Luftsprudler können den Wasserverbrauch spürbar senken. Foto: HLC
Auch wenn in Deutschland noch keine Knappheit an Trinkwasser herrscht, so sollte man dennoch sparsam damit umgehen. Geld kostet nicht nur der Verbrauch des Wassers selbst, sondern vor allem das Bereitstellen von warmem bzw. heißem Wasser in Form von Energiekosten. Zum Verzehr, also zum Trinken oder Kochen, verbrauchen wir nur 2% des Trinkwassers aus dem Hahn. Der überwiegende Teil endet als Abwasser aus Dusche, Badewanne, Toilette und Waschmaschine.
Wirksam Wasser sparen erfordert richtiges Verhalten sowie einige Investitionen. Das sollte für jeden Haushalt ein sehr wichtiges Thema darstellen, da man damit neben dem Umweltschutz auch seinem Geldbeutel etwas Gutes tut. Hier die wichtigsten Bereiche für Einsparpotenzial:
Dass Duschen weniger Wasser verbraucht als ein Vollbad ist weitestgehend bekannt. Aber auch beim Duschen selbst lässt sich viel Wasser einsparen, bis zu 50% bei der Verwendung von speziellen Duschköpfen. Diese Sparduschen ersetzen einen Teil des Wassers einfach durch Luft. Das mindert nicht den Duschkomfort, macht genauso sauber und spart in einem Zweipersonenhaushalt bei täglichem Duschen zwischen 100 und 170 Euro pro Jahr. Dieses Prinzip funktioniert auch bei Wasserhähnen. Hier spricht man von Luftsprudlern. Das ist ein einfacher Aufsatz für den Wasserhahn, der abhängig von der Qualität bis zu 50% des Wassers durch Luft ersetzt.
Aber auch beim WC gibt es großes Sparpotenzial. Durch eine Spül-Stopp-Taste oder eine Zwei-Mengen-Spülung werden statt 6–10 nur 3 bzw. 6 Liter Wasser pro Spülgang verbraucht. Bei gleicher Hygiene kann der Wasserverbrauch hier also um 30–50% reduziert werden.
Dass Sparen nicht immer mit Mühe verbunden sein muss, zeigt das Beispiel Geschirrspülmaschine. Hier wird weniger Wasser und Energie verbraucht, als beim Spülen von Hand. Für die vergleichbare Menge Geschirr braucht die Spülmaschine weniger als die Hälfte der Menge Wasser.
Großes Einsparpotenzial findet man auch bei Waschmaschinen. Ein uneffizientes Gerät steigert gegenüber einer sparsamen Maschine den Stromverbrauch um bis zu 60% und den Wasserverbrauch um bis zu 160%. Wenn eine Neuanschaffung ansteht, sollte auf die Verbrauchswerte geachtet werden und darauf, dass spezielle wasser- und stromsparende Programme zur Verfügung stehen.
Zusätzlich können kleinere Änderungen an der Technik einiger Wasser verbrauchender Geräte sehr viel Wasser sparen. So kann man mit einem so genannten Durchflussbegrenzer die laufende Wassermenge eines Wasserhahns fast halbieren, dieser kann bequem selbst montiert werden und bewegt sich preislich in der Regel unter 20 Euro.
Gießwasser für den Garten muss kein Trinkwasser aus der Leitung sein. Sparen kann man durch Regenwassersammeln. Bei einer Regenwasseranlage fließt das Wasser vom Dach über Rinnen und Fallrohre in einen Tank. Dabei wird zwischen zwei Anlagentypen unterschieden, dem Innentank aus Kunststoff und dem Außentank aus Kunststoff oder Beton.
Auch in Mietshäusern lassen sich Kosten senken. Üblicherweise wird hier das verbrauchte Wasser pauschal nach Wohnungsgröße oder Personenanzahl auf alle Mieter umgelegt. Dadurch geht die Motivation des Einzelnen zum Wasser sparen verloren. Der mit dem Vermieter abgesprochene Einbau von Wohnungswasserzählern schafft eine gerechte Abrechnung und einen Anreiz zum Sparen.
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