Gazette Verbrauchermagazin

Das Verbrauchermagazin
für den Südwesten Berlins

Wie erhält man Schadenersatz aus Italien?

Beauftragter der Versicherung soll innerhalb von drei Monaten reagieren

Auslandsreisen mit dem Auto sind beliebt, aber auch nicht ganz risikolos. Immerhin werden rund 150.000 Deutsche jedes Jahr unschuldig in einen Verkehrsunfall im Ausland verwickelt. Meist sind es nur Blechschäden, aber auch die sind ärgerlich genug. Zumal es recht aufwendig ist, vom ausländischen Unfallverursacher beziehungsweise dessen Versicherung Schadenersatz zu bekommen.

Die einfachste Lösung ist, dass man mit einem so genannten Auslands-Schadenschutz selbst vorsorgt. Den bieten aber nur einige Versicherer als Ergänzung zur eigenen Autopolice an. Die Versicherung übernimmt dann die Verpflichtungen des ausländischen Unfallgegners und zahlt beispielsweise die Reparaturkosten für das Fahrzeug des Betroffenen.

Wer einen solchen Vertrag nicht hat, wendet sich an den so genannten Schadenregulierungsbeauftragten, den alle Versicherer in den jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz haben. Damit kann man in Deutschland seine Ansprüche gegen den Unfallverursacher im Urlaubsland klären lassen. Am besten über einen Anwalt, der von der eigenen Verkehrs-Rechtsschutzversicherung bezahlt wird und das Recht des Gastlandes kennt. Denn dieses gilt natürlich, trotz des Beauftragten in Deutschland. Die Adresse des Beauftragten erfährt man über den Zentralruf der Autoversicherer unter der Telefonnummer 0180-25026 für sechs Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz der Telekom oder unter www.zentralruf.de im Internet. Auf der Internetseite ist auch ein entsprechendes Formular hinterlegt, mit dem die wichtigsten Daten der Unfallbeteiligten online übermittelt werden können. Die Auskunft erfolgt dann ebenfalls online.
Falls der Beauftragte nicht innerhalb von drei Monaten angemessen reagiert, kann der Betroffene oder sein Anwalt die „nationale Entschädigungsstelle“ einschalten. Das ist in Deutschland der Verein Verkehrsopferhilfe, telefonisch erreichbar unter 030-20205858 oder postalisch unter Verkehrsopferhilfe, Wilhelmstr. 43/43G in 10117 Berlin. Diese beauftragt einen deutschen Versicherer mit der Schadenregulierung. Allerdings wird dem Beauftragten eine weitere Frist von zwei Monaten gewährt, in der er seine Antwort nachholen kann.

Natürlich muss man nachweisen, dass die eigenen Ansprüche berechtigt sind, der andere also tatsächlich schuld am Unfall war. Was, wann, wo und wie geschehen ist, lässt sich am besten mit dem „Europäischen Unfallbericht“, einem standardisierten Formular für alle wichtigen Unfalldaten, dokumentieren. Den kostenlosen Vordruck gibt es mit Ausfüllhilfen in den meisten europäischen Sprachen, so dass Missverständnisse mit dem Unfallgegner vermieden werden können. Anfordern kann man ihn unter www.gdv.de oder bei der eigenen Versicherung. Der Unfallbericht wird von allen Versicherern akzeptiert, Namen und Anschriften von Zeugen sowie das Aktenzeichen des Polizeiprotokolls müssen selbstverständlich ebenfalls vorgelegt werden.

  • Twitter
  • Facebook
  • StudiVZ
  • mySpace
  • delicious
  • digg
  • google
  • linkARENA
  • Mister Wong
  • reddit
  • MS live
  • yahoo
 

Händler pleite! Anzahlung futsch?

Bei größeren Anschaffungen auf Bestellung oder Lieferung verlangen viele Händler und Versandhäuser Anzahlungen von ihren Kunden. Ein hohes Risiko: Denn falls das Geschäft vor Lieferung pleite geht, ist das Geld meist verloren. weiter...

Vor der Reise Impfausweis prüfen

Vor dem Urlaub nehmen sich die meisten Menschen Zeit für Reisevorbereitungen der unterschiedlichsten Art. So wird zum Beispiel das Auto „auf Herz und Nieren“ überprüft, damit die Fahrt pannenfrei verläuft. weiter...

Ärger im Urlaub?

Gerade bei Pauschalreisen kommt es nicht selten zu ärgerlichen Überraschungen am Urlaubsort. weiter...

Mit Rasierer am Steuer

Wer am Steuer sitzt, sollte sich auf das Fahren konzentrieren. Doch viele Autofahrer meinen, nebenbei auch noch etwas anderes erledigen zu können. Das ergab eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von „Risiko raus!“, der Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. weiter...

Restschuldversicherung

In unsicheren Zeiten sind Immobilien als Anlage besonders gefragt. Die meisten Häuslebauer und Wohnungskäufer nehmen dafür ein Hypothekendarlehen auf, das sie über lange Zeit zurückzahlen. Doch was tun, wenn dem Hauptverdiener etwas zustößt? weiter...

Unannehmlichkeit oder Reisemangel?

Wer für seine Urlaubsreise ein Hotel der einfachen Kategorie bucht, darf vor Ort nicht allzu hohe Ansprüche stellen. Tut er das dennoch und verlangt nach seiner Rückkehr eine Preisminderung wegen angeblicher Reisemängel, hat er kaum Aussicht auf Erfolg. weiter...

Ferienimmobilie: Erst prüfen – dann kaufen!

Sonne satt und das Meer, die Felsküste oder die liebliche Hügellandschaft vor der Haustür: Das würde man gern viel öfter genießen! Am liebsten in den eigenen vier Wänden. weiter...

Lebenslang mehr Rente

Endlich ist es soweit: Nach jahrelangem Sparen wird pünktlich zum Seniorendasein die Lebensversicherung fällig. Ist sie nicht zum Hausabzahlen oder für eine Weltreise verplant, stellt sich die Frage nach sinnvoller Verwendung. Man sollte nicht das gesamte Ersparte auf eine Karte setzen. weiter...

Wasserschäden lassen sich nicht immer verhindern

Petra S. liebt ihre Einbauküche. Sie bietet ihr viel Arbeitsfläche, Spülmaschine und Herd sind in die Küchenzeile optimal integriert. Kürzlich wurde sie allerdings von den Tücken der fest installierten Technik überrascht. weiter...

Ferienjob statt Faulenzen

Kino, Klamotten, Kurz-Urlaub: Viele Schüler in Berlin nutzen die großen Ferien, um ihr Taschengeld aufzubessern und sich ein paar Extra-Wünsche zu erfüllen. Wer älter als 15 Jahre ist, darf sich Ferien-Euros verdienen. Allerdings müssen ein paar Regeln beachtet werden. weiter...

Titelbild des Gazette Verbrauchermagazins

Aktuelle Ausgabe

Essbar oder ungenießbar?

Berlins Wälder und Umgebung sind mit mehr als 1500 bekannten Großpilzarten ein überaus interessanter Ort für Pilzsucher. Aufgrund der langen Trockenheit im Sommer kann die Pilzsaison dieses Jahr vergleichsweise spät beginnen. „Wir können... weiter...

Anzeige

Schleiferei Messer Vogel in Berlin-Steglitz

Steglitz-Zehlendorf

Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister Steglitz-Zehlendorf
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
die Sommerferien sind vorbei, die Schule hat wieder begonnen, der Alltag ist wieder eingekehrt. Oft bleiben in der Hektik der Arbeitswoche nur die Stunden am Abend und am... weiter...

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversamlung (BVV):

Zukunft der Steglitzer Woche

In diesem Jahr wurde die Steglitzer Woche zum 58. Mal durchgeführt. Neben einer Reihe von begleitenden Veranstaltungen stand im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit die traditionelle Festwiese im...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

CDU: Die Steglitzer Woche hat eine 58-jährige... weiter...

SPD: Die Steglitzer Woche ist eines der... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Die Steglitzer Wochen... weiter...

FDP: Die Steglitzer Woche ist die... weiter...

Anzeige

Mahling Propangas-Füllstelle in Berlin-Zehlendorf

Charlottenburg-Wilmersdorf

Monika Thiemen, Bezirksbürgermeisterin Charlottenburg-Wilmerdorf
Das Wort der Bezirksbürgermeisterin

Liebe Leserinnen und Leser!
Nach dem Ende der Schulferien hat für viele der Arbeitsalltag wieder begonnen. Die öffentlichen Verkehrsmittel und die Veranstaltungskalender sind wieder voller. Auch in... weiter...

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV) diskutiert:

Sondernutzung des öffentlichen Straßenlandes - Fluch oder Segen?

Gehwege, Straßen und Plätze sind als öffentliches Straßenland für alle da. Nur in Ausnahmefällen kann das Ordnungsamt gegen eine Gebühr eine zeitlich befristete private Nutzung gestatten, wobei auch dann das...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

SPD: Das öffentliche Straßenland ist... weiter...

CDU: Für die CDU-Fraktion in der BVV... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Jeder Mensch... weiter...

FDP: Die Nutzung des Straßenlandes trägt... weiter...

Die Linke: Beides zugleich! Segen... weiter...

Tempelhof-Schöneberg

Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
der September steht ganz im Zeichen der Themen Ausbildung, Verleihung der KOSMOPOLITA und des Bezirksrenntages auf der Trabrennbahn Mariendorf. Die ausreichende Versorgung mit... weiter...