Gazette Charlottenburg - Juni 2022

Gazette für Charlottenburg und Westend

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Juni 2022

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Neubau an der Quedlinburger Straße WBM legt Grundstein für 146 Wohnungen und Kita in Charlottenburg Gemeinsam mit Christian Gaebler, Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, und Fabian Schmitz-Grethlein, Stadtentwicklungsstadtrat des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, hat die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) Anfang Mai den Grundstein für 146 neubauwohnungen und eine Kindertagestätte in der Quedlinburger Straße 45 gelegt. Die WBM baut auf dem ehemaligen Gewerbegrundstück Wohnraum für Geflüchtete mit integrierter sozialer infrastruktur. neben neuen Wohnungen entstehen eine Kita mit ca. 60 Plätzen sowie ein Kieztreff als Ort des gemeinsamen Austausches und der Begegnung für alle Anwohner. Christian Gaebler, Staatssekretär für Bauen und Wohnen: „Wer aus Kriegs- und Krisengebieten nach Berlin flüchtet, braucht unsere

Präparieren den Grundstein für das Bauprojekt an der Quedlinburger Straße 45: (v.l.) LAF-Präsident Alexander Straßmeir, Staatssekretär Christian Gaebler, WBM-Geschäftsführerin Christina Geib und Charlottenburg-Wilmersdorfs Stadtentwicklungsstadtrat Fabian Schmitz-Grethlein. Foto: Brühl / BACW unterstützung. und dazu gehört die Versorgung mit geeignetem Wohnraum. Die WBM stellt sich als Städtische Wohnungsbaugesellschaft mit dem Wohnprojekt hier in der Quedlinburger Straße ihrer sozialen Verantwortung, auch durch den neubau einer Kita und der möglichen späteren nutzung des Gebäudes für Studentisches Wohnen.“

Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten: „ich freue mich, dass wir dank unserer Partnerin WBM schon bald Geflüchteten moderne neubauwohnungen in einem Haus mit Kieztreff und Kita in Charlottenburg bereitstellen können. Hier werden vor allem Familien einziehen, die derzeit in unterkünften mit Gemeinschafts küchen und -bädern leben, weil sie keine Wohnung finden. Hier bekommen sie endlich eigenen Wohnraum, und damit eine elementare Voraussetzung für eine erfolgreiche integration.“ Die WBM als städtisches unternehmen erhielt das Grundstück vom Land Berlin mit der Maßgabe, dort Wohnraum für Geflüchtete mit integrierter sozialer infrastruktur zu schaffen. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) fungiert als Hauptmieter. Die Wohnungen wurden so konzipiert, dass die Flächen in der nachnutzung ohne größeren Aufwand als reguläre Mietwohnungen vermietet werden können. Die KiTa und der Kieztreff sollen auch in der nachnutzung erhalten bleiben, während die Gemeinschaftsflächen im Erdgeschoss zu Abstellräumen und eventuell weiteren Gewerbeflächen umgenutzt werden.

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Gazette Wilmersdorf | Juni2022  |  3 2022 | 3 Gazette Charlottenburg  |  Juni

Liebe Bürger:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf, es sind keine guten Zeiten, aber wir gehen wurden getötet. Am 17. Juni 1953 durfte sich damit vernünftig und an den Aufgaben ori- die Hoffnung auf Veränderung nur für wenige entiert um. Die Schlangen geflüchteter Men- Stunden entfalten. Wir wollen und dürfen desschen vor unserem Rathaus gehören halb die Opfer dieses Volksaufstands der Vergangenheit an; gemeinsam nicht vergessen, deren Vermächtnis mit Verbänden, initiativen und einer sich 1989 mit dem Fall der Berliner engagierten Stadtgesellschaft leistet Mauer erfüllt hat. Die Selbstverteidiunsere Verwaltung herausragende gung der ukraine gegen die Angriffe des russischen Regimes ist ebenfalls Arbeit in der Versorgung und unterbringung der Menschen aus der ein Beispiel für den Willen eines Volukraine. kes, frei und selbstbestimmt leben zu ich hoffe mit ihnen, dass sich die Kirstin Bauch wollen. Daran möchte ich gemeinsam mit Vertretern der BezirksverordKräfte der Vernunft zusammenfinden und der barbarische Angriffskrieg des netenversammlung am 17. Juni, um 10 uhr Putin-Regimes und seiner wenigen Verbün- auf dem Steinplatz erinnern. deten beendet wird.

Besuch bei engagierten Menschen Gerade jetzt in dieser neuen Krise wird wieder deutlich, wie sehr wir in dieser Stadt und auch in unserem Bezirk auf das Engagement und die unterstützung freiwilliger und ehrenamtlicher Helfer angewiesen sind. Exemplarisch besuche ich im Juni deshalb drei Einrichtungen, in denen sich so viele Menschen solidarisch und hilfsbereit begegnen: die ulme 35 in Westend sowie das Pangea-Haus und das „Haus der nachbarschafft“ in Wilmersdorf. ich möchte möglichst viele Menschen kennenlernen, die die bezirklichen Vernetzungs- und Hilfeprojekte ermöglichen und zu einem guten Teil tragen, und ihnen als Bezirksbürgermeisterin meine Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

17. Juni Der 17. Juni ist ein Gedenktag, der tief in der Geschichte unserer Stadt verwurzelt ist. Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR ist aktueller denn je. Er ist ein Symbol dafür, dass sich Menschen in ihrer Sehnsucht nach Freiheit nicht eingrenzen lassen. Die Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten, die damals mit politischen und wirtschaftlichen Forderungen verbunden waren, wurden von der Sowjetarmee gewaltsam niedergeschlagen. 34 Demonstranten und Zuschauer sowie fünf Angehörige von Sicherheitsorganen

produzierendem Gewerbe und industrie fördern. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit unternehmensservice von Berliner Partner und der Wirtschaftsförderung von Charlottenburg-Wilmersdorf durchgeführt.

Gedenken zum 100. Jahrestag der Ermordung von Walther Rathenau

Digitalisierung und Einzelhandel

Es ist mir ein besonderes Anliegen, den Einzelhandel in unserem Bezirk zu stärken und fit für die Zukunft machen. Berlin Partner hat in diesem Frühjahr in Kooperation mit der Digitalagentur sowie mit unserer bezirklichen Wirtschaftsförderung mehrmals kleine Workshops zum Thema Digitalisierung des stationären Einzelhandels angeboten. Diese kostenfreien Gedenkstein an der Koenigsallee. Workshops haben niederschwellig und entspannt bei einem kleinen Frühstück über di- Fünf Schüsse in Hals, Rücken und Kiefer. Vor verse Digitalangebote informiert. Dabei wur- 100 Jahren, am 24. Juni 1922, hatte der indusden digitale Marktplätze in Berlin vorgestellt, trielle, Schriftsteller und liberale Außenminisaber auch informationen über Suchmaschi- ter Walther Rathenau keine Chance, als seine nen und bessere Platzierungen und Beispiele Mörder sein Auto in Grunewald überholten für digitale Lösungen für unternehmen wie und auf ihn schossen. Als deutscher Jude Kassensysteme oder Warenwirtschaftssyste- geriet Rathenau früh ins Visier der nationalme vorgestellt und diskutiert. Wir planen eine sozialisten und wurde eines ihrer FeindbilFortsetzung dieser Veranstaltungen. interes- der. Das Attentat gilt bis heute als einer der siert? Für weitere informationen, wenden Sie prominentesten Fälle politischer Gewalt in sich bitte an: einzelhandel@berlin-partner.de der Geschichte der Weimarer Republik. Am 24. Juni werden wir an vielen Orten in Berlin Unternehmenstalk seiner gedenken. im Rahmen einer Gedenkin diesen Zusammenhang gehört auch die feier werde ich um 11 uhr am Gedenkstein an Plattform unternehmenstalk, zu der ich der Koenigsallee im namen des Bezirksamts als neue Bezirksbürgermeisterin erstmals und der BVV einen Kranz niederlegen. einlade. Hier sollen sich unternehmen in Es grüßt Sie herzlich zwangloser Atmosphäre miteinander verihre netzen und etwaige Kooperationen auslo-   ten können. Zudem wollen wir damit einen   branchenübergreifenden Austausch von   technologieorientierten Branchen wie z. B. Kirstin Bauch

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100 Jahre U-Bahnhof Neu-Westend Öffentliches Verkehrsmittel führte zum Erfolg der Neu-Westend AG Als die Planungen im Jahr 1908 begannen, schien der Bau eines U-Bahnhofes in Neu-Westend unökonomisch zu sein. Kaum Häuser: wer sollte den Bahnhof, der im Zuge der Verlängerung der U-Bahnlinie bis zum Deutschen Stadion – später Olympiastadion – denn nutzen? Doch da die Umgebung des künftigen Bahnhofs bereits parzelliert war und der Bahnanschluss verkaufsfördernd wirken würde, schloss die Neu �

Westend AG einen Vertrag, der den Bau eines Bahnhofs festlegte. Die Gründer der Neu-Westend AG – darunter Max Steinthal, Mitglied im Aufsichtsrat der Hochbahngesellschaft – finanzierte gemeinsam mit der Stadt Charlottenburg die zunächst unrentable Strecke zwischen dem heutigen TheodorHeuss-Platz (damals Reichskanzlerplatz) und dem Stadion. Diese verzögerte sich jedoch und erst Foto: Haraszthy / BACW am 20.  Mai 1922 konnten die

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Gazette Charlottenburg  |  Juni 2022  |  5 ersten Fahrgäste am Bahnhof neu-Westend ein- und aussteigen. nachdem die Erreichbarkeit so gesichert war, begann in neuWestend eine rege Bautätigkeit. Das Engagement der Gründer wurde so belohnt. Der Bahnhof mit seinem Mittelbahnsteig war eher schlicht gehalten. Die Wände waren grün gestrichen. Sehenswert war und ist der Zugang auf der östlichen Seite. Das Portal aus Muschelkalk mit Laternen war ein frühes Recycling-Produkt, denn es war eigentlich für den Schöneberger u-Bahnhof nollendorfplatz gebaut worden, wurde dort jedoch nicht mehr benötigt. Ein weiterer – allerdings einfacher gebauter Zugang – folgte während der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele, die 1936 in Berlin stattfanden. Den Zweiten Weltkrieg überstand der Bahnhof ohne größere Schäden. Sein heutiges Aussehen mit den grünen Keramikpaneelen und den neuen Stationsschildern bekam er während einer Grundsanierung in den Jahren 1986/1987. Auf den Aufbau eines Aufzugs, der eigentlich 2021 schon fertig sein

sollte, wird immer noch gewartet. Aufgrund von Planungsanpassungen dauert es voraussichtlich bis zum Jahr 2023, bis auch der u-Bahnhof neu-Westend barrierefrei sein wird.

U2 seit Mai wieder geöffnet im März dieses Jahres standen Fahrgäste vor verschlossenen

Toren – der u-Bahnhof neuWestend war geschlossen. Wer zwischen Theodor-Heuss-Platz und Ruhleben unterwegs war, musste in die Ersatzbusse steigen. Grund waren Erneuerungsarbeiten, betroffen waren acht Weichen und zwei Kreuzungen vor der Wagenhalle der Betriebswerkstatt am u-Bahnhof Olym piastadion. Die Arbeiten waren notwendig, damit die Züge der Kleinprofillinien u1 bis u4 nach einem Werkstattaufenthalt schnell wieder in den Einsatz gehen können. Doch rechtzeitig vor dem DFB-Pokalfinale und dem Ansturm der Fußballbegeisterten konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.

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Erfolg beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ Herausragende Ergebnisse von Teilnehmenden der Musikschule City West Insgesamt nahmen 57 Schülerinnen und Schüler der Musikschule in den Kategorien Streichinstrumente Solo, Akkordeon Solo, Klavier und ein Holzblasinstrument, Klavier und ein Blechblasinstrument, Vokal-Ensemble, Zupf-Ensemble und Klavier-Kammermusik am Regionalwettbewerb teil. Auf Regionalebene wurden 49 erste Preise, fünf zweite Preise und drei dritte Preise vergeben. 30 Schülerinnen und Schüler der Musikschule City West erreichten den Landeswettbewerb und wurden dort mit 18 ersten Preisen, sieben zweiten Preisen und zwei dritten Preisen sowie zahlreichen Sonderpreisen bewertet. Die Geschäftsstelle der Musikschule City West ist im Rathaus Das Team der Musikschule freut Schmargendorf untergebracht. sich außerordentlich, dass insBeim 59. Wettbewerb „Jugend City West erneut herausragende gesamt 15  Schülerinnen und musiziert“ erzielten Schülerin- Ergebnisse auf Regional- und Schüler zum Bundeswettbewerb nen und Schüler der Musikschule Landesebene. „Jugend musiziert“ weitergeleitet

wurden. Der Bundeswettbewerb findet vom 2. Juni bis 9. Juni 2022 in Oldenburg statt. Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz: „Ich gratuliere den Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften unser Musikschule ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg. Diese herausragenden Ergebnisse sowohl auf Regional- als auch auf Landesebene, zeugen von der guten Arbeit, die von unseren Musikschullehrkräften geleistet wird. Ich wünsche denjenigen jungen Musikerinnen und Musikern, die zum Bundeswettbewerb weitergeleitet wurden, viel Erfolg!“ Weitere Informationen zu den Ergebnissen bei „Jugend musiziert“ finden Sie auf der Homepage der Musikschule City West unter www.ms-cw.de

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Wer bekommt die Bürgermedaille? Kandidatinnen und Kandidaten gesucht Seit 1988 verleiht der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die Bürgermedaille als seine höchste Auszeichnung. Alle Bürgerinnen und Bürger können Personen, die sich in herausragender Weise um Charlottenburg-Wilmersdorf verdient gemacht haben, für diese Auszeichnung vorschlagen. Eine Jury aus Mitgliedern der Bezirksverordneten-Versammlung und dem Bezirksamt wird über die Vorschläge entscheiden. Die Bürgermedaillen werden seit 2001 traditionell am Bezirkstag, dem 19. Oktober, verliehen. Die Bürgermedaille wird als Anerkennung und Würdigung besonderer Verdienste um den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

von Berlin an Einzelpersonen verliehen. Die versilberte Medaille mit etwa 5 Zentimeter Durchmesser zeigt auf einer Seite das Bezirkswappen, auf der anderen Seite den Text „Für besondere Verdienste um den Bezirk Charlottenburg-Wilmerdorf von Berlin”. Begründete Vorschläge können bis Freitag, 1. Juli, schriftlich an das Büro der Bezirksbürgermeisterin, z.Hd. Frau Anke Pätzold, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, eingereicht werden. nähere infor mationen, darunter auch die Liste der bisher Geehrten, sind im internet zu finden: www.berlin. de/ba-charlottenburgwilmersdor f/ ueber- den-bezirk/ auszeichnungen/ ehrungen/

Bürgermedaille des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf Foto: BACW/Brühl

Samstags Verkehrssicherheit trainieren Zusätzliche Öffnungszeiten in den Jugendverkehrsschulen Jetzt kann auch samstags in den Jugendverkehrsschulen geübt werden. Dank der tatkräftigen unterstützung durch die Mitglieder des Ehrenamtsdienstes können zusätzliche Öffnungszeiten angeboten werden. in Begleitung Erwachsener können Kinder an nachstehenden Samstagen jeweils zwischen 10 und 13 uhr eigenständig frei Fahren.

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Langer Tag der StadtNatur Am 11. und 12. Juni Berlins natürliche Seite entdecken Von A wie „Abendwanderung mit Fledermäusen“ über Kanutouren, Moor-Exkursionen, Wildbienenführungen bis Z wie „Zauneidechsen-Pirsch“ bietet der Lange Tag der Stadtnatur ein vielseitiges Programm. Mit Aktionen und Führungen für die ganze Familie wartet der natur-Park Südgelände auf. Am Fotos: Stiftung Naturschutz Berlin Jagdschloss Glienicke lockt ein Entdeckungsreise mit dem Kanu. großes Sonderprogramm. Erkunden Sie verwunschene Stadtbra- (PABB) in der Taut-Turnhalle am Am Samstag wird das Parkgewäschen und kosten schmackhafte Jagdschloss eine Ausstellung. ser genau erforscht, außerdem Kräuter, entdecken Sie Leben auf Pilze wachsen eigentlich immer – gibt es Einblicke in das Leben der Friedhöfen oder lassen Sie ein- auch jetzt im Frühsommer. in der Käfer. Am Sonntag geht es von 13 fach die Seele beim Waldbaden Ausstellung werden typische Pilz- bis 14.30 uhr zu den Spinnen am baumeln. Kommen Sie mit auf Ex- arten gezeigt, die aktuell an der Jagdschloss Glienicke. Erstaunlich pedition und lassen Sie sich ver- Glienicker Lake vorkommen. Für viele Arten mit typischen Zeichzaubern von Berlins Stadtnatur! die Ausstellung ist keine Anmel- nungen und Formen sind dort zu dung erforderlich. finden. Auch Wissen rund um die Pilze, Insekten und mehr Platanen, eine Gärtnerführung im Führungen am Jagdschloss Glienicke Schlosspark und weitere interesEin Schwerpunkt im Südwesten Für alle Führungen durch die sante Führungen stehen auf dem liegt in diesem Jahr auf dem Ausstellung ist eine Anmeldung Programm. Für alle Führungen Jagdschloss Glienicke und seiner erforderlich. Führungen sind am sind Anmeldungen erforderlich. umgebung. Hier kann man vie- Samstag um 14.30 und am Sonn200 Veranstaltungen les rund um Pilze erfahren. Am tag um 12.30  uhr. Weitere pilzim Südwesten Samstag, den 11. Juni von 13 bis kundliche Führungen finden am 18 uhr und Sonntag, den12. Juni Samstag von 14 bis 17 uhr und Allein im Südwesten Berlins lasvon 10.30 bis 17  uhr zeigt die Sonntag von 10.30 bis 12.30 so- sen sich 200  Veranstaltungen Pilzkundliche Arbeitsgemein- wie von 14 bis 16 uhr in der um- im Programm entdecken. Darschaft Berlin-Brandenburg e. V. gebung des Jagdschlosses statt. unter Praktisches wie der Bau

der eigenen Komposttoilette im Sonnenhaus in Zehlendorf und Sportliches wie eine Kanu-Schnuppertour am Kleinen Wannsee. Aber auch urbanes Ackern in Schöneberg, informationen über bienenfreundliche, heimische Wildpflanzen auf dem Balkon, Resilienz für Frauen in der natur, Fledermäuse im Ruhwaldpark sowie Wildkräuterführung im Schlosspark Charlottenburg sind Teile des großen Angebots.

Der lange Tag der Stadtnatur findet am 11. und 12.  Juni statt. Das komplette Programm und Möglichkeiten zur Anmeldung finden Sie unter www. langertagderstadtnatur.de

„Rettet unsere Bäume“ Aktion hilft bei der Bewässerung der Stadtbäume Dank der Aktion „Rettet unsere Bäume“ können Berlinerinnen und Berliner ein kostenfreies Gießpaket, bestehend aus einem Gießsack und einer Gießkanne erhalten, um hitzegeplagte Bäume vor der eigenen Haustür vor Schäden zu bewahren. Das Bezirksamt begrüßt diese Aktion. Durch die zunehmend heißen und trockenen Sommer geraten die Berliner Straßenbäume in Wassernot und sind auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. „Rettet unsere Bäume“, eine Aktion von Grüne Liga Berlin e. V. und Spreequell, ruft daher zur tatkräftigen unterstützung auf und verteilt Gießzubehör an interessierte.

Durch die Trockenheit der letzten Jahre sind die Straßenbäume dringend auf Bewässerung angewiesen. Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger: „Es freut mich, dass auch in diesem Jahr die Aktion wieder durchgeführt wird. Mit den Gieß paketen bekommen Bürger:innen eine praktische unterstützung ihres Engagements. Eine Bewässerung mit einer größeren

Menge Wasser ist besonders für jüngere und mittelalte Bäume hilfreich. Bitte beachten Sie auch die Gießhinweise der Kampagnenwebseite.“ Auf der Aktionswebseite www. grueneliga-berlin.de/themenprojekte2/stadtbegruenung/ rettetunserebaeume wird erklärt, wie man ein Gießpaket erhalten kann und Stadtbäume sinnvoll bewässert werden. um die Bedürftigkeit eines Baumes zu ermitteln und um zu erfahren, ob der ausgesuchte Baum schon gepflegt wird, arbeitet die Aktion mit www.giessdenkiez.de von CityLab Berlin zusammen. Auf dieser Plattform können Bäume markiert werden, nachdem sie gegossen wurden.

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Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Klimafreundliche Wärmeversorgung im Bestand – was kann der Bezirk tun? Die Wärme- und Energieversorgung steht zurzeit besonders im Focus. Klimaneutral und dezentral soll sie sein, Abhängigkeiten von ausländischen Lieferanten vermieden werden. Wie die Fraktionen der BVV zur Zukunft von Heizung und Strom stehen, lesen Sie in den folgenden Beiträgen:

B‘90/Grünen-Fraktion Dezentrale Nahwärmeversorgung macht krisenunabhängig, ist leicht steuerbar und kann nachhaltig bewirtschaftet werden. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine macht offensichtlich, was klimapolitisch schon lange geboten ist: fossile durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Deshalb unterstützt das Bezirksamt die Siedlervereine Eichkamp und Heerstraße bei der Umstellung der Wärmeversorgung in den Eigenheimen. Nicht nur hier ist das Potenzial riesig! Mit einer guten Wärmedämmung können durch Wärmetauscher Niedertemperatur-Heizungen in einem Nahwärmenetz betrieben werden, die preisgünstig ca. 1000 Tonnen CO2 einsparen. Seit drei Jahren planen die Anwohner*innen eine Bürgergenossenschaft, beraten von einer Sanierungsmanagerin. Mit ca. 100 Nahwärme-Interessenten beginnt die konkrete Phase. Der Bezirk sollte sich mit den Schulen als Ankerkunde beteiligen. Damit schützt er wirtschaftlich das Klima und spart 200 Tonnen CO2 ein. Ein Projekt zum Nachahmen. Mehr zu Wärmepumpen? www. gruenlink.de/2jj0 Sibylle Centgraf Berlin

SPD-Fraktion

Klimanotstand, Abhängigkeit von russischem Gas, explodierende Energiepreise. Die aktuellen Krisen verdeutlichen uns: eine kostengünstige, klimaneutrale und unabhängige Wärmeversorgung ist nur möglich, wenn diese lokal aus erneuerbaren Energien gespeist wird. Den kompletten Umbau unserer Wärmeversorgungssysteme kann ein Bezirk natürlich nicht alleine stemmen. Was der Bezirk jedoch machen kann, ist mit gutem Beispiel vor Foto: Julian Hochgesang / unsplash.com angehen und anhand von Pilotprojekten und der bestmöglichen Unterstützung von Privatinitiativen Perspektiven aufzeigen, was möglich ist. In Zusammenarbeit mit der TU baut die Bezirksgärtnerei einen Eisspeicher, mit dem sie sich und die angrenzende Försterei bald klimaneutral und unabhängig mit Wärme versorgt – davon brauchen wir mehr. Nach Vorbild der Siedlung Eichkamp muss der Bezirk die Gründung weiterer Nahwärme-Energiegenossenschaften unterstützen. Der Rückkauf des Stromnetzes durch das Land Berlin muss genutzt werden, um mehr Fernwärme-Stationen wie am Emser Platz zu bauen. Bezirk und Land müssen Bestandseigentümer:innen dabei unterstützen Fördermittel vom Bund und der EU zu gewinnen, um schnell mehr Wärmepumpen zu installieren. Nur im Zusammenspiel vieler solcher Maßnahmen, kommen wir dem Ziel näher. Nico Kaufmann

CDU-Fraktion Die Transformation im Wärmesektor ist besonders wichtig, damit Berlin seine Klimaziele bis 2045 – die CO2-Emissionen auf ein klimaneutrales Niveau zu senken – erreicht. Denn dieser ist aktuell für rund die Hälfte der CO2-Emissionen verantwortlich. In unserem Bezirk sind beispielsweise noch verhältnismäßig viele Heizölheizungen im Betrieb, laut Treibhausgasbilanz aus dem Jahr 2016 3917 Stück. Eine wichtige Aufgabe, die der Bezirk übernehmen kann, ist die Datengrundlage für Maßnahmen im Bereich der Wärmewende aktuell zu

1 235 Zeilen pro Fraktion Vorwort Grüne SPD CDu FDP Linke

-1024 1253 1250 1201 1262

halten. Anstatt mit Zahlen von 2016 zu arbeiten, sollten wir über Daten verfügen, wie es heute aussieht und wo es nachzusteuern gilt. Das Bezirksamt sollte schnellstmöglich, die Treibhausgasbilanz für die Jahre ab 2017 veröffentlichen. Die Grundlagendaten liegen im Energieatlas vor. Darüber hinaus kann der Bezirk Anreize für private Immobilieneigentümer schaffen, ihre Wärmeversorgung auf klimafreundliche Energieträger umzustellen, indem er die eigenen Liegenschaften umrüstet. Dadurch werden Investitionen in Fernwärmenetze attraktiver und für alle bezahlbarer. Leider ist die energetische Gebäudesanierung von Schulen im Rahmen der Schulbauoffensive Berlins nicht vorgesehen – hier wird eine Chance versäumt. Susanne Zels

FDP-Fraktion Gebäude bzw. deren Wärmeversorgung sind für ca. ein Sechstel der bundesweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Um die von Land, Bund und EU gesetzten Ziele zur Klimaneutralität zu erreichen, müssen daher auch in unserem Bezirk vor allen Dingen Bestandsbauten schnellstmöglich auf eine klimagerechte Wärmeversorgung umgestellt werden. Wärmenetzen kommen dabei eine Schlüsselrolle zu. Nahwärmenetze, wie sie im Eichkamp realisiert werden, könnten auch an anderen Stellen im Bezirk entstehen. Dazu wäre jedoch nicht nur eine gezielte Förderung solcher Projekte vonnöten, sondern auch eine umfassende Einbeziehung der bezirkseigenen Liegenschaften. Zum einen bedarf es aller

Gebäude in einem festgesetzten Umkreis, um eine effiziente und kostengünstige Wärmeversorgung zu gewährleisten. Zum anderen können gerade große Gebäude und Grundstücke wie Rathäuser oder Schulen die zur klimaneutralen Energiegewinnung nötigen Flächen stellen. Mit vom Bezirk eingebrachter Solarenergie, Geothermie oder Abwasserwärme könnte es gelingen, verschiedene erneuerbare Energiequellen zu sammeln bzw. an die Verbraucher zu verteilen und so klimaneutrale Quartierskonzepte schnell und langfristig umzusetzen. Stefanie Beckers

Linksfraktion Berlin soll bis 2050 klimaneutral werden. Da die Hälfte der Energieerzeugung in Heizungsrohren landet, muss auch die Wärmeversorgung radikal umgebaut werden. Jahrzehntelang wurde die Energiewende von SPD und CDU im Bund verschleppt, weiter auf Kohle und Gas gesetzt. Angesichts der fortschreitenden Klimakrise ein riesiger Fehler, spürbar durch massive Preissteigerungen gefördert durch Putins Krieg in der Ukraine. Die Profite landen bei großen Energiekonzernen. Die Energieversorgung muss nicht nur erneuerbar, umweltfreundlich, unabhängig, sondern auch demokratisiert werden. Dies bedeutet die Überführung von Strom und Wärme in die öffentliche Hand. Mit der Übernahme des Stromnetzes von Vattenfall hat der rot-rot-grüne Berliner Senat hier einen großen Schritt gemacht. Gewinne landen nun nicht mehr beim schwedischen Konzern, sondern werden direkt reinvestiert. Der Bezirk kann mit der Förderung von Nahwärme-Projekten, die die Energieerzeugung und -verteilung lokal organisieren, unterstützen. Solarthermie, Wärmepumpen und Biomasse lassen sich hocheffizient direkt vor Ort nutzen und vor allem genossenschaftlich organisieren. Die Energiewende und die Kontrolle über Netze und Preise gehören in die Hände der Berliner:innen! Frederike-Sophie Gronde-Brunner

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Jan Olschewski, Fürsprecher der Insekten Mit seiner Kunst „Transmutations“ will er mehr Bewusstsein schaffen In dieser Jahreszeit spazieren wir gerne durch die Parks unserer Stadt, freuen uns am Vogelgesang und an spielenden Kindern. Doch umsurren uns dabei Wespe oder Fliege, hält sich die Begeisterung meist in Grenzen. – Zu Unrecht, meint Jan Olschewski, der mit seiner Kunst ein Statement für das Leben und die Kraft der Variation setzen und uns damit die Augen für die Schönheit und faszinierende Vielfalt der für die Natur so wichtigen Insektenwelt öffnen will. Auf Spaziergängen mit seinen zwei kleinen Töchtern durch die Parks und Grünanlagen unserer Stadt hat der unweit des Dahlemer Erlenbusch wohnende Naturfreund meist Bilder seiner gemalten und gezeichneten Arbeiten in Postkarten- und Kleinformat bei sich, die er u. a. auf der Rundbank im Erlenbusch zum Mitnehmen auslegt oder gerahmt und mit rückstandsloser Klebetechnik fixiert in den Parks platziert. Sie sollen sein freundlicher Fingerzeig sein, diese faszinierende Tierwelt und deren Schutz stärker in unser alltägliches Bewusstsein einzubeziehen. Und auch der Regenwurm als „Nichtinsekt“ doch mindestens ebenso wichtiger Naturbewohner, bekommt da vom Künstler mit Pinsel, Stift oder Feder die Aufmerksamkeit, welche ihm zusteht. Meist sind die von Olschewski ausgelegten Karten

albeispiele für das Variative, für Entwicklung und Veränderung, und das sowohl im einzelnen Lebenszyklus als auch auf evolutionärer Ebene. Dies spiegelt sich in seiner „Art by Jan Olschewski“ wider, die eine spannungsgeladene Mutations-Spielfläche bietet zum Experimentieren, Ausloten und Entdecken, und die dem sinnstiftenden Prozess des Variierens viel Raum gibt.

Dem Stellenwert der Insekten gerecht werden

Jan Olschewski, Artist. und gerahmten Mini-Werke schnell vergriffen, und nicht selten melden sich einzelne „Finder“ bei dem Künstler – erstaunt, begeistert und dankbar zugleich.

Künstlers Mission Vom Menschen bis zur Fliege sei es gar nicht so weit, erklärt der gebürtige Niedersachse Jan Olschewski: Auf unserem Planeten entstehe einerseits der Homo sapiens, andererseits auch die Fliege: Beide unterschiedlich, in vielem gleich, auf jeden Fall aber ungeheuer faszinierend. In seinen vielfältigen und dabei

fantastischen Arbeiten – sei es als Ölmalerei, Bild oder Grafik – ist immer auch ein Stück von ihm selbst zu finden: Optimist, Autodidakt und Artenschützer, Menschen- und Tierfreund Jan besitzt ein beträchtliches Maß philosophischen Denkens, mit dem er und seine Kunst dem Wandel und der Variation auf der Spur sind und ihr viel Aufmerksamkeit schenken. „Transmutations“ sind dabei der Leitgedanke seines künstlerischen Schaffens, das sowohl technische als auch inhaltliche Ebenen umfasst. Insekten sind für den Künstler Ide Nicht von ungefähr kommt die Beschäftigung des Künstlers mit der Insektenwelt und seine Faszination für Variation: 1980 in Celle geboren und in Niedersachsen aufgewachsen, wurde Jan auf dem großväterlichen Bauernhof die Natur nähergebracht. Er erzählt: „Mein aus Masuren stammender Opa brachte mir am Beispiel der Kartoffelkäfer bei: Nur weil wir Menschen etwas gegen Schädlinge unternehmen, heißt das nicht, dass diese keinen Stellenwert auf der Welt haben.“ So erwachte bei dem Jungen schon früh das Verständnis für die eher ungeliebten Insekten und das Bewusstsein für diese faszinierende Tierwelt, der er als Künstler mithilfe seiner Werke nun zu mehr Respekt und Achtung verhelfen will. – Angesichts des dramatischen Rückgangs der Fluginsekten in den vergangenen 30 Jahren eine

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Fliege – 80 x 52 cm von Jan Olschewski.

Wespe – 80 x 52 cm von Jan Olschewski.

überaus wichtige Mission: Da ist Variation: nach Abitur und Zi- ker u. a. mit Coral Society Dublin, die Wespe, die genauso wie die vildienst folgten musikbetonte nDR-Hannover, Oper Hannover Biene ein wichtiger nützling Jahre mit Dirigier- Klavier- und und Polizeichor Hannover sowie ist: Als Bestäuber und effiziente Musikpädagogikstudium, En- die Künstlerische Leitung der Schädlingsbekämpfer ebenso gagements und Auftritten als Musik- und Kunstakademie Klosnotwendig für ein ausgewoge- freiberuflicher Künstler/Musi- terschule Roßleben und eine Dozentenstelle für Dirigieren nes Ökosystem wie die Fliege, und Probentechnik. 2020 wurde die mit ihrem rastlosen durchs Zimmer Schwirren zwar nerven Jan Olschewski Schulleiter der kann, aber mit ihren Räumtrupps Musik- und Kunstschule Clara dafür sorgt, dass tote Lebewesen Schumann Brandenburg und ist und Fäkalien nahezu rückstandsnun seit 2021 pädagogisch unlos beseitigt werden. Dabei dient terwegs, indem er junge Künstsie außerdem als wichtige nahler auf ihrem Weg zur Bühne rung für Spinnen, Fische und begleitet. Aktuell pendelt er als Campusleiter des Rahnschulen Vögel, und als nektar- und polCampus im Stift neuzelle regellenfressende Schwebfliege der Bestäubung. mäßig zwischen neuzelle und Damit sind die insekten nicht Berlin-Steglitz, wo er mit seiner weniger wichtig als der ebenFamilie lebt. Auch privat findet falls in Jans Arbeiten erwähnte er immer wieder zur Musik zuRegenwurm, um dessen Wohl rück: Johann Sebastian Bachs intellektuelle Musik hat es ihm auch seine achtjährige Tochter stets besorgt ist; kann man sich angetan, elektronische Musik wählt er als Kontrastprogramm. doch keinen besseren untermieDen so faszinierenden Varianter im Garten wünschen als ihn, tenreichtum der Musik hat er der ganz freiwillig umgräbt und dabei den Boden belüftet, der in seine Kunst übernommen. Das Ergebnis ist eine Vielfalt an Laub kompostiert und mit seibegehrten Werken: Gemälde in nem nährstoffreichen Kot den Garten düngt. klassischer Ölmalerei, fantastische Bilder farblich veränderter Art by Jan Olschewski Digitalfotos und auch hier wieDiese faszinierende insektender variationsreiche Techniken, welt paart sich in Jan Olschew- Contra fluminem – 100 x 40 cm die oftmals die insektenwelt skis Kunst mit seiner Liebe zur von Jan Olschewski. mit diesem Ansatz verknüpfen

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und dem Betrachter zurufen „Oh Mensch, werde zum Getier!“ Zur Malerei fand Jan Olschewski als junger Teenager, brachte sich die verschiedenen Techniken selbst bei und erklärt heute: „Die Reise zu meiner Kunst, wie sie heute ist, war lang, nicht immer unsteinig und hatte viele Schleifen und umwege. Auch ist sie gewissermaßen die Essenz all dessen, was ich auf diesem Weg aufgesammelt und erfahren habe und ist beeinflusst von eben so Vielem. Besonders geprägt haben mich dabei vor allem u. a. die Musik, Faszination für Biologie, meine pädagogische Arbeit, das Vatersein und die damit verbundene Erkenntnis, wie stark die Kraft der Entwicklung ist.“ und so wünscht sich der Musiker, Maler, Pädagoge und insektenfürsprecher, dass zukünftig die Menschen im Erlenbusch und anderswo angeregt durch seine Arbeiten ihren krabbelnden, kriechenden und summenden Mitbewohnern mehr Aufmerksamkeit schenken und deren Stellenwert für die natur besser erkennen. Weitere informationen zum Künstler und seinen Arbeiten unter www.janolschewski.de Jacqueline Lorenz

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Was lange währt… Olivaer Platz fertig, Einweihungsfeier eingespart

1914

2017

2022 Olivaer Platz im Wandel der Zeit... Seit Herbst 2021 präsentiert sich der Olivaer Platz in neuem Gewand. Anwohner und Vierbeiner haben von dem Platz in nur kurzer Zeit fast ein wenig zu hemmungslos Besitz ergriffen, und die vom Bezirk angekündigte feierliche Einweihung lässt auf sich warten. Geduld musste bereits reichlich bei der Platz-Umgestaltung aufgebracht werden: Nur wenige

Neugestaltungsprojekte des Bezirks wurden so umfangreich und heiß diskutiert wie das Projekt dieses unweit des Kurfürstendamm zwischen Württembergischer Straße, Konstanzer Straße, Pariser Straße und Lietzenburger Straße gelegenen Platzes. 2010 hatte das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf mit der Ausstellung „Olivaer Platz – gestern,

heute, morgen“ die Planungsphase für die Neugestaltung des Stadtplatzes eingeläutet.

Hürdenreicher Weg bis zum Ziel Bezirksverordnete und ihre Ausschüsse, Bürger- und Anwohnerveranstaltungen, die Bürgerinitiative Olivaer Platz e. V., AG City West und u. a. ein Realisierungswettbewerb nahmen sich

über die Jahre des Themas und immer wieder umstrittenen Bebauungsplanes am runden Tisch an. Dabei ging es oft heiß her, und ein Konsensplan stellte die ursprüngliche Planung schließlich hinten an, nicht ohne dabei einigermaßen befriedigende Kompromisse für die Beteiligten zu suchen und schließlich auch zu finden: Da sind die Autofah D ER S TAUBSAUGER L ADEN B ERLIN Passendes Zubehör, Ersatzteile und Service für Staubsauger aller Marken z. B.

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Gazette Charlottenburg  |  Juni 2022  |  13 rer, die sich ihre 123 Parkplätze 13.000 Quadratmeter umfassenam Platz nicht nehmen lassen de Olivaer Platz Ende 2021 ferwollten, diese nun wenigstens tiggestellt. Dazu Umweltstadtrat teilweise erhalten sehen, da sind Oliver Schruoffeneger: „Die FerFamilien, die sich Spielgeräte tigstellung der Platzgestaltung für ihre Kinder wünschten und symbolisiert auch den erfolgMenschen, die in der städtischen reichen Abschluss der GesamtParkanlage einfach nur Ruhe maßnahme „Aktives Zentrum und Erholung suchen. – Sie alle City West“, für die das Programm können nun nach zweijähriger Aktive Zentren seit dem Jahr intensiver Bauzeit die barriere- 2009 wichtige Unterstützungen freien und multifunktionalen und Impulse gab.“ Eine „offiziAngebote des Begegnungs-Plat- elle“ feierliche Eröffnung unter zes für alle Altersgruppen nutzen: Teilnahme von Anwohnern und Mit einladendem Café, attrakti- dem Kinder- und Jugendparlaven Spielbereichen und neuen ment wurde von dem Stadtrat Grünanlagen mit weitläufigen Ra- im vergangenen Jahr in Aussicht senflächen und niedrigrahmigen gestellt, sei nun aber – nicht Stauden- und Strauchpflanzen. zuletzt aus Haushaltsgründen – Diese verbessern nicht nur die nicht mehr vorgesehen, wie er kleinklimatische Situation, son- auf Nachfrage mitteilte. dern vermitteln auch ein höheHistorie res subjektives Sicherheitsgefühl, das zuvor durch nicht einsehbare Bereiche des Platzes fehlte. Mediterran anmutende Bodenplatten wurden verlegt, Spielgeräte und Parkbänke hielten Einzug, vom Förderverein kam eine gespendete Tischtennisplatte dazu, und im neuen zugänglichen Urbanis-Pavillon sowie auf der zur Grünfläche ausgerichteten Terrasse lässt es sich prima relaxen oder ins Gespräch kommen – ebenso im Café für 30 Gäste und im Außenbereich für nochmals 60. Moderne Optik harmoniert gefällig mit warmen Holz- und Grüntönen. Nach und nach konnten die bereits fertiggestellten Platzberei- Eine Bronze-Tafel erinnert an den che für den Publikumsverkehr Friedensvertrag von Oliva im Jahr geöffnet werden, dem nun auch 1660. akzeptable öffentliche Toiletten, die behindertengerecht aus- Ursprünglich umfasste der Olivaer gestattet sind, zur Verfügung Platz lediglich einen zwischen der stehen. Mit rund 4,8  Millionen Konstanzer und der Bayerischen Umbaukosten aus Mitteln der Straße gelegenen Bereich. 1892 Städtebauförderung wurde der und 1907–1910 wurde er nach ei nem im Jahr 1906 genehmigten Wasserbecken heran, welches ein Entwurf des Stadtobergärtners schmaler Weg umgab. Dann geRichard Thieme angelegt. Zu die- staltete Thieme den Bereich um, ser Zeit wurden Straßen rund um indem er vor dem Brunnenbecken den Kurfürstendamm bis zum durch Verkürzung des BlumentepHohenzollerndamm noch nach pichs einen freien Platz mit SitzgePersonen und Ereignissen der Ge- legenheiten schuf. schichte des Hauses Hohenzollern Nach den Verwüstungen des benannt. So benannte man den Zweiten Weltkrieges stellte man Platz nach dem Friedensvertrag den Platz nach Thieme wieder her, von Oliva (heute ein Stadtteil von wobei der Blumenteppich durch Danzig), der 1660 im Kloster Oliva Rasen ersetzt wurde. in Pommerellen anlässlich der Be- Anlässlich der Verbreiterung der endigung der erfolgreichen Teil- Lietzenburger Straße im Jahr nahme Brandenburgs am Zweiten 1961 wurde der Olivaer Platz an Nordischen Krieg geschlossen der Nordseite verkleinert und daworden war. Doch als noch er- mit umgestaltet. Die Kriegsruine wähnenswerter gilt, dass dieser zwischen Bayerischer Straße und Vertrag die Souveränität des ho- Schlüterstraße wurde beseitigt henzollerschen Herzogtums be- und die Bayerische Straße aufstätigte – was Grundlage für das gehoben. Dieser Bereich wurde spätere Königreich Preußen war. als Parkplatz dem Stadtplatz zuThieme ging einen zeitgemäßen geordnet. Damit erhielt er in den Weg, indem er den Olivaer Platz 60ern die uns bekannte Gestalt als geometrischen und symmetri- mit Springbrunnen, Backsteinschen Stadtplatz anlegte und ihn wänden und Betonbänken sowie mit integriertem Kinderspielplatz dem an der Südseite gelegenen zu einem der modernsten Plätze Spielplatz. Rund um den Platz entBerlins und Umgebung machte. stand eine lebendige Infrastruktur Auffallend war der größte Teil des mit Geschäften und Gastronomie, Parks, ein Senkgarten, den steile die das Gebiet zur beliebten WohnRasenböschungen begrenzten. und Flaniergegend machte. Dort Alle Blicke zog der große recht- hatte auch das Schreibwarengeeckige Blumenteppich auf sich, schäft des Vaters von Heinz Bergder mit seiner üppigen Beetrosen-, gruen, einem der bedeutendsten Astilben-, Narzissen- und Tulpen- deutschen Kunstsammler des bepflanzung zentrales Element 20.  Jahrhunderts, seinen Standwar und ein Drittel der Platzlänge ort. Von 1998 – 2014 schmückte einnahm. Schon damals gab es die Stahlskulptur „Lenz 92“ von Pit um die für viele zu eigenwillige Kroke den Olivaer Platz. Im RahGestaltung Streit. Eine Stützmau- men von Baumaßnahmen wurde er als grottenartiges Abschluss- sie abgebaut. prospekt, mit fünf Bogennischen Bis der Olivaer Platz in seiner heumonumental gegliedert und aus tigen Gestalt erstrahlen konnte, bossiertem Rüdersdorfer Kalk- mussten mehr als zehn Jahre versteinquadern, begrenzte den gehen, die geprägt waren von hitStadtplatz nach Westen hin. Davor zigen Diskussionen und Neu- und erstreckte sich ein dreipassförmi- Umplanungen. Doch was lange ges Wasserbecken. Bis 1910 reich- währt… te das Blumenbeet bis dicht an das � Jacqueline Lorenz

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RATGEBER

Pflege zu Hause – Wie ist das zu schaffen? Tipps für pflegende Angehörige zu Organisation, Pflegemitteln, Kosten, Hilfen und privater Vorsorge Wer ein Familienmitglied zu Hause pflegen möchte, hat viele Fragen: Was steht mir zu? Wo gibt es Hilfe? Wie lässt sich das mit dem eigenen Beruf vereinbaren? Wie viel kostet Pflege zu Hause? Wer zahlt wie viel? Die Debeka, größter privater Pflegeversicherer in Deutschland, gibt Tipps, wie Pflege zu Hause gelingt.

Wer hilft bei der Organisation der Pflege? Erste Anlaufstelle ist der Krankenversicherer (Pflegekasse bei gesetzlich Versicherten oder private Pflegeversicherung bei privat Versicherten). Wenn es aus dem Krankenhaus nach Hause geht, hilft der Sozialdienst weiter. Die Pflegeversicherung bietet eine kostenlose Pflegeberatung an.

Wie viel zahlt die Pflegekasse?

zu maximal 2.095 Euro (bei Pflegegrad  5) erstattet.

Das hängt davon ab, welche Hilfe nötig ist und welcher Pflegegrad  festgestellt wird. Pflegebedürftige haben die Wahl zwischen Pflegegeld, das sie in der Regel an ehrenamtliche Pfleger – also auch an Angehörige – als Anerkennung weitergeben, oder Pflegesachleistungen, zum Beispiel einem ambulanten Pflegedienst. Eine Kombination aus beidem ist auch möglich. Das monatliche Pflegegeld bewegt sich zwischen 316 Euro (bei Pflegegrad  2) und 901 Euro (bei Pflegegrad  5). Ambulante Pflegesachleistungen wie körperbezogene Pflege, pflegerische Betreuung sowie Haushaltshilfe werden von bis zu 724 Euro monatlich (bei Pflegegrad  2) bis

Wie viel kostet Pflege zu Hause? Das hängt davon ab, welche Hilfe die zu pflegende Person benötigt, um ihren Alltag zu bewältigen. Die Pflege mit dem höchsten Pflegegrad  5 durch einen Pflegedienst zu Hause kostet im Durchschnitt 4.200 pro Monat (Stand 2021). Dabei muss man etwas mehr als die Hälfte an Eigenanteil selbst tragen – etwa 2.200 Euro.

Was steht pflegenden Angehörigen zu? Pflegekassen bieten kostenlose Pflegekurse an. Tritt ein Pflegefall plötzlich ein, kann sich ein naher Angehöriger zehn Tage von der Arbeit freistellen lassen, um das

zu organisieren (kurzzeitige Arbeitszeitverhinderung). Arbeitnehmer, die einen nahen Angehörigen betreuen, können sich mit der Pflegezeit für maximal sechs Monate ganz oder teilweise von der Arbeit freistellen lassen – vorausgesetzt, in ihrer Firma arbeiten mehr als 15 Beschäftigte. Für maximal zwei Jahre ist eine Familienpflegezeit möglich, wenn der Arbeitgeber mitspielt. Das heißt: Die wöchentliche Arbeitszeit könnte auf bis zu 15 Wochenstunden reduziert werden. Außerdem beteiligen sich Pflegekassen an Beiträgen zur Rentenversicherung für Pflegepersonen.

Sich selbst nicht vergessen Wichtig ist eine realistische Einschätzung, was man selbst leis Dr. Hubert Klauser Orthopäde | Chirurg Handchirurg | zertifizierter Fußchirurg

Schwerpunktpraxis für Hand- und Fußorthopädie /-chirurgie mit Praxis für Funktionelle Orthopädie und Sportorthopädie, ambulante und stationäre Operationen

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RATGEBER ten kann bzw. möchte und wofür weitere Hilfe nötig ist. Außerdem sollten kleinere Auszeiten oder auch urlaub eingeplant werden. Es hilft niemandem, wenn die Haupt-Pflegeperson wegen Überlastung komplett ausfällt. Daher sollte man überlegen, wer noch bei der Pflege helfen kann: Verwandte, Freunde, Ehrenamtliche, professioneller Pflegedienst? Erkrankt die Pflegeperson, braucht sie urlaub bzw. für einige Stunden einen Freiraum, ist für maximal sechs Wochen im Jahr eine Vertretung (Verhinderungspflege) möglich.

Hilfe bei der Pflege zu Hause Essenslieferungen stellen oft ein Grundbedürfnis sicher. Das Angebot eines ambulanten Pflegedienstes reicht von unterstützung bei der Körperpflege, bei Anziehen und Essen, der Gestaltung des Alltags über pflegerische Betreuung bis zu Hilfe im Haushalt, etwa Kochen oder Putzen. Weitere Hilfsdienste können zum Beispiel das Begleiten beim Einkaufen, bei Spaziergängen, zum Arzt oder zu Behörden sein. Möglich sind

ebenfalls Gedächtnistraining, gemeinsame Gesellschaftsspiele und Hilfe beim Bewältigen von Problemen. Auch Tages-, nachtoder Kurzzeitpflege sind Optionen. Darunter versteht man den zeitweiligen Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung. Es kann auch eine private Pflegeperson in Anspruch genommen werden.

Welche Hilfsmittel gibt es für die Pflege zu Hause? Es gibt technische Pflegehilfsmittel, wie Pflegebett, Lagerungshilfen oder ein notrufsystem, sowie Verbrauchsprodukte, etwa Einmalhandschuhe oder Betteinlagen. Die Pflegeversicherung übernimmt Kosten für Hilfsmittel, die die häusliche Pflege erleichtern oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen. Auch Zuschüsse zur Verbesserung des Wohnumfelds sind möglich, etwa für ebenerdige Duschen oder einen Treppenlift.

Finanzierung der Pflege Egal, ob gesetzlich oder privat krankenversichert: Trotz Leistungen der Pflegekasse bleibt

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Gazette Charlottenburg  |  Juni 2022  |  15

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Gazette Charlottenburg ·  Juni Nr. 6/2022 ·  40. Jahrgang Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

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Gazette Verbrauchermagazin GmbH Ruhlsdorfer Straße 95, Haus 42 · 14532 Stahnsdorf ☎ 03329 / 645 15 70

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Nächste Ausgabe Juli Nr. 7/2022 Anzeigen-/Redaktionsschluss 10.06.2022 Erscheinung 30.06.2022

Die meisten Menschen möchten auch mit Handicap im Alter zu Hause leben. Gut, wenn auch pflegende Angehörige Hilfe erhalten. Foto: Debeka/AdobeStock ein erheblicher Eigenanteil, den Pflegebedürftige selbst zahlen müssen. Wer privat vorgesorgt hat, verfügt über mehr Geld und kann eher wählen, wie er versorgt werden möchte. Beihilfeberechtigte Personen füh len sich oft wie in einem Dschungel aus lauter Verordnungen und Formularen. Professionelle Beihilfeberater übernehmen für sie alle Tätigkeiten rund um deren Krankenkostenabrechnungen.

M EDIRENTA

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Stromkastenstyling 2023 zum Thema Energiewende Schulklassen sorgen für bunte Stromkästen Bunt statt grau – seit 2013 erfreuen farbig gestaltete Stromkästen das Auge. Viele Schulklassen haben bereits teilgenommen – jetzt kommt die nächste Chance. Seit März läuft bereits das beliebte Schulprojekt für das aktuelle Jahr 2022, bei dem Kinder und Jugendliche Stromkästen und Trafostationen mit farbenfrohen Motiven verschönern. Jährlich werden rund 500 Kästen in unterschiedlichen Kiezen besprüht – mit großartigen Ergebnissen. Die ersten frisch „gestylten“ Kunstwerke dieser Saison sind in den Bezirken Pankow und Wedding zu bestaunen.

Schulklassen entwerfen Motive Die Aktion richtet sich an Schüler und Schülerinnen ab der 5. Klasse. in einer einwöchigen Projektwoche gestaltet jede Klasse Strom Hier strahlt die Sonne bereits auf einem Stromkasten – dieser weist den Weg nach Santiago de Compostela. kästen in ihrem Kiez. Zum Start werden in der Klasse zunächst die Motive entwickelt. Anschließend werden unter professioneller Anleitung Schablonen erstellt oder Freihand-Spraytechniken erlernt und ausprobiert. Als krönender Abschluss wird das Gelernte an Stromkästen oder Trafostationen

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Bewerbungen für 2023 Auch in 2023 soll die Stadt noch bunter und – dieses Mal – „sonniger“ werden. Das Stromkastenstyling im nächsten Jahr widmet sich dem Motto „Ener giewende – Wir holen die Sonne nach Berlin“. Die Plätze sind begrenzt und die teilnehmenden Schulen werden spätestens Ende des Jahres benachrichtigt. Künstlerisch tätig werden die ausgewählten Klassen dann zwischen März und Oktober 2023. Als krönender Abschluss der Styling-Saison werden im Frühling des Folgejahres der „Kreativste Stromkasten“ gekürt und durch ein öffentliches Online-Voting der „Publikumsliebling“ gewählt.Wer dabei sein möchte sollte schnell sein, denn die Plätze sind begrenzt und immer sehr begehrt. Bewerbungen für das Stromkastenstyling 2023 sind ab sofort und bis 28.  August 2022 möglich unter www.stromnetz.berlin/ fur-berlin/stromkastenstyling/ stromkastenstyling-2023