Gezielte Hygienemaßnahmen – um Krankheitserreger zu reduzieren. Foto: fotolia.de
Ausreichende Sauberkeit und Hygiene im Haushalt sind wichtige Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen. Dabei ist es völlig normal, dass in einem Haushalt eine Vielzahl unterschiedlicher Keime anzutreffen ist. Einige von ihnen haben eine durchaus nützliche Funktion, sie dienen der Stimulation des gesunden Immunsystems. Andere Mikroorganismen allerdings sind Krankheitserreger; sie sollten mit gezielten Maßnahmen verringert werden.
Im Putz- und Wascheifer ist so mancher Verbraucher durch die Frage angespornt, ob „sauber“ ausreicht oder „keimfrei“ erforderlich ist. Gezielte Hygienemaßnahmen machen diese Differenzierung tatsächlich erforderlich. Denn zuallererst einmal soll durch Hygiene die Ausbreitung und Ansiedlung von krankmachenden Mikroorganismen unterbunden werden. So kann zum Beispiel bereits regelmäßiges Lüften der Wohnräume die Ansiedlung von Schimmel verhindern. Neben diesen vorsorglichen Hygienemaßnahmen sollte man aber auch die richtigen Schritte unternehmen, um vorhandene Krankheitserreger zu entfernen oder zumindest zu reduzieren.
In Zeiten des Klimawandels und der eingeschränkten Haushaltskassen öffnen sich Verbraucher zunehmend für ressourcenschonendes, ökologisch und ökonomisch sinnvolles Haushalten. Nachhaltiges Verbraucherverhalten beinhaltet daher auch den Blick auf Energie- und Wasserverbrauch sowie die richtige Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln und ist ein Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Nachhaltig ist aber nicht mit nachlässig zu verwechseln. Insbesondere hinsichtlich notwendiger Hygiene im Haushalt ist beim umwelt- und ressourcenschonenden Waschen, Abwaschen und Reinigen ein hohes Maß an konsequenter Disziplin des Verbrauchers erforderlich.
Das Waschen von Haushaltswäsche bei niedrigen Temperaturen führt im Normalfall durchaus zu hygienischen Ergebnissen. Zur Verminderung einer übermäßigen Keimbildung in der Waschmaschine sollte allerdings ein- bis zweimal pro Monat bei 60 °C unter Einsatz eines bleichmittelhaltigen Vollwaschmittels gewaschen werden. Zusätzlich sollten nach jedem Waschgang die Trommeltür und die Dosierkammer der Waschmaschine zum Trocknen geöffnet bleiben. Falls im Haushalt Personen unter ansteckenden Erkrankungen leiden, sollte zumindest für den Zeitraum der Erkrankung auf Waschtemperaturen unter 60 °C bei Unterwäsche, Bettwäsche und Handtüchern verzichtet werden.
Auch das Geschirrspülen dient der Hygiene im Haushalt. In der Küche können sich sehr viele Keime sammeln, z.B. durch rohe Speisezutaten, Essensreste und Abfälle. Benutztes Geschirr sollte daher nicht ungespült wiederverwendet und Arbeitsflächen regelmäßig gereinigt werden. Spül- und Trockentücher wechselt man gegebenenfalls täglich und wäscht sie bei 60 °C. Zur Vermeidung einer Übertragung von Keimen ist es ratsam, für Hände einerseits und Geschirr andererseits unbedingt verschiedene Handtücher zu benutzen.
Klaus Afflerbach
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