Wenn die Wärme ungenutzt ins Freie tritt, geht viel Energie verloren. Grafik: IEU
Wenn die Heizung im Haus Wärme erzeugt, geht ein Teil der Energie an die Umwelt verloren. Die im Fachjargon genannten Wärmeverluste führen oftmals zu hohen Energieverbräuchen.
Nach Informationen des FIZ Karlsruhe sind die typischen Wärmeverluste in einem Einfamilienhaus mit einem Baujahr vor 1995 durchschnittlich bei der Heizung am größten. Etwa 30 bis 35 Prozent der produzierten Wärme wird entweder ungenutzt als Abgasverlust durch den Schornstein geblasen oder im Keller durch sogenannte Abstrahlung des schlecht gedämmten Kessels verschwendet. Laut Initiative Erdgas pro Umwelt sind warme Kellerräume ein Indiz für ein unzureichend gedämmtes Heizgerät.
Die ungedämmten Außenwände lassen etwa 20 bis 25 Prozent der Wärme durch das Mauerwerk. Die gleichen Wärmeverluste weisen auch typische Fenster aus den Baujahren vor 1995 auf. Ein ungedämmtes Dach verliert 15 bis 20 Prozent der Wärme an die Umwelt, im Boden verschwinden 5 bis 10 Prozent. Hinzu kommt die Lüftung: Sie beansprucht 10 bis 20 Prozent an allen Wärmeverlusten. Die Initiative Erdgas pro Umwelt macht darauf aufmerksam, dass es energetisch besser ist, die Fenster kurz aufzureißen, anstatt permanente Kipplüftung zu praktizieren.
Angesichts der vielen Wärmeverluste im Haus sollten Eigentümer die energetischen Schwachstellen Zug um Zug beseitigen. Durch bessere Fenster, ein gedämmtes Dach oder insbesondere eine neue, sparsamere Heizung lassen sich Energiesparpotenziale heben.
Es lassen sich aber auch ohne Geldeinsatz Einsparungen erzielen, beispielsweise indem Kipplüftung vermieden wird oder indem Heizkörper nicht mit Möbeln zugestellt werden.
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