind angepasste Mähkonzepte. Auf ausgewählten Flächen wird seltener gemäht, um Insekten und Kleintieren Schutz zu bieten. Zudem pflanzt der Bezirk vermehrt heimische Wildstauden. Diese Stauden stammen aus bezirkseigener Produktion. Laut Bezirksamt ist Charlottenburg-Wilmersdorf damit die erste Kommune in Deutschland,
die Wildstauden in diesem Umfang selbst anbaut und einsetzt. Ein weiteres Projekt findet im Volkspark Jungfernheide statt. Dort wurde auf einer Wiese Bio kohle in den Boden eingebracht, um dessen Qualität zu verbessern und die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen. Für die naturnahe Grünpflege
wurde der Bezirk bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Gold und als „Klimaschutzpartner des Jahres 2025“. Das Bezirksamt weist darauf hin, dass manche Maßnahmen, wie höher wachsende Wiesen, zunächst ungewohnt aussehen könnten. Mit Informationstafeln und Online-Angeboten sollen die Hintergründe der neuen Pflegestrategie erklärt werden. Interessierte können die Broschüre mit dem Titel „Buntes Treiben in Berlin“ auf der Internetseite des Bezirksamts unter www.berlin. de/-ii1542504 einsehen und herunterladen.
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Bürgeramt in der Bibliothek Meldebescheinigungen und mehr in der Stadtteilbibliothek Halemweg Ab dem 1. Dezember 2025 wird die Stadtteilbibliothek am Halemweg an zwei Tagen im Monat zu einem mobilen Bürgeramtsstandort. Mit einem speziellen Koffer, der die nötige Technik enthält, können Bürger dort verschiedene Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen. Zu den angebotenen Diensten gehören die Beantragung von Personalausweisen, Meldebescheinigungen, Führungszeugnissen und Anwohnerparkausweisen. Das Projekt ist eine Kooperation des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf mit der Bibliothek am Halemweg 18. Der mobile Standort ist an jedem ersten Montag im Monat von 10 Uhr bis 16.30 Uhr und an jedem dritten Donnerstag im Monat von 9 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Eine vorherige Terminvereinbarung ist notwendig. Diese ist telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 10 Uhr und 18 Uhr
Foto: BACW unter der Nummer (030) 902925284 oder persönlich in der Bibliothek möglich.
Laut Bezirksstadträtin Astrid Duda soll das Angebot den Zugang zur Verwaltung erleichtern,
insbesondere für ältere Menschen, Familien und Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Frist für Führerscheine Die nächste Umtauschwelle für Führerscheine hat begonnen
Foto: Bundesdruckerei
Autofahrer und Autofahrerin- EU-weite regelung, die bis Annen, deren Kartenführerschein fang 2033 alle vor dem 19. Januar in den Jahren 1999, 2000 oder 2013 ausgestellten Führerscheine 2001 ausgestellt wurde, müssen vereinheitlichen und fälschungsdiesen bis zum sicherer machen 19. Januar 2026 soll. Wer nach Abumtauschen. Nach lauf der für ihn diesem Datum geltenden Frist mit verlieren die alten einem ungültigen Dokumente ihre Führerschein fährt, Gültigkeit. Betroffene sollten begeht eine Ordnungswidrigkeit, den Antrag rechtzeitig bei einem die mit einem Verwarngeld von Berliner Bürgeramt stellen, da der 10 Euro geahndet werden kann. neue Führerschein bis zum Stich- In den kommenden Jahren foltag vorliegen muss. gen schrittweise die KartenfühDas Ausstellungsdatum des rerscheine jüngeren Datums. Führerscheins findet sich auf der Eine wichtige Ausnahme besteht Vorderseite im Feld 4a. Weitere für alle, die vor 1953 geboren wurInformationen dazu stellt die den. Unabhängig vom AusstelFahrerlaubnisbehörde auf ihrer lungsdatum ihres Führerscheins Internetseite zur Verfügung. haben sie für den Umtausch Zeit Hintergrund der Aktion ist eine bis zum 19. Januar 2033.
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Weihnachtsmärkte im Bezirk Vom Schlossbummel bis zum Kiezspaziergang
Geschenkideen. Viele Händler wechseln wöchentlich. Das gastronomische Angebot umfasst verschiedene Speisen, die auf Porzellan serviert werden, sowie ein eigens für den Markt gebrautes Winterbier einer Neuköllner
Von der kleinen Kiezstraße bis zum märchenhaften Jagdschloss – abseits der großen Weihnachtsmärkte hat der Südwesten der Stadt auch eine große Auswahl kleinerer Advents- und Weihnachtsmärkte zu bieten.
Waldweihnachtsmarkt am Forstamt Grunewald
10585 Berlin-Charlottenburg
Kaiser-Friedrich-Straße 7
Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt am Forstamt Grunewald gehört für viele Berlinerinnen und Berliner fest zur Vorweihnachtszeit. Rustikal und besinnlich zugleich geht es auf dem Wirtschaftshof des Forstamtes zu. Für viele Besucherinnen und Besucher bietet der Waldweihnachtsmarkt die de und Forstmaschinen vor. Zum Gelegenheit, Wildschwein- und Verkauf stehen unter anderem Rehfleisch aus den Berliner Wäl- Weihnachtsbäume, Schmuckreidern kaufen. Auch für den kleinen sig, Schwedenfackeln und regiHunger gibt unter anderem Wild- onal gefertigtes Kunsthandwerk. fleisch in Gulasch- und Bratwurst- 14.12.2025, 11 bis 18 Uhr, im form. Als weiteres Highlight stel- Forstamt Grunewald (Wirtschaftslen die Berliner Forsten ihre Arbeit hof), Königsallee 80, 14193 Berlin. und die Grunewalder Rückepfer- Der Eintritt ist frei.
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Brauerei.Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist der Markt von Sonntag bis Donnerstag von 11 bis 21 Uhr sowie freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr. Am 24. Dezember Weihnachtsmarkt am KaDeWe sind die Öffnungszeiten von 11 Der Weihnachtsmarkt in be- bis 15 Uhr und an Silvester von heizten Pagodenzelten ist vom 11 bis 3 Uhr. 24.11.2025 bis zum 1.1.2026 auf Weihnachtsmarkt an der dem Wittenbergplatz vor dem Gedächtniskirche Kaufhaus des Westens geöffnet. Angeboten werden Kunst- Der Weihnachtsmarkt an der Gehandwerk, Designartikel und dächtniskirche am Breitscheid www.abe-minuth.de
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Gazette Charlottenburg | DEZEMBEr 2025 | 11 Anzeige
platz öffnet am 24.11.2025 und dauert bis zum 4.1.2026. An den mehr als 60 Ständen werden Geschenkartikel wie Weihnachtsdekoration, Glas- und Bronzekunst sowie Spielzeug angeboten. Für Kinder gibt es Karussells. Zum gastronomischen Angebot gehören unter anderem Glühwein, rostbratwurst und FeuerzanFoto: André Ballin genbowle. Eine Besonderheit ist der von der AG City organisierte 100 Ausstellern ein Magnet für karitative Glühweinverkauf. Des- Besucher und Anwohner. Jochen, sen Einnahmen gingen in den ver- der Weihnachtselefant und die gangenen Jahren an den „Wärme- Jazz-Nikoläuse sind im Publikum bus“ des Berliner roten Kreuzes. unterwegs und zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk liefern Weihnachtsmarkt vor dem Geschenk- und Dekoideen. Für Schloss Charlottenburg das leibliche Wohl sorgen WinzerDer Weihnachtsmarkt vor dem glühwein und viele weihnachtliSchloss Charlottenburg ist vom che Leckereien. 24.11. bis 28.12.2025 geöffnet. In Advent in der Leonhardtstraße den Holzhütten und Zelten vor dem beleuchteten Schloss bieten In der gemütlichen Leonhardtmehr als 100 internationale Händ- straße mit ihren wunderschönen ler ihre Waren an. Das Sortiment Gründerzeithäusern wird es feierumfasst traditionelles Kunsthand- lich. Der Weihnachtsmarkt ist mit werk wie Adventssterne, Weih- abwechslungsreichem Kunstnachtsdekoration, Schmuck und handwerk, das viele GeschenkideKeramik. Zum gastronomischen en bietet, an zwei Sonntagen im Angebot gehören unter anderem Advent geöffnet. Die Düfte weihGlühwein, kandierte Äpfel und nachtlicher Leckereien erfüllen Holzofenbrot. Zwei restaurants die Luft und besinnliche Klänge in beheizten Zelten bieten eben- stimmen auf die festliche Zeit ein. falls Speisen an. Für Kinder sind 7.12.2025, von 11 bis 18 Uhr. Der zwei Karussells und ein kleines Eintritt ist frei. riesenrad aufgebaut. Während Weihnachtsmarkt am des Weihnachtsmarktes finden Jagdschloss Grunewald im Schloss Charlottenburg Sonderführungen statt, die sich mit Am 6. und 7.12.2025 verwandelt den Weihnachtstraditionen der sich das Jagdschloss Grunewald Hohenzollern beschäftigen. Öff- in eine märchenhafte Kulisse. In nungszeiten: Montag bis Don- der Zeit von 11 bis 19 Uhr können nerstag von 13 bis 22 Uhr, Freitag Besucher durch die festlich bebis Sonntag von 12 bis 22 Uhr, ge- leuchteten Marktstände schlendern, Kunsthandwerk, Schmuck, schlossen am 24. Dezember. Weihnachtsdekorationen und Merry Christmas originelle Geschenkideen entdeIn Westend lädt die Kirche St Ge- cken. orge’s zum englischen Weih- Besonders für Kinder gibt es ein nachtsmarkt. Typisch britische abwechslungsreiches Programm Spezialitäten wie Hot Toddies, mit Märchenfiguren wie Frau Christmas Pudding und Mince Holle, Hänsel und Gretel oder Pies kann man hier probieren, der Aschenputtel. Eine MärchenerDudelsackmusik und Gesang lau- zählerin und ein Musikprogramm schen oder mitsingen, an Ständen sorgen für weitere Unterhaltung. wird Handgemachtes angeboten. Nachtwächter begleiten die GäsFür die Kleinen gibt es ein Kinder- te in historischer Tracht zu Parkprogramm. Der Weihnachtsmarkt platz und Bushaltestelle. findet am 6.12.2025 von 14 bis Im Erdgeschoss des Jagdschlos17.30 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. ses können sich Besucher über die Geschichte des Baus informieren Weihnachten in Westend und eine Ausstellung mit Werken Am 4. Adventswochenende von Lucas Cranach besichtigen. 20./21.12.2025 wird an der Preu- Der Eintritt kostet 3,50 Euro, erßenallee wieder gefeiert. Weih- mäßigt 2 Euro, Kinder bis 6 Jahre nachten in Westend ist mit über haben freien Eintritt.
Geborgen und betreut im Katharinenhof Der etwas andere Ruhesitz fürs Alter: Unser zentral in Wilmersdorf gelegener Katharinenhof am Preußenpark erinnert eher ein Mittelklassehotel als ein Seniorenheim.
Hier werden Ihre Eigenständigkeit und Ihre Privatsphäre respektiert. Ob Sie lieber zurückgezogen die Ruhe genießen oder sich mit anderen Menschen austauschen wollen, ob Sie Ihre Mahlzeiten in Ihrem Zimmer zu sich nehmen oder in Gesellschaft in unserem Restaurant oder Café die vielseitige Küche genießen möchten – wir richten uns nach Ihren Bedürfnissen. Der Weg aus den eigenen vier Wänden in eine neue Umgebung fällt oft schwer. Doch hier fühlen Sie sich ab dem ersten Tag willkommen und gut aufgehoben. Zum Wohlfühlfaktor zählt auch, dass Sie Ihr vertrautes Mobiliar mitbringen kön nen und kleinere Haustiere wie Vögel und Katzen bei uns willkommen sind. Unser gut ausgebildetes Pflegepersonal ist professionell und serviceorientiert. Auf aktivierende Pflege, die ein Höchstmaß an Lebensqualität bietet, legen wir großen Wert. Mit dem sensiblen, oft schambesetzten Thema Pflege wird bei uns achtsam umgegangen. Deshalb fühlen sich auch stark pflegebedürftige oder demente Bewohner bei uns mit ihrer ganzen Persönlichkeit akzeptiert. Ein weiterer Vorteil ist unser vielseitiges Freizeitangebot. Malkurse, gemeinsame Ausflüge, Gymnastik und vieles mehr – Vergnügen, aber auch die Kultur kommt bei uns nicht zu kurz. Lassen Sie sich von unserem Haus überzeugen! Bodentiefe Fenster sorgen für hereinflutendes Licht und auf zwei Terrassen können Sie an warmen Tagen die Sonne genießen. Die Atmosphäre ist familiär und jede Etage wird von einem festen Mitarbeiterteam betreut. Lernen Sie uns kennen. KATHARINENHOF AM PREUßENPARK Sächsische Straße 46 10707 Berlin 030 / 84 71 51-0 am-preussenpark@katharinenhof.net www.katharinenhof.net
12 | Gazette Charlottenburg | DEZEMBEr 2025
Film und Glücksforschung „It’s a Wonderful Life“ am 5. Dezember im Delphi Lux Das Bezirksamt lädt am Freitag, 5. Dezember 2025, um 18 Uhr zu einer besonderen Filmvorführung in das Kino Delphi Lux in der Kantstraße ein. Gezeigt wird um 18 Uhr der US-amerikanische Filmklassiker „It’s a Wonderful Life“ (deutsch: „Ist das Leben nicht schön?“) aus dem Jahr 1946. Vor Beginn des Films wird die referentin Dr. Kerstin Humberg eine Einführung in den aktuellen Stand der Glücksforschung und der positiven Psychologie geben. Der Film „It’s a Wonderful Life“ (Deutsch: „Ist das Leben nicht schön?“) erzählt die Geschichte von George Bailey (James Stewart). Er wächst im beschaulichen Bedford Falls auf und handelt immer wieder selbstlos, um anderen zu helfen. An Heiligabend gerät George in finan Filmstill aus „It’s a Wonderful Life“. zielle Schwierigkeiten und sieht in seiner Verzweiflung keinen an Bild: studiocanal.com deren Ausweg, als seinem Leben ein Ende zu setzen. Daraufhin
erscheint ihm der Schutzengel Clarence und zeigt George, welchen Einfluss er im Laufe seines Lebens auf seine Familie, seine Freunde und die Bewohner von Bedford Falls hatte. Die Veranstaltung ist Teil der reihe „Film & Talk 2030“, die sich mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen befasst. Sie wird von der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bezirks in Zusammenarbeit mit dem Kino und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung organisiert. Eintrittskarten sind über die Webseite der Yorck-Kinos (www. yorck.de/specials/filmreihe-2030) erhältlich. Für Schulklassen gibt es zudem die Möglichkeit, den Film nach Anmeldung für eine Vormittagsvorstellung zu buchen.
Seltene Kollwitz-Werke Sonderausstellung zeigt Kunst aus Privatsammlung Unter dem Titel „Käthe Kollwitz – Stille Kraft“ widmet sich eine neue Sonderausstellung dem Werk der berühmten Künstlerin. Gezeigt werden seltene Zeichnungen und sogenannte Zustandsdrucke aus einer Kölner Privatsammlung, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Die Ausstellung konzentriert sich auf Werke, in denen sich Kollwitz mit menschlichen Gefühlslagen
wie Sorge, Trauer und Verzweiflung auseinandersetzte. Im Fokus stehen Darstellungen von einzelnen oder wenigen Figuren, denen die Künstlerin durch den Verzicht auf ein konkretes historisches Umfeld eine zeitlose Gültigkeit verlieh. Durch die ausgewählten Blätter erhalten Besucher auch Einblicke in den langsamen und selbstkritischen Arbeitsprozess von Käthe Kollwitz und ihr ringen um den
passenden künstlerischen Ausdruck. Die Schau soll einen neuen Zugang zu der oft als düster empfundenen, schwarzweißen Kunst von Kollwitz ermöglichen. Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation. Die Ausstellung ist bis 18. Januar 2026 im Käthe Kollwitz Museum Berlin, Spandauer Damm 10,14059 Berlin, zu sehen. Weitere Informationen unter www.kaethe-kollwitz.berlin
Grün statt Grau Seitenstreifen an der Sömmeringstraße wird entsiegelt Das Straßen- und Grünflächenamt hat am 11. November 2025 mit der Umgestaltung eines Seitenstreifens in der Sömmeringstraße begonnen. Entlang des neu angelegten radfahrstreifens wird auf einer Fläche von rund 550 Quadratmetern das Betonsteinpflaster entfernt und durch eine bepflanzte Grünfläche ersetzt. Bei den Arbeiten werden
auch die einzelnen Baumscheiben zu einem durchgehenden Grünzug verbunden. Dies soll das Wachstum der Straßenbäume fördern und das urbane Grün sichern. Das entfernte Pflaster wird nach Angaben des Bezirksamtes für andere Projekte im Bezirk wiederverwendet. Die neue unversiegelte Fläche hat zwei wesentliche Funktionen. An heißen Tagen
trägt sie zur Kühlung der Umgebung bei. Laut Berechnungen des Bezirks entspricht die Kühlleistung an einem Sommertag der von etwa 50 Klimaanlagen. Bei Starkregen kann der Boden zudem große Mengen Wasser aufnehmen – bis zu 55.000 Liter, was dem Inhalt von circa 370 Badewannen entspricht. Dies entlastet die Kanalisation und hilft,
Überschwemmungen vorzubeugen. Die Sömmeringstraße liegt in der Nähe von Gebieten, die vom Bezirk als besonders hitzebelastet eingestuft werden. Die neue Grünfläche soll das Mikroklima vor Ort verbessern und extreme Temperaturen abmildern, was besonders für ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Anwohner von Bedeutung ist.
Gazette Charlottenburg | Dezember 2025 | 13
Ausstellung über Berliner Original Helga Goetze propagierte Sexualität und Selbstermächtigung Sie wollte gesehen werden und viele sahen sie. Manche schauten neugierig hin, andere peinlich berührt zu Boden, aber es wurde auch mit ihr diskutiert. Helga Goetze (1922 – 2008) stand mit ihrem Slogan „Ficken ist Frieden“ jahrelang an prominenter Stelle auf dem Kurfürstendamm. Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim zeigt eine Ausstellung über das Leben und Werk von Helga Goetze. Bekannt wurde Goetze als Künstlerin, Aktivistin und als eine prägende Figur im öffentlichen Raum West-Berlins. Die Ausstellung mit dem Titel „Weibliches Wesen, geistig vielseitig interessiert, sucht – Helga Goetze“ beleuchtet verschiedene Aspekte ihres Schaffens. Im Mittelpunkt stehen ihre textilen Arbeiten sowie ihr Aktivismus für sexuelle Selbstbestimmung. Die Schau soll dazu anregen,
Foto: Ilona Fehér, Berlin (West), 1995. FFBIZ – das feministische Archiv ihre künstlerische und politische Bedeutung aus heutiger Sicht zu betrachten. Der Titel der Ausstellung geht auf Kontaktanzeigen
zurück, die Goetze selbst aufgab. Die Ausstellung ist bis zum 15. März 2026 in der Villa Oppenheim, Schloßstraße 55 in Char lottenburg, zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Informationstexte sind auf Deutsch und Englisch verfasst.
Museum Europäischer Kulturen zeigt „Gesichter der Flucht“ Porträts und Schicksale von Geflüchteten aus der Ukraine und Russland Das Museum Europäischer Kulturen zeigt eine neue Sonderausstellung. Unter dem Titel „Flucht“ sind rund vierzig Fotografien von Frank Gaudlitz zu sehen, die Menschen porträtieren, deren Leben durch den Krieg in der Ukraine verändert wurde. Für das Projekt reiste der Fotograf in den vergangenen drei Jahren nach Moldau, Armenien und Georgien. Dort porträtierte er nicht nur Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, sondern auch jene, die Russland aufgrund des politischen Regimes verlassen haben. Interviews und Zitate ergänzen die Fotografien und dokumentieren die persönlichen Geschichten hinter der Flucht. Fluchtzahlen mit konkreten Biografien. Eine der eindrücklichsten Geschichten ist die von Tamara C. (48) aus Cherson. Im Herbst 2022 floh sie mit ihrem Sohn über die Krim und Russland in die Republik Moldau. Im Filtrationslager wurde sie verhört, ihre Telefonate überwacht, Verdächtige misshandelt. In Cherson herrschten Angst, Verhaftungen und Folter. Tagelang war sie mit ihrem Sohn im Freien
Natascha J., 36, mit ihren Kindern Aurica, 13, Timur, 10, Beata 7, Mark, 4, und ihrer Schwägerin Marina K., 24, mit deren Sohn Bogdan, 5, aus Winnyzja | Ukraine Unterkunft für Geflüchtete, Dondușeni | Moldau 10/2022 � Foto: Frank Gaudlitz unterwegs – ohne Unterkunft, in Kälte und Regen, bis Freiwillige halfen. Eine Rückkehr
in ukrainisch kontrolliertes Gebiet war nicht möglich: Beschuss, Minenfelder und Massengräber machten jeden Weg unmöglich. Auch in Russland, dem Land des Aggressors, entschieden sich Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Sie flohen nicht vor Bomben und Zerstörung, sondern vor einem zunehmend autoritären Regime. Manche waren bereits ins Visier des Geheimdienstes geraten, wurden bedroht oder verfolgt. Andere wollten ihre Kinder nicht in einem Staat aufwachsen sehen, der politische Freiheit unterdrückt und Krieg führt. In Tiflis oder Jerewan fanden sie Zuflucht – in Ländern, die selbst von der Geschichte der Sowjetunion geprägt sind. Die Ausstellung läuft bis zum 1. März 2026 im Museum Europäischer Kulturen an der Arnimallee 25. Geöffnet ist mittwochs bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Ein Begleitprogramm mit Gesprächen und Führungen vertieft die Themen der Ausstellung. Weitere Informationen unter www.smb. museum/?myPageID=783
14 | Gazette Charlottenburg | Dezember 2025
Dem Wind ausgeliefert Gordon-Bennett-Weitfahrt für Ballons startete 1908 in Schmargendorf Ein Verleger und die Begeisterung von Ballons trafen sich 1906, als der US-Amerikaner James Gordon Bennett, Herausgeber des New York Herald, einen Preis für einen internationalen Ballonwettbewerb auslobte. Der erste Wettbewerb startete in Paris. Die folgenden Wettbewerbe mussten im Land des jeweiligen Siegers ausgetragen werden. 1906 siegte der Amerikaner Frank Lahm. 1907 starteten die Ballon in St. Louis. Siegreich blieb der Deutsche Oscar Erbslöh. Folgerichtig startete der Wettbewerb 1908 in Deutschland. Für den Startplatz mussten zwei Bedingungen zusammenkommen: Viel Platz und genügend Gas, damit die Ballons schnell befüllt werden konnten. Beide Voraussetzungen erfüllte Schmargendorf. Der Ballonplatz lag direkt neben der Gasanstalt. Sie befand sich am Lochowdamm, heute Fritz-Wildung-Straße. Auf dem Gelände des Gaswerkes ist
heute das Schwimmbad Wilmersdorf. Laut Statuten durften aus jedem Land drei Ballons, besetzt mit zwei Ballonfahrern, starten.
Bunter Himmel über Schmargendorf Ein weiterer Pluspunkt von Schmargendorf ist die gute Er reichbarkeit mit der Ringbahn, so dass viele Berliner und Bewohner der umliegenden Orte an dem Ereignis teilhaben konnten. Als der Wettkampf mit einem Massenstart begann, waren die drei Tribünen für die Zuschauer bis auf den letzten Platz besetzt. Ballonfahrwettbewerbe waren beliebte Ereignisse und dementsprechend gut besucht. Laut Zeitungsberichten aus der damaligen Zeit war
Hotel Seehof Berlin am Lietzensee
Verehrte Gäste, reservieren Sie einen Tisch in unserem Restaurant „au Lac“ und lassen Sie sich kulinarisch verzaubern mit einem knusprig gebratenen Gänsebraten mit Rotkohl, Grünkohl, Bratapfel und Kartoffelklößen bis Weihnachten.
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„halb Berlin“ in Schmargendorf anzutreffen. Und auch diejenigen, die keine Karten ergattern konnten, standen in den Straßen mit Blick zum Himmel. Den besten Blick soll man damals vom Tempelhofer Feld auf die fliegenden Ballons gehabt haben. Am Nachmittag um drei Uhr starten die ersten Ballons, die schon prall gefüllt an den Leinen zerren. Die Startfolge entschied man per Los. Gestartet wurde mit erfahrener Hilfe. Das Luftschiffer-Bataillon löste die Seile mit sicherer Hand und gab die Ballons frei. Doch gleich nach dem Start ereignete
sich ein Unfall, glücklicherweise ohne Verletzungen der Ballonfahrer. Der amerikanische Ballon Conquerer platzte nur wenige Minuten nach dem Start und kam in Wilmersdorf herunter. Die Ballonhülle bremste die Fallgeschwindigkeit, so dass es bis auf den Ballon keine Verluste gab.
Nach 73 Stunden in Norwegen Beim Start waren die Ballonfahrer voller Hoffnung. Stünde der Wind günstig, könnten sie es bis nach Russland schaffen. Vorjahressieger Oscar Erbslöh war erst im September in 23 Stunden 1350 Kilometer weit bis nach Südrussland gekommen. Doch der Wind hat seine eigenen Gesetze, die er die Ballonfahrer spüren ließ. Als der erste Ballon auf der Höhe von Prag war, drehte der Wind. Die Ballons wurden zurückgetrieben. Am Ende der Fahrt landeten einige in der Nordsee, was zur Disqualifikation führte. Laut Reglement musste ein genauer Landepunkt bestimmt werden, was auf dem Wasser nicht möglich war. Andere landeten vor der Küste. Nur ein Ballon blieb verschwunden. Das befürchteten Teilnehmer und Veranstalter zumindest. Doch nach 73 Stunden meldete sich der Schweizer Oberst Th. Schaeck aus Norwegen. Mit seinem Ballon Helvetia legte er die weiteste Strecke zurück und gewann den Preis der Gordon-Bennett-Weitfahrt von 1908, die ihren Anfang in Schmargendorf hatte.
Gazette Charlottenburg | Dezember 2025 | 15
Krankenkasse-Zusatzbeitrag steigt? Wann sich ein Wechsel lohnt Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt im Jahr 2026 von 2,5 auf 2,9 Prozent. Nach dieser Festlegung des Bundesgesundheitsministeriums könnten im nächsten Jahr auf viele Versicherte erneut höhere Krankenkassenbeiträge zukommen. Mehrere Kassen haben bereits in diesem Jahr den Zusatzbeitrag erhöht. Für Versicherte bedeutet das monatliche Mehrkosten. „Bei einer Beitragserhöhung haben Betroffene aber ein Sonderkündigungsrecht“, sagt Sabine Wolter, Gesundheitsrechtsexpertin der Verbraucherzentrale NRW. „Sowohl beim Preis als auch bei den Leistungen gibt es Unterschiede zwischen den 94 gesetzlichen Krankenkassen – ein Wechsel kann also sinnvoll sein.“ Drei Tipps für Wechselwillige:
Wie funktioniert der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse? Sehr einfach, denn eine Kündigung ist nicht mehr notwendig. Es reicht, eine neue Krankenkasse zu wählen. Diese übernimmt die
kündigen. Wer die Frist für das Sonderkündigungsrecht verpasst, aber mindestens zwölf Monate bei der alten Kasse versichert war, kann das normale Kündigungsrecht mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende in Anspruch nehmen.
Wechsel der Gesetzlichen Krankenkasse Art des Wechsels
Grund / Voraussetzung
Frist zur Kündigung
Besonderheiten
Sonderkündigungsrecht
Die Krankenkasse erhöht den Zusatzbeitrag.
Bis zum Ende des Monats, in dem die Erhöhung in Kraft tritt (z. B. bei Erhöhung zum 1. Jan. bis 31. Jan.).
Die Mitgliedschaft bei der neuen Kasse beginnt erst nach Ablauf einer Kündigungsfrist von zwei vollen Monaten.
Normales Kündigungsrecht
Man möchte ohne besonderen Anlass wechseln.
Jederzeit möglich, mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende.
Voraussetzung ist eine Mindestversicherungsdauer (Bindungsfrist) von 12 Monaten bei der alten Kasse.
Warum ist der Zusatzbeitrag wichtig?
Der allgemeine Beitrag in der gesetzlichen Die MindestbindungsWechsel bei Man tritt eine neue Keine explizite Frist, der Krankenversicherung (GKV) liegt bei 14,6 ProArbeitgeberwechsel Arbeitsstelle an. Wechsel erfolgt im Zuge frist von 12 Monaten des neuen Arbeitsvermuss nicht eingehalten zent des Bruttoeinkommens. Hinzu kommt hältnisses. werden. ein Zusatzbeitrag, den die Krankenkassen individuell festlegen können. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt derzeit bei 2,5 Pro- Wechselformalitäten mit der bisherigen Kran- In bestimmten Fällen, wie zum Beispiel bei zent, ab dem 1. Januar 2026 bei 2,9 Prozent. kenkasse. Wer sein Sonderkündigungsrecht einem Arbeitgeberwechsel, muss auch die Dabei handelt es sich um einen Richtwert. ausüben möchte, kann bis zum Ende des Mindestbindungsfrist von zwölf Monaten Jede Krankenkasse kann selbst entscheiden, Monats kündigen, in dem der Zusatzbeitrag nicht eingehalten werden. ob sie diesen Wert wählt oder einen höhe- erhöht wird. Erhöht die Krankenkasse ihren Was ist vor einem Wechsel zu bedenken? ren oder niedrigeren Zusatzbeitrag, je nach Zusatzbeitrag beispielsweise ab dem 1. JanuFinanzlage. Zahlreiche Krankenversiche- ar 2026, gilt das Sonderkündigungsrecht bis Die Höhe des Zusatzbeitrages spielt zwar rungen haben diesen Richtwert allerdings zum Ende des Monats, also bis zum 31. Janu- eine wichtige Rolle bei der Wahl der Krankenbereits überschritten und liegen schon bei ar 2026. Allerdings endet die Mitgliedschaft kasse, ist jedoch nicht das einzige Kriterium. über drei Prozent. Zwar teilen sich Versicherte bei der alten Krankenkasse nicht bereits Ende Zwar sind die Leistungen der 94 gesetzlichen und Arbeitgeber den Krankenkassenbeitrag Januar. Mitglied bei der neuen Krankenkas- Krankenkassen zu über 90 Prozent identisch. inklusive Zusatzbeitrag zu gleichen Teilen, se ist man erst ab dem 1. April 2026, da die Unterschiede gibt es aber bei den freiwilligen aber manche Krankenkassen erhöhen ihren Kündigungsfrist zwei volle Monate zum Mo- Zusatzleistungen. Manche Zuschüsse können Beitrag stärker als andere. Je nach Bruttoein- natsende beträgt. Bis dahin muss auch der trotz Beitragserhöhung lohnenswert sein, kommen kann das eine dreistellige Summe höhere Zusatzbeitrag an die alte Krankenkas- etwa für Zahnreinigung, Reiseimpfungen, pro Jahr ausmachen. Und freiwillig versicher- se gezahlt werden. Eine Ausnahme gilt für künstliche Befruchtung, Osteopathie, Hauste Selbstständige zahlen den gesamten Bei- Versicherte, die einen speziellen Wahltarif haltshilfen oder häusliche Krankenpflege. trag alleine. Der Wechsel zu einer günstigeren zur Absicherung ihres Krankengeldes ab- Auch die Erreichbarkeit sollte man prüfen, Krankenkasse ist die einzige Möglichkeit, die- geschlossen haben. Sie können frühestens also wie gut der Service ist, und ob bei Benach Ablauf der dreijährigen Bindungsfrist darf eine örtliche Niederlassung verfügbar ist. se Kosten zu senken. Impressum
Gazette Charlottenburg · Dezember Nr. 12/2025 · 43. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.
Online-Ausgaben www.gazette-berlin.de Verlag
Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4 · 14478 Potsdam ☎ 0331 / 379 734 50
Redaktion
Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 379 734 52 redaktion@gazette-berlin.de
Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 630 26 88
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Karin Keiser · ☎ 030 / 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de
Nächste Ausgabe Januar Nr. 1/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss 12.12.2025 Erscheinung 08.01.2026
16 | Gazette Gazette Charlottenburg Charlottenburg | DEZEMBEr & Wilmersdorf 12 2025
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Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Teuer fossil heizen oder wie geht Wärmewende im Bezirk? Monatlich erscheint in der Gazette Charlottenburg und Wilmersdorf ein Thema, zu dem die in der BVV vertretenen Fraktionen Stellung nehmen. Das Thema wird „reihum“ von einer der Fraktionen bestimmt. In dieser Ausgabe hat die B‘90/Grünen-Fraktion das Thema vorgeschlagen.
CDU-Fraktion Der Umstieg auf erneuerbare Energien auch im Bereich der Wärmegewinnung ist ein entscheidender Baustein im gesamtgesellschaftlichen Bestreben, uns von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen, allein schon da 50 Prozent der in Deutschland aufgewandten Energie zum Wärmen oder Kühlen verwendet wird. Dieser Prozess wird von uns als CDU-Fraktion auch in unserem Charlottenburg-Wilmersdorf bei den Liegenschaften des Bezirkes vorangetrieben. Einer der hierbei verfolgten Ansätze ist die Ausschöpfung der geothermischen Potentiale, die sich aus den Untersuchungen zum Umweltatlas des Landes Berlin ergeben. Gerade die Geothermie, also die Gewinnung von Wärmeenergie aus der Erde mithilfe von Wärmepumpen, ist im Gegensatz zu manch anderen CO2-neutralen Alternativen in entscheidender Weise auch versorgungssicher und kosteneffizient. Nach den nötigen Untersuchungen vor Ort konnte z. B. die ErnstAdolf-Eschke-Schule in der Waldschulallee als geeignete Kandidatin für eine Umrüstung auf Geothermie identifiziert werden, die Planungen stehen vor dem Abschluss, sodass bald mit der Umsetzung begonnen werden kann. Maurice Wothe
B‘90/Grünen-Fraktion Unser Bezirk hat vor fünf Jahren den Klimanotstand anerkannt, ein halbes Jahr bevor das nationale Klimaschutzgesetz verabschiedet wurde. Das war der Start zur Reduktion der Treibhausgase. Gut 30 Prozent der klimaschädlichen Gase entstehen beim Heizen mit Kohle, Gas und Öl. Diese Brennstoffe müssen für den Klimaschutz, aber auch weil ihr Preis stark steigt, ersetzt werden. Der Bezirk hat sich
Das Rathaus Charlottenburg auf www.energymap-berlin.de
nächst das Fernwärmenetz auszubauen. In einem zweiten Schritt werden dann die Fernwärmekraftwerke von Gas auf erneuerbare Energieträger umgestellt. Diese können verschiedene Formen annehmen: Wasserstoff, Geothermie, Biomasse oder eine große Wärmepumpe. So wird z. B. das Heizkraftwerk Charlottenburg am Spreebord gerade mit einer neuen Turbine ausgestattet, die – wenn es so weit ist – auch mit Wasserstoff betrieben werden kann. Nico Kaufmann & Claudia Spielberg
Linksfraktion auf den Weg gemacht. Wärmeverbrauch und Einsparpotenziale aller Gebäude wur- „Teuer fossil heizen oder wie geht Wärmewende im Bezirk?“ den mit Unterstützung der Universität der Energiekosten sind für viele eine massive Künste und anderen in einer EnergyMap finanzielle Belastung und treffen vor allem Berlin erfasst. Diese Daten erleichtern Mieter:innen in schlecht gedämmten GeHauseigentümer*innen die Umstellung auf klimafreundliche Wärmeversorgung. bäuden. Der Gebäude- und Wärmebereich verursacht rund 40 Prozent der Berliner Bei quartiersbezogenen Energiekonzepten CO2-Emissionen und befeuert die Klimalassen sich damit Großabnehmer sowie krise. Eine Wärmewende ist dringend nötig, Abwärmequellen besser einbeziehen. Mit auch bei uns im Bezirk – bezahlbar für alle! ihnen steigt die Wirtschaftlichkeit von Energetische Sanierungen dürfen nicht Versorgungslösungen. Die Entscheidung als Modernisierungsmaßnahmen auf die zwischen Wärmepumpe, Nahwärmenetz oder Fernwärme kann so besser getrof- Miete umgelegt werden. Sanierungs- und Energieberater*innen sollen alle Besitfen werden. Der Bezirk beteiligt sich aktiv an der Wärmewende, z. B. als Mitglied der zer:innen sanierungsbedürftiger Wohngebäude beraten und Quartierslösungen erNahwärmegenossenschaft Eichkamp, die arbeiten. Die Förderung der Zusatzkosten ein Wärmenetz mit klimaneutraler Energie muss nach Einkommen gestaffelt werden, errichtet. Sibylle Centgraf damit nicht nur wohlhabende Hausbesitzer:innen den Umbau bezahlen können. Berlin SPD-Fraktion Die Wärmeversorgung muss auf Basis erneuerbarer Energien ausgebaut, beDie Wärmewende – der Übergang von fossiler- zu erneuerbarer Energie – ist stehende Fernwärmenetze erweitert und durch Nahwärmenetze ergänzt werden. eine große Herausforderung. Gleichzeitig liegt darin die Chance, die Heizkosten für Zur Finanzierung fordern wir eine Vermöhunderttausende Mieterinnen und Mie- genssteuer und eine dauerhafte fossile Übergewinnsteuer für große Energiekonter dauerhaft zu senken. Wie geht man es zerne. Nur so gelingt die Wärmewende, die am besten an? Weil die Fernwärme noch mit relativ teurem Gas betrieben wird, sowohl das Klima schützt als auch soziale Sicherheit schafft. scheint es momentan günstiger, einfach Frederike-Sophie Gronde-Brunner Wärmepumpen in jedem Gebäude zu installieren. Das ist jedoch zu kurz gedacht. FDP-Fraktion Würde jedes Gebäude eine Wärmepumpe Für die FDP Charlottenburg-Wilmersdorf installieren, ginge das Stromnetz schnell ist klar: Die Wärmewende gelingt nicht in die Knie und die Strompreise würden explodieren. Die Wärmewende muss mit durch Verbote, sondern durch Vertrauen Blick auf ganz Berlin gedacht werden. in Innovation und Eigenverantwortung. Deshalb ist es langfristig sinnvoller, zu- Die kommunale Wärmeplanung muss Ori 1.200 ohne Bild 1.100 mit Bild Vorwort -CDU Grüne SPD Linke FDP AfD BVV-Sitzung im Rathaus Charlottenburg. Foto: von Kentzinsky / BACW
entierung geben – keine Bevormundung. Gerade in einem vielfältigen Bezirk mit Altbauten, Eigentümergemeinschaften und Mietshäusern braucht es flexible Lösungen statt Einheitsvorgaben. Eigentum und individuelle Entscheidungen verdienen Respekt: Wer modernisiert, soll dies nach Wirtschaftlichkeit und technischer Eignung tun können. Die FDP setzt auf technologieoffene Ansätze – von Wärmepumpen über moderne Gasheizungen mit grünem Wasserstoff oder Abwasserwärme bis zu dezentraler Fernwärme oder Nahwärmeprojekten. Der Bezirk sollte Förderprogramme aktiv begleiten, bürokratische Hürden abbauen und private Investitionen erleichtern. So wird Klimaschutz in Charlottenburg-Wilmersdorf zur Chance, nicht zur Belastung – durch eine Wärmewende in Freiheit und mit Innovation und Augenmaß. Stefanie Beckers Alternative für
Deutschland
AfD-Fraktion
Hey, Grüne! Lasst uns Bürger endlich mit Eurem Wendeunsinn in Ruhe! Charlottenburg-Wilmersdorf heizt fossil – und das ist gut so, weil zuverlässig und erprobt. Das Grüne Klimarettungsfreicorps will es aber anders: Wärmepumpen, Fernwärme und Dämmung sollen alles ersetzen. Ein Albtraum aus Zwang und Abzocke. Auch hier zeigt sich: Grüner Ideologie-Giftmüll reicht von bizarr bis allgemeingefährlich. Wärmepumpe? 30.000 Euro plus, dazu explodierende Stromkosten. In Altbauten mit hohen Decken und Parkett? Ein Witz! Hier wird das Ganze unbezahlbar. Fernwärme? Es fehlen Leitungsnetze, der Anschluss kostet Tausende Euro, es hagelt Mieterhöhungen. Hinzu kommt, dass mit der Dämmung überall Fassaden verunstaltet werden. So verschandelt auch noch der Klimawahn das Stadtbild. Moderne Gasbrenner sind sauber, flexibel, bezahlbar. Grüne Alternativen ruinieren den Normalverdiener, lassen Rentner frieren und Firmen pleitegehen. Das ist keine Wende, das ist Grüner Wahnsinn! Als AfD-Fraktion sagen wir: Statt Bürger zu schröpfen, lieber fossile Systeme modernisieren und Wahlfreiheit lassen. Michael Seyfert