Dahlem & Grunewald
Oktober/November Nr. 5/2026
Journal für Dahlem, Grunewald und Schmargendorf
Vor 85 Jahren in den Tod geschickt Bahnhof Grunewald war Ausgangspunkt von Deportationen
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Dahlem & Grunewald Journal
Dahlem & Grunewald Journal
Vor 85 Jahren in den Tod geschickt
Impressum
Dahlem & Grunewald Journal, 14. Jahrgang
Bahnhof Grunewald war Ausgangspunkt von Deportationen
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er S-Bahnhof Grunewald ist heute für viele Menschen im Ortsteil ein alltäglicher Verkehrsknotenpunkt. Doch vor 85 Jahren wartete hier für Tausende jüdische Berliner das Grauen. Am 18. Oktober 1941 verließ der erste Deportationszug mit 1.013 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern den Bahnhof in Richtung Litzmannstadt, das heutige Lodz. Es war der Beginn einer systemati 3
Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH
Eine Tafel weist den Weg zur Gedenkstätte.
schen Verschleppung, an die heute mehrere Mahnmale vor Ort erinnern. Die Entstehung der heutigen Gedenkstätte am Bahnhof Gru Das Dahlem & Grunewald Journal erscheint alle zwei Monate in Dahlem, Grunewald und Schmargendorf am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe Dezember/Januar Nr. 6/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 05.11.2026 Erscheinung: 01.12.2026 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus den Ortsteilen beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Dahlem & Grunewald Journals
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Auf diesen Gleisen fuhren viele Menschen in den Tod.
newald war ein jahrzehntelanger Prozess, der stark von bürgerschaftlichem Engagement geprägt war. Bereits 1953 brachte eine private Initiative eine erste Gedenktafel am Signalhaus an, die später wieder entfernt wurde. Eine Nachfolgetafel aus dem Jahr 1973 wurde 1986 gestohlen. Zum 46. Jahrestag der ersten Deportation im Jahr 1987 errichtete schließlich eine Frauengruppe der evangelischen GrunewaldGemeinde ein Mahnmal aus drei Eisenbahnschwellen auf dem Bahnhofsvorplatz. Nachdem die Initiatorinnen die Pflege aus Altersgründen nicht mehr fortführen konnten, wurde das zwischenzeitlich zugewachsene Denkmal im Jahr 2005 in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Seit 1991 erinnert zudem ein 18 Meter langer Betonblock des polnischen Künstlers Karol Broniatowski mit schemenhaften Abdrücken menschlicher Körper an die Opfer. Das zentrale Mahnmal „Gleis 17“ zieht sich
direkt entlang des Schienenwegs: Auf 186 Stahlgussplatten – jede steht für einen der Deportationszüge – sind das Abfahrtsdatum, die Anzahl der verschleppten Personen und der Zielort dokumentiert. Eine
Bücherboxx am Bahnhof ist mit Literatur gefüllt, darunter sind zwei Regale, in denen Werke stehen, die sich mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigen. Es ist schon die zweite an dieser Stelle, da die erste Bücherboxx
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Dahlem & Grunewald Journal einem Brandanschlag zum Opfer fiel.
Familie Bendix aus der Lynarstraße
Der polnische Künstler Lucasz Surowiec brachte 2011 Birken von der Gedenkstätte AuschwitzBirkenau nach Berlin.
Hinter den nackten Zahlen auf den Stahlplatten stehen konkrete Lebenswege aus der Grunewalder Nachbarschaft. Einer davon ist der von Otto Bendix, Mitinhaber einer Textilgroßhandlung, der mit seiner Frau, der Schauspielerin Elisabeth Bendix geb. Bernhard, und dem gemeinsamen Sohn Peter in einer Villa in der Lynarstraße 9 lebte. Mit der Herrschaft der Nationalsozialisten geriet die Familie zunehmend in Bedrängnis. Im November 1938 wurde das Familienunternehmen liquidiert,
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Betonblock des polnischen Künstlers Karol Broniatowski mit schemenhaften Abdrücken menschlicher Körper.
Wertsachen mussten abgegeben werden, und alle Ausreiseversuche des Ehepaars scheiterten. Lediglich dem Sohn Peter gelang im Januar 1939 die Flucht nach England. Das Ehepaar Bendix musste die Villa an einen langjährigen Untermieter verkaufen, der NSDAP Mitglied war, die großzügige Wohnung räumen und in eine kleine Wohnung im ersten Stock ziehen. Ab Juli 1941 leistete Otto Bendix Zwangsarbeit in Tempelhof. Am 27. November 1941 wurden er und seine Ehefrau Elisabeth schließlich nach Riga deportiert und am 30. Novem ber 1941 im Wald von Rumbula erschossen. Ihr Sohn Peter kehrte nach dem Krieg als Angehöriger der britischen Streitkräfte nach Deutschland zurück. Er verstarb im Jahr 1998 in England. Vor dem Haus Lynarstraße 9 erinnern Stolpersteine an die Familie.� ◾
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Gesundheit Dahlem & Grunewald Journal
Von Schokopiloten und Heckenwesen KinderKulturMonat lädt zu kreativen Entdeckungsreisen ein
Auch der „Rosinenbomber“ kann während des KinderKulturMonats besichtigt werden.
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enn im Herbst die Tage kürzer werden, verwandeln sich die kulturellen Einrichtungen Berlins traditionell in Orte des Ausprobierens. Der alljährliche Kinder KulturMonat lädt ein. Auch in Zehlendorf öffnen Museen und Kulturstätten im Oktober ihre Türen speziell für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren. Statt nur stiller Beobachtung ist bei den zahlreichen Workshops ausdrücklich Mitmachen gefragt.
sprochen, was im Leben wirklich zählt – vom Kuscheltier bis zur Erinnerung. Nebenbei werden eigene Währungen erfunden und Schatzkisten gestaltet.
Zeit der Luftbrücke
Dahlem an der Lansstraße 8 geht es im Oktober philosophisch und kreativ zugleich zu. An den vier Sonntagen im Monat (4., 11., 18. und 25. Oktober) öffnet das Werte-Labor für Familien mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren jeweils um 12 Uhr Kreativ in Dahlem und um 13.30 Uhr. Unter dem Gleich in der Nähe, im AlliiertenAuf dem Forschungscampus Titel „Unbezahlbar“ wird be- Museum an der Clayallee 135,
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Dahlem & Grunewald Journal wird Geschichte greifbar. Am 10. und formen anschließend eigeund 11. Oktober dreht sich alles ne kleine Bewohner aus Knete. um die Zeit der Berliner Luftbrücke. Neun- bis Zwölfjährige Lesung am Wannsee bauen an beiden Tagen von 12 bis 14 Uhr kleine Fallschirme und erfahren die Geschichte des historischen „Schokoladenpiloten“. Für jüngere Besucher von fünf bis neun Jahren gibt es am Samstag, 10. Oktober, von 14 bis 15.30 Uhr ein altersgerechtes Programm, bei dem auch das Flugzeug auf dem Außengelände besichtigt wird. Ebenfalls in Wannsee öffnet das Literarische Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, seine Pforten. Natur und Kunst Am Sonntag, 25. Oktober, stellt die Illustratorin Ayşe Klinge von 15 bis 16 Uhr ihren Comic „Der Zahn“ vor. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren können hier gemeinsam mit der Künstlerin zeichnen und eine Geschichte über Freundschaft, Ängste und Vampirakademien erleben. Eine Natur und Kunst verbinden sich Vorabanmeldung ist für diesen derweil am 10. Oktober in der Nachmittag nicht erforderlich. Liebermann-Villa am Wannsee, Colomierstraße 3. Von 11 bis Fantasie am Waldsee 13 Uhr begeben sich die jüngsten Kulturfreunde im Alter von Tierisch wird es schließlich im vier bis sechs Jahren in Beglei- Haus am Waldsee an der Argentung Erwachsener auf die Suche tinischen Allee 30. Am 18. sowie nach „Heckenwesen“ im Garten am 24. Oktober, jeweils von 14
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bis 16 Uhr, betrachten Fünf- bis Elfjährige die Werke des Künstlers Peter Wächtler, in denen Tiere und Fabelwesen sich oft wie Menschen verhalten. Inspiriert von diesen Eindrücken entstehen im Anschluss eigene Fantasiefiguren aus Ton. Hinweis für Eltern: Bei einigen Veranstaltungen ist die Anwesenheit einer erwachsenen Begleitperson erforderlich (in der Liebermann-Villa fällt hierfür ein Eintritt von 6 Euro an), bei anderen kommen die Kinder ohne Begleitung. Bis auf die Lesung im Literarischen Colloquium sind bei allen Veranstaltungen vorherige Anmeldungen erforderlich. Weitere Informationen und alle Angebote unter www. kinderkulturmonat.de.� ◾
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Kunst aus Japan und Deutschland
Auslandsaufenthalte verändern den Blickwinkel
Perspektiven in Resonanz – neue Kunstausstellung im Deutsch-Japanischen Zentrum.
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ie verändert der Aufenthalt in einem fremden Land die eigene kreative Arbeit? Dieser Frage geht die aktuelle Ausstellung „Perspektiven in Resonanz“ im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) in der Saargemünder Straße 2 nach. Bis zum 18. Dezember 2026 zeigt die Dialogausstellung Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und Japan. Alle Beteiligten eint die Erfahrung des Perspektiv wechsels: Sie haben für längere Zeit im jeweils anderen Land gelebt und gearbeitet – beispielsweise als Stipendiaten der Villa Kamogawa des Goethe-Instituts im japanischen Kyoto oder im Rahmen von Stipendien der Agency for Cultural Affairs of Japan sowie privater japanischer Stiftungen wie der Pola Art Foundation in Deutschland. Die Schau vereint ganz unterschiedliche Disziplinen. Zu sehen sind Malerei, Fotografie,
Film, Textilkunst und Installationen von Kay Fingerle, Shunsaku Hayashi, Daniela Hoferer, Olga Holzschuh, Kosuke Nakane und Natsuki Oshiro. Die unterschiedlichen Einflüsse der neuen Umgebung, der Landschaften und der Begegnungen vor Ort spiegeln sich in den Arbeiten wider und treten im Ausstellungsraum in einen visuellen Austausch. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 15 bis 20 Uhr, freitags von 13 bis 17.30 Uhr.�◾
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Lebendiges Grün im eigenen Garten
Ausstellung im Botanischen Garten beleuchtet Artenvielfalt
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er eigene Garten ist meist viel lebendiger, als es auf den ersten Blick scheint. Wer genauer hinsieht, entdeckt neben den gezielt gepflanzten Blumen eine Vielzahl an Wildtieren, Insekten und Kleinstlebewesen. Diese oft verborgene Natur steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Wilde Vielfalt im Garten“, die zurzeit im Botanischen Garten Berlin zu sehen ist.
Wichtige Rückzugsorte Die Schau zeigt auf, dass private Gärten wichtige Rückzugsorte für heimische Tier- und Pflanzenarten sein können. Anhand verschiedener Organismengruppen wie Pilzen, Flechten, Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln werden ökologische Zusammenhänge im Gartenalltag erklärt. So erfahren Besucher beispielsweise, welche zentrale Rolle Pilze im Ökosystem einnehmen oder wie Vögel und Säugetiere das eigene Grün als Lebensraum nutzen. Auch weniger beachte Grafik: Verband Botanischer Gärten
te Gartenbewohner wie Moose dem Informationen darüber, wie oder die Lebewesen im Garten- sich die Tier- und Pflanzenwelt teich werden thematisiert. mithilfe digitaler Anwendungen erfassen lässt – beispielsweise im Rahmen von gemeinschaftPraxis im Alltag lichen Beobachtungsaktionen Neben der Wissensvermittlung wie dem „BioBlitz“. bietet die Präsentation auch Die Ausstellung läuft bis zum praktische Unterstützung für 1. November 2026. Der Besuch den Alltag im Bezirk. Steckbriefe ist im regulären Eintrittspreis stellen unterschiedliche Lebens- des Gartens inbegriffen. Der Boräume vor und geben konkrete tanische Garten Berlin ist in den Tipps, wie die Artenvielfalt auf Sommermonaten täglich von dem eigenen Grundstück oder 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Weidem Balkon aktiv gefördert wer- tere Informationen unter www. den kann. Wer selbst zum Entde- bo.berlin/de/wilde-vielfalt-imcker werden möchte, erhält zu- garten-0. ◾
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Herbstfeste und Jubiläum
Domäne Dahlem lädt zu Marktfesten und Zeitreise ein mehrere Veranstaltungen auf dem Programm.
Kürbisernte auf dem Feld
Das Herrenhaus der Domäne Dahlem stammt aus dem Jahr 1560.
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ie Domäne Dahlem ist weit mehr als eine grüne Oase – sie ist ein Ort mit tiefer historischer Verwurzelung. Die Geschichte des im 15. Jahrhundert erwähnten Ritterguts reicht weit. Im Jahr 1841 erwarb der preußische Staat das Anwesen samt dem dazugehörigen Land und wandelte es in eine königliche Domäne um, die
fortan als landwirtschaftlicher Musterbetrieb diente. Dass dieses historische Areal heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist, verdankt sich einer Bürgerinitiative, die die Ländereien des Guts im Jahr 1976 vor der geplanten Bebauung rettete. Genau 50 Jahre nach dieser Rettung und der Gründung des Museumsvereins stehen im Oktober 2026 gleich
Den Auftakt des herbstlichen Programms bildet das traditionelle Erntefest am Samstag, 3. Oktober und Sonntag, 4. Oktober 2026. Jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher Kürbisse direkt auf dem Domäne-Acker ernten. Neben bekannten Klassikern wie Hokkaido und Butternut gibt es auch seltenere Sorten wie der Spaghettikürbis, der gerippte „Futsu Black“ oder der „Sweet Dumpling“. Ergänzt wird das Wochenende durch einen Markt auf dem Gutshof, Angebote der Bio-Gastronomie und Ausstellungen in der
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7 Nutztierarten und 9 Haustierrassen werden auf dem Archehof gehalten.
historischen Depotscheune. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.
50-jährige Bestehen des Museums und des Fördervereins „Freunde der Domäne Dahlem e. V.“. Von 11 Uhr bis 17 Uhr erwartet die Gäste ein kostenfreies Festprogramm. Neben Musik, Vorträgen und Traktorfahrten Großes Jubiläumsfest wird an diesem Tag eine neue bei freiem Eintritt Sonderausstellung im Barocken Am Sonntag, dem 11. Oktober Saal des Herrenhauses feierlich 2026, feiert die Domäne das eröffnet.
Herbstmarkt mit Kunsthandwerk Am vorletzten Oktoberwochenende, dem 18. und 19. Oktober, öffnet jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr der traditionelle Herbstmarkt. Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker präsentieren hier ihre Arbeiten aus den Bereichen Textil, Keramik und
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Auf dem Landgut der Domäne Dahlem können Besucher die Landwirtschaft hautnah erleben.
Schmuck und führen ihre Techniken vor Ort vor – darunter das Drechseln von Holzschüsseln an einer historischen, fußbetriebenen Wippdrehbank. Für Familien gibt es an beiden Tagen zwischen 12 Uhr bis 16 Uhr zahlreiche Mitmachaktionen, darunter Gestalten von Herbstdekoration, Kerzenrollen
aus Bienenwachs und Trocknen von Apfelringen. Außerdem Traktorrundfahrten (11 Uhr bis 17 Uhr) und Kutschfahrten (12 Uhr bis 13.30 Uhr sowie 14.30 Uhr bis 16 Uhr). Das GalliTheater tritt um 14 Uhr und um 15.30 Uhr im Zelt auf dem Gutshof auf. Zudem sind die handwerklichen
Partnerbetriebe auf dem Gutshof von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und das Culinarium zeigt die Ausstellungen „Vom Acker bis zum Teller“ sowie „HI[STORY] OF FOOD“ von 10 Uhr bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt.� ◾
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sidium des Council for Jewish Minority Rights gewählt. Angesichts des erstarkenden Nationalsozialismus planten Dubnow und Mitstreiter den Jüdischen Weltkongress als Bollwerk gegen den „neuen Kreuzzug des Hakenkreuzes“; seine geplante Eröffnungsrede musste 1932 in Genf aus gesundheitlichen Gründen verlesen werden.
Flucht und Tod Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 musste Dubnow erneut fliehen. Er zog nach Riga, wo er seine wissenschaftliche Arbeit trotz widrigster Umstände fortsetzte. Im Dezember 1941 wurde Simon Dubnow bei der Liquidierung des Rigaer Ghettos
von den deutschen Nationalsozialisten ermordet. Die weiße Porzellantafel, die nun an sein Leben und Wirken in Schmargendorf erinnert, wurde von der Königlichen PorzellanManufaktur Berlin (KPM) herge Goldschmiede Stefan Tschirner
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stellt. Sie ist Teil des Gedenktafelprogramms des Landes Berlin. Die historische Recherche für den Text und die Organisation der Tafel übernahm der Verein Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin.� ◾
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Gesundheit Dahlem & Grunewald Journal
Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte
Was gilt als wertvoll? Ausstellung im Forschungscampus Dahlem
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eld ist in unserem Alltag allgegenwärtig – sei es der schnelle Blick auf den Kontostand, das Bezahlen mit dem Smartphone an der Supermarktkasse oder das Sammeln von Pfandflaschen. Doch Geld ist weit mehr als nur ein Tauschmittel. Unter dem Titel „Unbezahlbar – Geld, Macht, Werte“ widmet sich eine neue Ausstellung im Forschungscampus Dahlem der Frage, wie Geld seit jeher unser Weltbild prägt und definiert, wer oder was von Wert ist. Konzipiert wurde die Schau von den Volontären der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Anschauliche Geschichten Die Ausstellungsmacher verzichten auf trockene Finanztheorien und setzen stattdessen auf anschauliche Geschichten hinter historischen und alltäglichen Objekten. So wird etwa der Wertewandel am Beispiel eines Maya-Stuckkopfes verdeutlicht: Als Fälschung entlarvt, verliert er zwar schlagartig seinen finanziellen Marktwert, gewinnt aber für die Wissenschaft als neues Forschungsobjekt an Bedeutung. Kakaobohnen erzählen die Geschichte vom Wandel einer historischen Währung hin zu einem globalen Genussmittel. Aber auch Gegenstände des Alltags finden ihren Platz in den Vitrinen. Eine Pfandflasche be Eine Rentnerin protestiert mit aufgenähten Banknoten gegen die Geldentwertung, Weimarer Republik, (Ausschnitt), 20. Jahrhundert. � Foto: bpk-Fotoarchiv / Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Willy Römer
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leuchtet die Spanne zwischen über Konsum und Verantwor- Die Ausstellung läuft vom 2. Oktober 2026 bis zum 17. Jaachtlos weggeworfenem Müll tung geschlagen werden. und einer existenziellen Einnahnuar 2027 im Forschungscammequelle, während ein einfacher pus Dahlem, Lansstraße 8, Handschuh stellvertretend für 14195 Berlin. Geöffnet ist die oft unsichtbare SorDonnerstag und Freitag von 14 bis 20 Uhr, gearbeit in unserer GeS amstag und sellschaft steht. Auch Sonntag von 11 Musik instrumente bis 18 Uhr. wie die Drehleier, die einst sowohl am Wer das TheHofe als auch von ma im AnStraßenmusikern schluss noch gespielt wurde, vertiefen möchte, findet dienen als Zeuge gesellschaftliin Berlin-Mitte cher Unterschiede. eine thematische Ergänzung. Die FokusvitriAktiv ne „Sammeln mitmachen und (Geld)wert Um das Thema nicht im Wandel“ in nur theoretisch zu verder Staatsbimitteln, setzt die Ausbliothek zu stellung auf Mitmach-StaBerlin, Unter tionen. Besucher haben die den Linden 8, Möglichkeit, eigene Geldgreift weitere Aspekte scheine zu stempeln, Werte der Ausstellung auf. Die an Waagen gegeneinander Öffnungszeiten hier sind abzuwiegen oder ihre ganz perMittwoch von 10 bis 18 Uhr, sönlichen Gedanken zu Reichtum, Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, Armut und sozialer Ungleichheit Freitag bis Sonntag von 10 bis zu hinterlassen. So soll eine Brü- Stuckkopf (Fälschung), Mexiko, Datierung 18 Uhr. cke zwischen der Historie und unbekannt, Gips. Der Eintritt ist an beiden StandFoto: Staatliche Museen zu Berlin, unseren heutigen Diskussionen orten frei. Ethnologisches Museum / Claudia Obrocki
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