
Der perfekte Ort für die Eheschließung liegt für jeden woanders. Zu Lande, zu Wasser oder in der Luft – die Auswahl lässt keine Wünsche offen. So haben bereits Trauungen unter Wasser oder während eines Fluges stattgefunden. Traditionell findet jedoch die kirchliche Trauung und die Zeremonie im Standesamt den meisten Zuspruch.
Vor dem Ja-Wort ist in den meisten Fällen eine lange Planung nötig – schließlich soll der große Tag mit einer perfekten Feier gekrönt werden. Die Gästeliste muss erstellt werden, außerdem wird die schwierige Frage der Sitzordnung geklärt. Der Ort der Feier richtet sich nach der Anzahl der Gäste – und natürlich nach dem finanziellen Rahmen. Wenn sowohl kirchlich als auch standesamtlich geheiratet werden soll, stellt sich die Frage, nach dem Abstand zwischen beiden Feiern. Beides am gleichen Tag wäre ein großer Stress – da ist es günstiger, einen oder mehrere Tage zwischen den beiden Ja-Worten verstreichen zu lassen.
Die wichtigste Frage für die Braut ist die Kleiderfrage. Die traditionelle Hochzeit im weißen Kleid mit weitem Rock und Schleppe ist nach wie vor die Nummer eins. Aber auch moderne, kürzere Versionen des Hochzeitskleids oder Farben wie Champagner – auch in Kombination mit Bordeaux - erfreuen sich großer Beliebtheit. Natürlich darf der Bräutigam das Kleid vor der Hochzeit nicht zu Gesicht bekommen, das bringt Unglück. Doch einen Tipp zur Farbe darf er bekommen, damit er den Brautstrauß passend aussuchen kann.
Damit es beim Hochzeitsessen keine bösen Überraschungen gibt, sollte an dem ausgewählten Ort auf jeden Fall vorher „probegegessen“ werden. Auch der Fotograf für die Zeremonie und die anschließende Feier sowie die Musik müssen organisiert und gebucht werden. Hierbei ist es sinnvoll, sich auf Profis zu verlassen. Es wäre schade, wenn die Erinnerung an den „schönsten Tag im Leben“ verwackelt oder mit abgeschnittenen Köpfen präsentiert wird. Und Gäste, die auf einer Feier sitzen bleiben, weil der ausgesuchte Dauer-Rap des Hobby-DJ’s nicht jedermanns Geschmack trifft, machen die Party auch nicht gerade zum Highlight des Jahres.
Ein vorbereitender Hochzeitstanzkurs, der von vielen Tanzschulen als kleiner Crash-Kurs angeboten wird, macht ungeübte Tänzer fit fürs Parkett – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei dem ersten Walzer, der traditionell von den Brautleuten getanzt wird.
Vor der kirchlichen Trauung findet das Traugespräch mit dem Pastor statt, bei dem über die Vorstellungen der Brautleute zur Trauung, Glocken und Orgelmusik gesprochen werden. Einige Gemeinden bieten auch Eheschließungs-Seminare an, in denen Themen wie verstehen und lieben in der Partnerschaft, gemeinsame Ziele und Verhaltensweisen, wenn es Probleme gibt, angesprochen werden.
Um den Gästen die schwierige Frage „Was schenke ich?“ zu erleichtern, lohnt es sich, eine Geschenkeliste zu erstellen. Oft sind es komplette Geschirr-Services, die sich das Brautpaar auf diese Weise zusammenstellt. Fachgeschäfte sind hierbei gern behilflich und führen auch die Liste für das Brautpaar, so dass hierdurch keine zusätzliche Arbeit entsteht.
Der Blumenschmuck darf in der Planung nicht zu kurz kommen und auch an das Fahrzeug von und zur Hochzeit – ob mit einer weißen Kutsche oder mit dem blumengeschmückten Auto – muss organisiert werden. Natürlich steht auch die Hochzeitstorte auf der Liste ganz oben – sie ist neben den Brautleuten der Mittelpunkt der anschließenden Feier. Selbstverständlich müssen die Ringe ebenfalls vorher ausgesucht und graviert werden. Hierbei ist es sinnvoll, keinem schnelllebigen Modetrend hinterher zu eilen, denn die Eheleute werden die Ringe doch von nun an hoffentlich immer am Finger tragen.
Auch weniger romantische Fragen stehen bei einer Eheschließung an – die notwendigen Unterlagen für die Trauung müssen zusammengesucht werden, bei ausländischen Ehepartnern wird ein Ehefähigkeitszeugnis verlangt, das sicherstellt, dass keine im Ausland geschlossene Ehe der Trauung entgegensteht. Wer Gütertrennung vereinbart, kommt um einen notariell beglaubigten Ehevertrag nicht herum.
Dieses alles und noch vieles mehr muss vor einer Hochzeit organisiert und bedacht werden. Wer wenig Zeit hat oder seine Hochzeit von einem Profi organisieren lassen möchte, ist mit einem Hochzeitsplaner gut beraten. Diese Dienstleistung stammt eigentlich aus den USA, wird aber auch bei uns immer beliebter und immer öfter angeboten.
Tradition: Die Braut kann ihre Sparsamkeit beweisen, indem sie ihre Brautschuhe mit gesammelten Kupfermünzen bezahlt.
Eigentlich ist es herrlich einfach: Ein Pfennig im Brautschuh und es wird der zukünftigen Ehefrau niemals an Geld mangeln. Das besagt zumindest ein wunderbarer englischer Hochzeitsbrauch - eine der zahlreichen Traditionen, die auch heute noch viel Freude machen. Hat die Braut eine Münze im Schuh, dann sollte sie auch etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues tragen. Denn so will es die englische Sitte. Etwas Altes, z.B. ein Spitzentaschentuch, und etwas Neues, wie die Brautschuhe, symbolisieren das alte Leben als Ledige und das neue als Ehefrau. Das Geliehene, z.B. ein Schmuckstück der Freundin, steht für Freundschaft und das Blaue, meist ein Strumpfband, für ewige Treue.
Überhaupt dreht sich beim Schritt ins Eheleben so einiges um die Schuhe der Braut. Wollen die Freunde dem Paar ewige Gesundheit sichern, so müssen sie während der Hochzeitsfeier der Braut heimlich einen Schuh ausziehen und diesen mit Blumen füllen. Daneben stellt man ein Glas Wein, das das Paar gemeinsam austrinkt. Oder wie wäre es mit einer Versteigerung der Brautschuhe - das sorgt für viel Spaß und eine volle Kasse der Frischvermählten.
Damit die Brautschuhe für den großen Auftritt auch glänzend vorbereitet sind, sollten sie rechtzeitig ausgesucht werden. Dabei nicht vergessen, dass am Hochzeitstag die Füße vom vielen Stehen und Tanzen anschwellen können. Ein einfacher Trick: Die Schuhe eine halbe Nummer größer kaufen und eine kleine Einlegesohle hineinlegen, die bei Bedarf entfernt werden kann.
Die Brautschuhe am besten schon zwei Wochen vor der Hochzeit zu Hause einlaufen. Und wer den großen Tag zu einem perfekten Erlebnis machen will, der sollte ein Lederradiergummi griffbereit haben - in der Aufregung könnte schon mal ein Tanzpartner die weiße Pracht lädieren.
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