Gazette Verbrauchermagazin

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für den Südwesten Berlins

Mit Rasierer am Steuer

„Nebentätigkeiten“ während des Fahrens sind häufige Unfallursache

Wer am Steuer sitzt, sollte sich auf das Fahren konzentrieren. Doch viele Autofahrer meinen, nebenbei auch noch etwas anderes erledigen zu können. Das ergab eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von „Risiko raus!“, der Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Danach waren über ein Drittel der Befragten aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit schon einmal in einen Unfall verwickelt.

Den Verlockungen der Technik erliegen gerade Jüngere gern: Sie telefonieren während der Fahrt, tippen Kurznachrichten ins Handy oder bedienen das Navigationsgerät - häufiger als Pkw-Lenker jenseits der 40. Von allen Befragten gaben aber auch 13 Prozent an, sich zu schminken oder zu rasieren. Dabei kann bereits das Gespräch mit dem Beifahrer oder das Bedienen des Radios die Aufmerksamkeit einschränken. „Mangel an Konzentration ist eine Hauptunfallursache“, so Professor Dirk Windemuth, Experte für Verkehrssicherheit am Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. „Wer Auto fährt, sollte mit dem Kopf bei der Sache sein. Er gefährdet sonst sich und andere Verkehrsteilnehmer.“ Windemuth empfiehlt - auch wenn es unbequem sein sollte - rechts heranzufahren oder einen Parkplatz aufzusuchen, um zu telefonieren oder sich neu zu orientieren. Die Straßenverkehrsordnung untersagt ohnehin Handys am Ohr während des Fahrens. Dies betrifft auch die Bedienung von Smartphones mit Navigationsfunktion. (be.p)

Gabi Stephan

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