Dahlem & Grunewald Journal - April/Mai 2026

Journal für Dahlem, Grunewald und Schmargendorf

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Dahlem & Grunewald

April/Mai Nr. 2/2026

Journal für Dahlem, Grunewald und Schmargendorf

Heidelberger Platz Verkehrsknotenpunkt am Rand von Schmargendorf

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Impressum

Dahlem & Grunewald Journal, 14. Jahrgang

Heidelberger Platz

Verkehrsknotenpunkt am Rand von Schmargendorf

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nter der nahen Autobahnbrücke trainieren junge Skater. Geschickt manövrieren sie ihre Boards über die Hindernisse aus Beton. Trotz höchster Konzentration in den Gesichtern der Jugendlichen ist ihnen der Spaß an ihrem Hobby deutlich anzu sehen. Aus einer eher unwirtlichen Ecke wurde ein ein Platz für Sport und Freizeitvergnügen. Dank der „Überdachung“ durch die Autobahn kann die mit unterschiedlichen Skateelementen bestückte Anlage wetterunabhängig genutzt werden.

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Verlag Gazette Verbrauchermagazin GmbH Am Bürohochhaus 2-4, 14478 Potsdam ☎ 0331 / 37 97 34 50 Redaktion Karl-Heinz Christ · ☎ 0331 / 37 97 34 52 journal@gazette-berlin.de Freie Redakteurin Jacqueline Lorenz · ☎ 0172 / 630 26 88 Anzeigen Daniel Gottschalk, ☎ 030 / 323 38 54 d.gottschalk@gazette-berlin.de © Gazette Verbrauchermagazin GmbH Das Dahlem & Grunewald Journal erscheint alle zwei Monate in Dahlem, Grunewald und Schmargendorf am 1.2., 1.4., 1.6., 1.8., 1.10. und 1.12. eines Jahres. Nächste Ausgabe Juni/Juli Nr. 3/2026 Anzeigen-/Redaktionsschluss: 30.04.2026 Erscheinung: 01.06.2026 Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Themenwünsche oder -vorschläge haben oder selbst etwas aus den Ortsteilen beitragen möchten, freuen wir uns auf Ihre Anregungen. Haben Sie eine Ausgabe verpasst? Ältere Ausgaben finden Sie online unter www.gazette-berlin.de. Ihre Redaktion des Dahlem & Grunewald Journals

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Schmuckplatz und Gartendenkmal Im Jahr 1913 wurde der Heidelberger Platz, der den nördlichen Abschluss des Rheingauviertels bildet, nach Plänen von Paul Jatzow als Schmuckplatz angelegt. Um 1920 wurde die Platzgestaltung durch Richard Thieme leicht verändert. Seit 1995 ist der Heidelberger Platz

ein Gartendenkmal. Der oval angelegte Rasenplatz, umrahmt von einem Spazierweg und Taxushecken, hat mehrere Zugänge. Allerdings sieht man anhand der Trampelpfade, dass der Mensch auch hier den direkten Weg vorzieht. Ursprünglich sollte eine Bronzeplastik in der Mitte des Platzes stehen, die Planung wurde jedoch nie verwirklicht. Von Anfang an diente

Die Säulen im U-Bahnhof sind mit steinernen Tierfiguren geschmückt.

er auch als Zugang der zu jener Zeit neu gebauten U-Bahn, auf die die Stadt Wilmersdorf sehr stolz war. Der Eingang zum UBahnhof an der östlichen Seite des Platzes ist als große Pergola gestaltet. Der ziemlich tief liegende Bahnhof – er musste den an dieser Stelle sehr tief liegenden Einschnitt der Ringbahn unterqueren – erinnert mit seinen Kreuzgewölben eher

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an eine Kathedrale. Obwohl es heißt, die Erbauer hätten einen Weinkeller im Sinn gehabt. Aufgrund der tiefen Lage konnte die Decke von dem beauftragten Architekten Wilhelm Leitgebel sehr hoch angelegt werden. Die S-Bahn hingegen hält schon 30 Jahre länger an der Station der Ringbahn, die anfangs Schmargendorf hieß. Im Jahr 1883 wurde der Bahn- Der Zugang zur U-Bahn fügt sich harmonisch in den Platz ein. hof eröffnet. direkt am Platz. Er gibt Wissen- Ein Stück weiter in Richtung schafts- und Fachliteratur für alle Wiesbadener Straße ist zwar Bereiche heraus, insbesondere kein Verlag – doch hier engaSchmargendorfer Naturwissenschaften, Medizin, gierte sich einst ein erfolgreicher Verlagsviertel Jura, Wirtschaftswissenschaften, Verleger zu Hause. In der Nähe des Heidelberger Mathematik und Technik. Nicht Rudolf Mosse (1843 – 1920) und Platzes befindet sich neben weit entfernt ist der Sitz des seine Frau Emilie gründeten an dem Rheingau-Viertel auch das Cornelsen-Verlags, der in die- der heutigen Rudolf-Mosse-Straheimliche „Verlagsviertel“ von sem Jahr das 80. Jubiläum feiert ße die Emilie- und Rudolf-MosseSchmargendorf. Der Verlag und Schülern sowie Lehrern ein Stiftung, ein interkonfessionelSpringer Nature hat seinen Sitz fester Begriff ist. les Waisenhaus. Heute wird es

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Früher soll eine Blumenrabatte das Rasenoval gesäumt haben – heute ist der Heidelberger Platz eher schlicht.

zum erfolgreichen Verleger aufgestiegen war, war für sein soziales Engagement bekannt. Er gründete auch schon früh eine Pensionskasse für seine Mitarbeiter. Im Mosse-Stift, das heute unter Denkmalschutz steht, sind heute Kinder- und JugendeinVerlagsviertel: Unweit vom Platz sind der Springer Nature... richtungen untergebracht. Eine kurz als Mosse-Stift bezeichnet. Gedenktafel erinnert an den StifMosse, der vom Buchhändler ter.� ◾

...und der Cornelsen-Verlag

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Verrat auf der Bühne

Ein Theaterstück über den Stasi-Spitzel Wolfgang Schnur kommt nach Dahlem

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m Sonntag, dem 19. April 2026, zeigt das Capitol Dahlem um 11 Uhr eine besondere Schauspiellesung: „Die Anhörung“ rekonstruiert das letzte Interview von Wolfgang Schnur – Rechtsanwalt, Christ und 25  Jahre lang StasiInformant. Schnur verteidigte in der DDR politisch Verfolgte, verriet sie jedoch gleichzeitig an das Ministerium für Staatssicherheit. Auch enge Freunde und seine Lebensgefährtin blieben davon nicht verschont. 1989 stieg er zum Vorsitzenden des Demokratischen Aufbruchs auf und galt als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Ministerpräsiden Foto: Prof. Jürgen Haase

ten – bis eine Woche vor den Alexander Kobylinski kurz vor Wahlen seine Doppeltätigkeit seinem Tod gab. Der Text wuraufflog. de nicht bearbeitet, lediglich gekürzt. Im Mittelpunkt steht Schnurs eigene Stimme – eine Lebensbeichte über Moral und Verrat. Im Anschluss an die Lesung findet ein Publikumsgespräch mit Autor und Regisseur Prof. Jürgen Haase statt. Veranstalter ist das WilhelmFraenger-Institut in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der Capitol Dahlem, Thielallee 36, 14195 Berlin SED-Diktatur. Die Veranstaltung Die Schauspieler Max Urlacher findet im Capitol Dahlem statt. und Uli Pleßmann tragen den Der Eintritt kostet 17 Euro, KarOriginaltext des Interviews vor, tenbestellung im Capitol unter das Schnur dem Journalisten Tel.030/322 931 322.� ◾

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Gruppenbild mit Skulptur: Die Initiatoren des Art Pavillon ´ 61 Andreas Butz, Frank Effenberger und Gerhild Karpf (v.l.n.r.).�

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Foto: privat

Kunst statt Kleidung

Art Pavillon ´ 61 neu in Schmargendorf

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ls die Wohnungsbaugesellschaft Neues Heim & Gemeinnützige im Jahr 1961 mit dem Bau der Wohnanlage mit Ladenzeile und -pavillons

an der Schmargendorfer Breite Straße begann, schuf sie nach Plänen des Architekten HansJürgen Heide einen gut durchdachten Mittelpunkt: Nachbarn

und Einzelhandel sollten hier an lebens- und liebenswertem Ort zusammenkommen, wo Wohnen und Einkaufen dicht beieinanderliegen. Doch die Zeiten

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haben sich geändert, hektischer lon ´ 61 mit einer rauschenden Online-Kauf verdrängt viel zu oft Vernissage eröffnet, die Gäste das persönliche Gespräch mit wie Macher und Anwohner mit dem Verkäufer nebenan. Auch Hoffnung und Freude über diemanch Einzelhändler an der sen neuen Kunststandort erfüllt. einladenden, rund 150  Meter

Hochwertige Kunst und Einzelstücke

Art Pavillon´61 Kunst & Kultur in Schmargendorf

langen Ladenzeile an der Breite Straße musste das an eigenem Leibe erfahren und sein kleines, aber feines Geschäft schließen. Die Folge sind Leerstand und verwaiste Geschäfte an diesem inzwischen denkmalgeschützten Ort, der noch immer charmanten Duft der 60er-Jahre versprüht. Hier wieder mehr Leben hineinzubringen und die Nachbarschaft zu begeistern, haben sich drei ebenso mutige wie ehrenamtlich aktive Anwohner aufgemacht: Nach wochenlangem Hämmern, Sägen, Bohren und Organisieren haben Andreas Butz, Frank Effenberger und Gerhild Karpf als Zwischennutzer am 8.  Januar den ehemaligen Modepavillon als Art Pavil Die drei Kunst- und Menschenfreunde ergänzen sich bestens ob ihrer beruflichen Herkunft für ihre neue Aufgabe zur Stärkung ihres Ortsteils: Da ist Andreas Butz – Immobilienmakler, Gründer der Bürgerinitiative „Schnipps!Schmargendorf“ und Musiker – Frank Effenberger – Schulleiter der Charles-DickensGrundschule – sowie Gerhild Karpf, Sängerin und ehemalige Sekretärin. „Das Organisieren, Vernetzen und Zusammenbringen von Menschen liegt uns allen ebenso im Blut wie die Liebe und das Verständnis zur Kunst“, erklärt Gerhild, deren Mutter, die Künstlerin Anna Maria Karpf, zu den ersten Kunstschaffenden gehört, die am neuen Kunstort ausstellen durften. Mit ihren Aquarellen, die vom zarten Blumenarrangement bis zur figürlich plakativen Farbexplosion reichen, brachte sie nicht nur

am Eröffnungsabend Leben und Wärme in den kalten Wintertag. Ergänzt wurde ihre Kunst von den lebensecht ansprechenden Skulpturen des Künstlers Rainer Kurka, die tänzerisch die Ausstellungsfläche in Bewegung zu setzen und selbst den Betrachter zu beobachten scheinen. Daneben waren auch Werke der Fotoart Johannes Hauser zu bestaunen, der digitale Fotografie auf ganz besondere Art zu vervollkommnen vermag. Bereits zur Eröffnung des Art Pavillon ´ 61 war das Echo groß und der Verkauf der Kunstwerke lief erfreulich an.

Flexibler Kunst- und Begegnungsort Der geräumige Ausstellungspavillon öffnet sich mit gut erhaltenem 60er-Jahre-Türgriff einladend seinem kunstsuchenden Publikum für Pop-up Kunstund Eventlocation. Behutsam denkmalschutzgemäß gestaltet, bieten die ehemaligen Schaufensterflächen über der Heizung mit gemütlichen Kissen wohlige Sitzmöglichkeit, große mobile Stellwände erlauben flexible Raumgestaltung. Aus zweiter Hand bezogen, hat ein Tischler

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sie praktisch mit Rollen versehen. Das Non-Profit-Projekt Art Pavillon ´ 61 arbeitet kostendeckend. So bietet der neue Kunst- und Kulturort viele Möglichkeiten für zum Kiez passende Veranstaltungen, von der Ausstellung

und Lesung bis zu Tanz, Workshop, Musikveranstaltung und Konzert. Ideen und Vorschläge sind stets willkommen, dabei achtet das Initiatoren-Team aber intensiv auf niveauvolle Angebote. „Die Nachfrage von Künstlern,

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die den Art Pavillon ´ 61 nutzen möchten, ist groß“, freut sich Gerhild Karpf und ergänzt, dass nicht nur Künstler aus dem Bezirk, sondern durchaus auch aus anderen Bezirken und Orten willkommen sind, – wenn sie mit ihrer Kunst in das Schmargendorfer Umfeld passen. Zu verdanken ist der Art Pavillon ´ 61 dem ehrenamtlichen Einsatz der drei Initiatoren, nicht zuletzt aber auch der Aufgeschlossenheit für die Kunst der Vermieterin: Sie stellt – bis ein zur Ladenpassage passender Mieter gefunden ist – die Geschäftsfläche vertrauensvoll dem Art Pavillon ´ 61 mietfrei und unbefristet zur Verfügung. Findet sich ein neuer Mieter, besteht für die Zwischennutzer eine zweiwöchige Räumungsfrist.

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Mit Werken von Anna Maria Karpf und Rainer Kurka startete der Art Pavillon ´ 61.

Halten wir es also mit Aaron Hammel, der im extra für den Art Pavillon ´ 61 geschriebenen Song empfiehlt: Berlin sagt: „Komm herein“.

René Wolter bietet mit seinem „WurzelPerlWerk-Ostermarkt“ vom 1. – 7. April Kunsthandwerk und Naturgestecke. – Kleine Glücksbringer, die zum Osterfest passen. Und zeitgleich vom 9.  April (Vernissage 18-21 Uhr) – 9. Mai stellen gleich zwei Künstler ihre Arbeiten aus: Albrecht Tiedemann präsentiert mit „Messerscharf und Handgerieben“ seine mehrfarbigen Holzschnitte: Am 23. April in der Zeit von 18-20 Uhr gibt der Künstler persönliche Einblicke mit der Midissage-Vorführung von „Holzschnitt Live“. Doreen Krause präsentiert im selben Zeitraum mit „Frauenzimmer“ ihre selbstgetöpferten Skulpturen. Weitere Uhrzeiten, Kontakt und Veranstaltungen im Art Pavillon ´ 61 werden unter https:// artpavillon61.odoo.com und im Berliner Kunstkalender unter www.kunstkalender.berlin/de/ orte/galerien/art-pavillon-61 angezeigt.� ◾ � Jacqueline Lorenz

In der Breite Straßen, Schmargen- Art Pavillon ´ 61 dorf, Breite Straße 32 Passage, denkmalgeschützt, 14199 Berlin wird ein leerer Raum zur Bühne – Öffnungszeiten: Mi.-Fr. 15-18 Uhr und Sa. 11-13 Uhr sowie nach Vereinbarung für Kunst, Kultur und Musik

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Staudenmarkt auf der Domäne Dahlem Über 80 Aussteller präsentieren Pflanzenvielfalt und geben Tipps

Domäne Dahlem - Landgut und Museum in der Königin-Luise-Straße 49.

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m 11. und 12. April 2026 findet auf dem Gelände der Domäne Dahlem der Berliner Staudenmarkt statt. In der historischen Kulisse des Ritterguts und Museums lädt die Veranstaltung dazu ein, sich auf die Gartensaison vorzubereiten. Auf einer Marktstrecke von über einem Kilometer präsentieren sich 74 Gärtnereien, Baumschulen und Saatgutbetriebe sowie zusätzlich zahlreiche Informationsstände und Anbieter von Gartenzubehör. Das Spektrum der Aussteller reicht von regionalen Kleinbetrieben bis hin zu internationalen Spezialisten.

Pflanzenvielfalt und Fachberatung Das Angebot umfasst ein breites Sortiment an Blütenstauden für alle Jahreszeiten, Ziergräsern und Nutzpflanzen. Auch Bäume, die sich dem wandelnden Klima

besonders gut anpassen können, werden vorgestellt. Neben dem Verkauf steht der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Besucher haben die Möglichkeit, sich direkt bei den Erzeugern über Pflanzung und Pflege zu informieren. Rankende Obstgehölze wie Kiwibeeren und Weintrauben stehen zur Auswahl genau wie das Kaukasus-Vergissmeinnicht, historische Rittersporne oder Besonderheiten für Pflanzensammler. Ergänzt wird das Angebot rund um Pflanzen und Garten durch verschiedene kulinarische Stände sowie das BioGasthaus. Die Einkäufe werden von den „Pflanzenparkplätzen“ mittels „Pflanzentaxi“ direkt zu dem gewünschten Eingang der Domäne gebracht – langes Tragen über den Markt entfällt also. Präsentiert wird der Markt von der Gärtnerhof GmbH. Auch die Domäne Dahlem selbst ist

mit einem Stand vertreten und bietet in diesem Jahr Tomatenund Erdbeerjungpflanzen aus vollständig torffreier Anzucht an.

Feste Schuhe und eigene Taschen Der Staudenmarkt ist an beiden Tagen jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Da es sich bei dem Veranstaltungsort an der Königin-Luise-Straße  49 um einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerflächen und Wiesen handelt, wird das Tragen von festem Schuhwerk empfohlen. Um das Müllaufkommen zu reduzieren, werden Gäste gebeten, eigene Taschen und Transportmittel für ihre Einkäufe mitzubringen. Zudem wird Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Informationen zu den Eintrittspreisen und Lageplan unter www.berliner-staudenmarkt.de/ domaenedahlem.� ◾

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Berliner Straße/Ecke Thielallee.

Radstreifen in der Thielallee

Zweiter Bauabschnitt gestartet – Dauer etwa drei Monate Freie Universität

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m März haben in der Thielallee die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt eines neuen Radfahrstreifens begonnen. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Habelschwerdter Allee und der Kreuzung Berliner Straße/Unter den Eichen in Fahrtrichtung Süd. Der erste Abschnitt in Fahrtrichtung Nord war bereits im Dezember fertiggestellt worden. Der neue Radfahrstreifen ist 2,5  Meter breit und wird durch eine durchgezogene Linie von 25 Zentimeter Breite vom übrigen Fahrverkehr getrennt. Bisher teilten sich Autos und Fahrräder auf dem 1,1 Kilometer langen Straßenabschnitt den Verkehrsraum. In den Kreuzungsbereichen soll eine rote Farbmarkierung die Sichtbarkeit des Radstreifens erhöhen; außerdem werden die Haltlinien für den Radverkehr an Ampeln vorgezogen. Vor den eigentlichen Markierungsarbeiten erneuern die Berliner Wasserbetriebe und die Berliner Energie und Wärme vorhandene Schächte. Danach wird die Fahrbahndecke, die Spurrinnen und Risse aufweist, grundlegend saniert. Für die Bauarbeiten ist eine Vollsperrung der jeweils betroffenen Fahrbahnseite nötig. Die Bauzeit wird auf rund drei Monate geschätzt. Anwohner müssen in dieser Zeit mit Einschrän ter

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Die Fahrbahn Richtung Süd in der Thielallee ist gesperrt. � Map data © OpenStreetMap contributors

kungen rechnen: Angrenzende Grundstücke sind für Autos – außer für Rettungsdienste – nicht direkt erreichbar. Der Durchgangsverkehr wird über Habelschwerdter Allee und Unter den Eichen umgeleitet. Die Müllentsorgung wird sichergestellt. Der Radstreifen entsteht auf dem Streifen, der bisher als Parkfläche für Autos und Anhänger genutzt wurde. Als Ausgleich wurden im Herbst 2025 neue Parkplätze im Bereich der Straße Unter den Eichen geschaffen. Auf Höhe der Arztpraxen wird in beiden Fahrtrichtungen je eine Liefer- und Ladezone von zwölf Metern Länge eingerichtet.� ◾

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Schwerer Stoff im MEK

Trachten erzählen Lebensgeschichten

Detail der Sonntagskleidung der Bauerntochter Elisabeth Weiss, getragen in Kéty/Giek (Schwäbische Türkei, Ungarn) 1942. Foto: Oleg Kuchar / Donauschwäbisches Zentralmuseum (DZM)

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as Museum Europäischer Kulturen (MEK) in Dahlem zeigt ab dem 24. April 2026 die Sonderausstellung „Schwerer Stoff: Frauen – Trachten – Lebensgeschichten“. Die Schau, eine Übernahme des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm, präsentiert textile Objekte aus dem

Zeitraum von 1880 bis 1990. Im Zentrum der Ausstellung stehen rund 20 Kleiderensembles sowie Fotografien und Zeichnungen. Die Exponate reichen von bunten Stoffen auf goldenem Grund bis hin zu tiefschwarzer Brautkleidung. Sie illustrieren die Lebenswelten der Donauschwa ben, die als Nachfahren deutschsprachiger Auswanderer vom späten 17. bis zum 19. Jahrhundert im Königreich Ungarn siedelten. Die Kleidung spiegelt das Spannungsfeld zwischen dörflichen Regeln und einer multikulturellen Gesellschaft wider. Laut der Ulmer Kuratorin Henrike Hampe bestehen die Ensembles aus bis zu 15 Teilen. Die Besitzerinnen trennten sich trotz oft bewegter Biografien nicht von diesen Stücken – vom Arbeitsgewand bis zum Totenkleid. Damit verknüpfen die Textilien individuelle Schicksale mit der Geschichte von Migration, Abgrenzung und Integration. Auch Aspekte wie textiles Upcycling werden thematisiert. Nach einer Station am Ethnografischen Museum Budapest ist die Ausstellung bis zum 29.  März 2027 im Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee  25,14195  Berlin, zu sehen. Begleitend ist ein zweisprachiger Katalog erschienen. ◾

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Gesundheit Dahlem & Grunewald Journal

Schmuck und Möbel von Brücke-Künstlern

Kunsthandwerkliches Schaffen der Expressionisten im Brücke-Museum

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as Brücke-Museum in Dahlem widmet sich ab März einem bislang kaum beachteten Kapitel der berühmten Künstlergruppe: ihrem kunsthandwerklichen Schaffen. Die Ausstellung „Kunst Hand Werk Brücke“ präsentiert rund 180 Objekte, von denen viele noch nie öffentlich gezeigt wurden. Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Erich Heckel schufen neben ihren Gemälden und Druckgrafiken auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Möbel, Schmuckstücke und Teppiche waren für sie kein dekoratives Beiwerk, sondern Ausdruck eines umfassenden ästhetischen Anspruchs. Holz, Metall, Textil und Glas wurden zu Trägern künstlerischer Ideen. Die Ausstellung nähert sich dem Thema über die verwendeten Materialien und legt besonderen Wert auf die Herstellungsprozesse. In Zusammenarbeit mit Fachleuten wie dem Holzbildhauer Valentin Kammel, der S chmuckdesigne Ernst Ludwig Kirchner, Stuhl II, mit sitzender Frau und stehendem Paar als Rückenlehne, 1920, Arvenholz, geschnitzt, mit Ochsenblut gefärbt. Foto: Brücke-Museum

rin Elisabeth Schotte und der Textilkünstlerin Lisa Reichmann konnten erstmals handwerkliche Verfahren sicher bestimmt und Fragen der Urheberschaft präzisiert werden. Ein Höhepunkt ist das von Ernst Ludwig Kirchner für seine Lebensgefährtin Erna Schilling entworfene Bett aus dem Kirchner Museum Davos. Der Großteil der Exponate stammt aus dem Bestand des Museums und der Emy und Karl Schmidt-Rottluff Stiftung, ergänzt durch über 80 Leihgaben aus privaten und institutionellen Sammlungen. Die Ausstellung läuft bis zum 21.  Juni im Brücke-Museum, Bussardsteig 9, 14195 Berlin. Ein umfangreicher Katalog begleitet die Schau. ◾

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Nicht nur am FREI DAY nachhaltig unterwegs Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule und ihre Klimaschüler

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rieda, Sophia und Marie, Schülerinnen der Montessori Grundschule Am Rohrgarten können den Klima-Schulrap längst auswendig: Die Erde wird heiß, CO2 ist nicht richtig was jeder weiß,Veränderung ist wichtig also hat sich UNO 17 Ziele ausgedacht sodass auch dein Urenkel in hundert Jahren noch lacht danach hat sich die Schule im Aufbruch überlegt es kann sich nur was ändern, wenn die Bildung sich bewegt Greta hat doch recht: lasst die Kinder an die Macht wenn wir auch an andere denken, bildet sich die Kraft, heißt es da. Wieviel sich davon in ihrem Alltag umsetzen lässt, damit haben sie sich an ihrer Schule gemeinsam mit rund 80 Mitschülerinnen und Mitschülern im vergangenen Jahr mit spannenden Aktionen im Rahmen des FREI DAY Schulprojektes für das Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eingesetzt, die als globaler Aktionsplan der UN bis 2030 beschlossen wurden. Dabei geht es ebenso um das Beenden von Armut, Hunger und Ungleichheit wie um die Stärkung der Bereiche Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, sauberes Wasser, nachhaltige Energie, menschenwürdige Arbeit, Innovation, nachhaltige Städte, verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster, Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land, Frieden und Partnerschaften. Die Anna-EssingerGemeinschaftsschule wurde Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit 16  Preisträgerschulen Berlins im Rahmen des vom Land Berlin und der GASAG ausgelobten Wettbewerbes für ihre Aktivitäten im Bereich Klimaschutz ausgezeichnet und bekam ihre Urkunde Ende November 2025 in den Veranstaltungsräumen der Mühlenau-Grundschule verliehen. – Auch diese Schule wurde als Klimaschule ausgezeichnet gemeinsam mit zwei weiteren Zehlendorfer Schulen, der SchweizerhofGrundschule, der Zinnowald-Grundschule sowie der Reinfelder Grundschule (Texterin des Umwelt raps) in Grunewald. Das Preisgeld von 2.500 Euro teilen sich diese fünf Klimaschulen aus Zehlendorf und Grunewald nun, zweckgebunden soll es für weitere FREI DAY-Projekte verwendet werden, wie Cordula Witte, Lehrerin und Projektbegleiterin an der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule, erklärt.

FREI DAYS – Projekte von Schülerhand Mit der Fridays for Future-Bewegung waren auch in der Schülerschaft der Gemeinschaftsschule Nachhaltigkeitsthemen stärker in den Fokus gerückt: Ein FREI DAY-Projekt-Konzept wurde aufgestellt, und ab 2022 gingen die Schüler mit Aktionen wie der Gestaltung eines insektenfreundlichen Schulgartens oder Weihnachtspäckchen für die Berliner Stadtmission an ihre Nachhaltigkeitsumsetzung. Aktionen und Projekte werden seitdem freitags in festen Projektstunden konkretisiert, bereitet, nachbereitet und reflektiert, Verbesserungsvorschläge besprochen und Aktionsmaterial wie Plakate angefertigt. Dabei stehen Themenvorschläge der

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Dahlem & Grunewald Journal Schüler an erster Stelle. Lehrer entscheiden nicht über ihre Umsetzung, sondern begleiten sie vielmehr fachkundig. – Im Gegensatz zum sonstigen Schulalltag, in dem Lernthemen vorgegeben werden. Dass sich nicht alle vorgeschlagenen Projekte durchsetzen, liegt in der Natur der Sache: Mitspracherecht für alle. So kann es sein, dass das Thema Mädchenrecht in der einen Schülerprojektgruppe abgelehnt, in einer anderen aber ausgewählt wird. So lernen die Klimaschüler, selbstständig ihre eigene Meinung zu vertreten, aber auch, andere Meinungen zu akzeptieren und Kritikpunkte zu diskutieren – als wichtige Schule für das spätere Leben. So fand beispielsweise auf Anregung der Schüler die Umfrage zur Mülltrennung in der Gartenstadt Düppel statt, wurden Müllbeutel für das Kleidungsverwertungs-Projekt verteilt und wurde der PalmölGebrauch thematisiert. Auch Körbe flechten und das Bauen von Kleinmöbeln stand auf dem Programm. Und eine besondere Brücke wurde zwischen Klimaschule und Nachhaltigkeitszielen für eine lebenswerte Stadt von morgen geschlagen. Im Goerzwerk versuchte sich eine Projektgruppe

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sogar an der Moosverarbeitung bei der Freund GmbH, die mit echten Mooswänden auf nachhaltigen Städtebau mit Wohlfühlfaktor setzt. Auf der Schulbeurteilung der Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende wird dann deren jeweilige Projektteilnahme aufgeführt. 2025 widmete sich die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule mit ihrem FREI DAY-Einsatz verstärkt den Bereichen Umwelt, Tierschutz, Naturschutz, Essensverschwendung und Kinderrechte. Jeweils auf einen Themenbereich spezialisierte und ein Projekt begleitende Pädagogen der Schule leisten wichtige Hilfestellung, dazu Fachkräfte und -firmen sowie engagierte Eltern und Unterstützende.

Für eine gesunde (Um)welt Frieda, Sophia und Marie berichten der GAZETTE an einem kalten Wintertag von ihren FREI DAYNachhaltigkeits-Aktionen im Jahr 2025. Marie erzählt vom Ausflug zu dritt in den Wald, geführt von einer Försterin. Wildtiere wie Rehe und Wildschweine sahen sie dabei zwar nicht, „aber dafür

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viele Waldvögel. Und es war richtig spannend, Spuren vom Wild am Waldboden zu finden.“ Was sie dabei gelernt hat? – „Jetzt weiß ich, wie wichtig es ist, im Wald Totholz liegen zu lassen, denn es bietet Lebensraum, Nahrung und Versteck für Wildtiere, Vögel und Insekten. Aber auch Pilze und Moose brauchen es.“ Außerdem verhält sich Marie jetzt im Wald noch rücksichtsvoller und hat gelernt, womit man Wildvögel füttert, damit sie gesund bleiben.  „Food Waste“ beschäftigt Sophia nicht nur freitags. Begleitet von „Luna“, Anbieterin von gesunder und natürlicher Ernährung für Kinder, wurde gemeinsam Linsensuppe gekocht und Zutaten, die zu gut für die Tonne waren, darin eine zweite Chance gegeben. Dass man sich in der Schulmensa nicht mehr auf den Teller geben lässt als man Hunger hat, sei inzwischen für die meisten Schüler selbstverständlich, bestätigt Frieda, und die Essenausgeber hielten sich an die Mengenwünsche der Schüler. Auch das Social-Unternehmen „To good to go“, das Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt und zu kleinem Preis abgibt, lernten die Klimaschüler während ihrer Nachhaltigkeitsaktion kennen. So Simpatia

Pflegedienst Ihre Vorteile bei Simpatia Bei uns stehen Sie im Mittelpunkt. Mit Simpatia gewinnen Sie Sicherheit, Entlastung und ein starkes Team an Ihrer Seite. Keine Sprachbarrieren Alle Mitarbeitenden sprechen fließend Deutsch und gewährleisten damit eine vertrauensvolle und verständliche Betreuung. Das wird auch in Zukunft ein Markenzeichen unseres Pflegedienstes bleiben. Eine hohe Fachkräftequote für Sie! Dadurch erhalten Sie eine hochqualitative Pflege! Ihre Fragen werden von Fachpersonal beantwortet! Alle gebuchten Leistungen können in einem Einsatz erfolgen. Ihnen wird sämtliche Bürokratie abgenommen! Eine deutlich spürbare Entlastung für Sie und mehr Zeit für die Familie! Feste Bezugspersonen durch kleine Teams! Sie müssen sich nicht mehr als 3-4 Gesichter merken! Sie entscheiden, wo Sie Hilfe benötigen. Von der Unterstützung am Waschbecken über den Wocheneinkauf bis hin zum Verbandswechsel. Schnelle Aufnahme innerhalb von 24 Stunden! Wenn Sie bis 15:00 Uhr anrufen, kommen wir in aller Regel noch am selben Tag bei Ihnen vorbei!

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Klimaschüler aktiv im Brückenbau.�

Foto: A_E_G

phia erklärt: „Wenn ich heute eine halbe Banane übrig habe, weiß ich, wie ich sie weiter verwenden kann, und werfe sie nicht einfach weg.“ Das Kräutersalz, das sie und ihre Mitschüler mit Kräutern aus dem Schulgarten hergestellt haben, wurde ein Verkaufsrenner auf dem FREI DAY-Fest im Sommer. Die Einnahmen daraus und aus den Kuchen- und Waffelverkäufen sei Greenpeace gespendet worden, erzählt Frieda.

Auszeichnung als Antrieb Nicht zuletzt für das gelungene FREI DAY-Fest erhielt die Gemeinschaftsschule ihre Auszeichnung. Mit Bollerwagen und liebevoll gestalteten Plakaten waren die Schüler an diesem Tag mit einer beeindruckenden Nachhaltigkeitsdemo vor das Zehlendorfer Rathaus gezogen, extra gesperrt hatte der Bezirk dafür Berliner Straße und Clayallee. Das Echo auf die Aktion war mehr als positiv. In der Mühlenau-Grundschule fand begleitend an Festständen lebhafter Verkauf und Austausch statt, auch das rundum gelungen. Frieda bringt auf den Punkt, worin sich alle FREI DAY-Teilnehmenden einig sind: „Es ist einfach toll, mit unseren Projekten mitbestimmen zu können und ernst genommen zu werden.“ Und wenn auch der aktuelle Bericht des Sustainable Development Solutions Network (SDSN) von 2025 sagt, dass die derzeitigen Fortschritte noch nicht ausreichen, die Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen: Engagierte Klimaschülerinnen wie Marie, Sophia und Frieda stehen mit ihren Nachhaltigkeitsprojekten für viele junge Menschen in verantwortungsbewussten Schulen, die sich für das Erreichen dieser Ziele einsetzen und unserer Erde Hoffnung auf eine Zukunft machen, in der Mensch, Tier und Natur wieder besser im Einklang miteinander leben können.� ◾ � Jacqueline Lorenz

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175 Jahre Berliner Feuerwehr

Die älteste Berufsfeuerwehr Deutschlands feiert Geburtstag

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erlin im Jahr 1850: Enge Straßen, Gestank und noch viele Gebäude aus Holz, geheizt wurde mit Feuer im Kamin. Wenn es brannte – was oft vorkam – halfen Feuerwachen aus den Spritzenhäusern mit Hand Berliner Feuerwehr um 1910.�

Archiv Berliner Feuerwehr

druckspritzen sowie Freiwillige wehr als älteste Berufsfeuerwehr mit Feuerhaken und Eimerketten. Deutschlands. Am 1. Februar 1851 änderte sich das Vorgehen. König Friedrich Aufbau der ersten Wilhelm IV. hatte genug von un- Berufsfeuerwehr zureichender Brandbekämpfung und gründete die Berliner Feuer- Der erste Chef war Ludwig Sca zertifizierter Fachbetrieb

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Im 19. Jahrhundert rückte die Feuerwehr noch mit der Pferdekutschen aus.�

bell (1811 – 1885). Ihn beauftragte der König mit dem Aufbau der Berufsfeuerwehr. Er sorgte nicht nur dafür, dass es innerhalb kurzer Zeit 18 rund um die Uhr besetzte Feuerwachen in der Stadt gab, sondern ließ auch ein flächendeckendes Telegrafennetz für die Feuerwehr schaffen. Er kümmerte sich darum, dass gusseiserne Feuermelder gebaut wurden, die anschließend auf öffentlichen Plätzen in Berlin standen. Ab 1856 gab es in der Stadt ein Wasserleitungsnetz mit 1520 Hydranten. An ihn erinnert die Scabellstraße in Wannsee.

Von der Feuerspritze zum Löschzug Die Feuerspritzen wurden damals von Pferden gezogen. Sie hatten auch Auswirkungen auf den boomenden Wohnungsbau in der Stadt und dem Umfeld. Die damaligen Hinterhöfe mussten mindestens 5,34 x 5,34 Meter messen, damit die Feuerspritze wenden konnte. Dieses Mindestmaß wurde von den Bauherren der Gebäude nur selten überschritten, was zu den berühmtberüchtigten dunklen Berliner Hinterhöfen führte. Ab 1906

gab es einen Probebetrieb mit elektrisch betriebenen Löschfahrzeugen, nach zweijähriger Probezeit wurde ein elektrisch betriebener Feuerlöschzug in den Dienst gestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte man die Fertigung der elektrischen Radnabenmotoren ein, daraufhin nutzte die Feuerwehr Fahrzeuge mit Benzinmotor. Im Nationalsozialismus bekam die Feuerwehr einen neuen Namen – sie hieß „Feuerlöschpolizei“ und unterstand dem Reichsministerium des Inneren. Feuerwehrfahrzeuge waren ab 1940 nicht mehr rot, sondern Tannengrün.

Eine Stadt, zwei Feuerwehren Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Berlin geteilt, was auch zu zwei unterschiedlichen Feuerwehren führte. Im Westteil waren die Fahrzeuge Rot und die Feuerwehrleute waren Beamte. Im Ostteil fuhr die Feuerwehr rot-weiße Autos und war in die Volkspolizei eingegliedert. Während des Mauerbaus sprangen viele verzweifelte Berlinerinnen und Berliner aus höher gelegenen Wohnungen entlang der De Archiv Foto Marburg / CC BY-SA 4.0

markationslinie in die rettenden Sprungtücher der Feuerwehr aus dem Westen der Stadt.

Rettungsdienst an erster Stelle Heute, 175 Jahre nach der Gründung, ist die Berliner Feuerwehr eine der größten und modernsten der Welt. Aber der Job hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Schon 1969 wurde das Rettungsamt bei der Feuerwehr im Westen Berlins eingegliedert. Im Osten der Stadt blieb bis 1990 das Rettungsamt verantwortlich, das änderte sich erst mit der Wiedervereinigung. Seitdem gibt es mehr Einsätze im Rettungsdienst als im Brandfall. 2024 waren es 454.765 Rettungseinsätze, 25.385 Einsätze vom Rettungsdienst mit technischer Hilfeleistung und dagegen 20.545 Einsätze bei Bränden. Die Berliner Feuerwehr feiert ihr Jubiläum mit einem bunten Jubiläumsprogramm, so werden unter anderem vom 9. bis 10. Mai die historischen Fahrzeuge im Rahmen der Classic Days auf dem Kurfürstendamm präsentiert und ein Bildband zum 175. Bestehen veröffentlicht.� ◾

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Villa am

Roseneck

Gesundheitszentrum PR I V A T P R A X E N A M RO S E N E C K

Dr. med. Matthias-C. Dulce Über 20 Jahre am Roseneck

„Ein Stück Sylt in der Großstadt“, so beschrieb der Tagesspiegel das Roseneck, wo sich das Gesundheitszentrum (GHZ) „Villa am Roseneck“ befindet. Vor 20 Jahren habe ich die „Villa am Roseneck“ erworben. Seit dem bietet Ihnen die Privatpraxis Dr. Dulce und sein Praxisteam radiologische und neuroradiologische Leistungen auf dem neuesten Stand der Technik

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Dr. med. M.-C. Dulce Facharzt für Radiologie

CT erneuert in 2019 MRT Update und Upgrade in 2019

Hohenzollerndamm 104 Fon: +49 – (0)30 – 895 80 735 info@ghz-roseneck.de 14199 Berlin (am Roseneck) Fax: +49 – (0)30 – 895 80 736 www.ghz-roseneck.de Villa am Roseneck Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag 8:00 – 18:00 Uhr und Freitag 8:00 – 16:00 Uhr

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