Gazette Verbrauchermagazin

Das Verbrauchermagazin
für den Südwesten Berlins

Verbrühungsgefahren im Haushalt

Heißes Wasser brennt wie Feuer

In der dunklen Jahreszeit und dem üblichen nass-kalten Wetter steigt die Sehnsucht, sich an Tee, Kaffee oder anderen heißen Getränken zu erwärmen und es sich eben gemütlich zu machen. Heiße Flüssigkeiten bergen aber auch ein Risiko: Verbrühungsgefahr. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Die Haut kleiner Kinder ist dünner und empfindlicher. Allein der Inhalt einer Tasse heißen Tees kann bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen.

Mit zunehmender Mobilität des Säuglings und Kleinkindes wächst die Gefahr, sich zu verbrühen. So ereignen sich rund zwei Drittel der thermischen Verletzungen, also Verbrühungen, durch heiße Flüssigkeiten oder durch Anfassen heißer Gegenstände, bei Kindern unter fünf Jahren. Die meisten Unfälle geschehen dabei im zweiten Lebensjahr, wenn das Kind schon gut greifen kann und laufen lernt. In dieser Entwicklungsphase bilden Gegenstände einen besonderen Reiz, diese zu holen, herunter zu ziehen, um sie zu erkunden. Deshalb sollten Kannen oder Tassen mit heißen Flüssigkeiten niemals am Rand eines Tisches stehen, sondern für Kinder unerreichbar sein. Zur Vermeidung von Verbrühungsunfällen ist es ratsam, auf herabhängende Tischdecken zu verzichten. Insbesondere wenn Kinder laufen lernen und gelegentlich noch stützenden Halt suchen, kann allein der Zipfel einer Tischdecke zur Gefahr werden.

Beim Kochen in Gegenwart von Kindern sollten nur die hinteren Herdplatten benutzt werden. Für zusätzliche Sicherheit kann durch ein Herdschutzgitter gesorgt werden. Kabel von elektrischen Wasserkochern oder Kaffeemaschinen sollten an der Wand entlang befestigt sein, damit Kinder diese nicht herabziehen können.

Zur Vermeidung von Verbrühungsunfällen an Warmwasserhähnen sollten Sperrarmaturen installiert werden, die die Wassertemperatur auf höchstens 45 Grad Celsius begrenzen.

Kleinere, oberflächliche Verbrühungen sollten für die Dauer von 15 bis 20 Minuten mit kaltem Wasser gekühlt werden. Das Kühlen verhindert das so genannte „Nachbrennen“ und begrenzt damit das endgültige Ausmaß der Hitzeschädigung. Zu kaltes Wasser oder auch Eis sollte nicht eingesetzt werden, denn durch Unterkühlung könnte das verletzte Gewebe noch stärker geschädigt werden. Mediziner warnen auch vor der Verwendung von Quark, Mehl, Zahncreme, Puder oder Öl auf verbrühter Haut. Auf diese als Hausmittel überlieferten Maßnahmen sollte unbedingt verzichtet werden, da sie Verletzungen nicht lindern, sondern verschlimmern.

Großflächige, tiefere Verbrühungen können eine Schockreaktion mit Kreislaufversagen zur Folge haben, deshalb sollte in diesem Fall der Rettungsdienst gerufen werden. Noch bis zu 48 Stunden nach dem Unfallereignis ist eine medizinische Schockprophylaxe erforderlich, die im Krankenhaus vorgenommen wird.

Klaus Afflerbach, DGK

  • Twitter
  • Facebook
  • StudiVZ
  • mySpace
  • delicious
  • digg
  • google
  • linkARENA
  • Mister Wong
  • reddit
  • MS live
  • yahoo
 

Häusliche Pflege

Das Alter so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu verbringen, ist ein häufig genanntes Ziel. Immer mehr Menschen erreichen rüstig ein hohes Alter und können ihren Alltag mit kleinen Einschränkungen selbst meistern. weiter...

Welche Pflegeeinrichtung ist die richtige?

Es war ein normaler Tag, als Gertrude P. zu ihrem morgendlichen Spaziergang aufbrach. Kurz vor dem Park fing die Welt vor ihren Augen an zu verschwimmen. Ihr wurde schwindlig, die Rentnerin brach auf dem Weg zusammen. weiter...

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Ob per Zeitungsanzeige, Postwurfsendung oder übers Internet: Als Wundermittel angepriesene Nahrungsergänzungsmittel zur angeblichen Linderung von Krankheiten boomen. weiter...

Ein herrenloses Tier aus dem Urlaub?

Beim Anblick einer abgemagerten Katze am Strand oder eines verwahrlosten Hundewelpen in der Grünanlage einer südländischen Großstadt schlägt so manches Menschenherz Alarm. weiter...

Wie Heimtiere gerne Ferien machen

Der Sommer lädt nach draußen ein und viele Menschen genießen die Sonne. Doch wie vertragen Heimtiere die heißen Temperaturen? Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. weiter...

Das Comeback der Kräuter

Tütensuppen und getrocknete Kräuter hatten das frische Grün fast schon aus den Supermarktregalen verdrängt. Heute quellen Gemüseabteilungen wieder über mit Chili, Zitronenmelisse, Salbei & Co. Es liegt im Trend, frische Kräuter und Gewürze in den Kochtopf zu streuen, um die Speisen zu verfeinern. weiter...

Großteil der Eltern lässt Kinder impfen

Das Ergebnis scheint auf den ersten Blick erfreulich: 91 Prozent aller Eltern lassen ihre Kinder impfen. Das hat jetzt eine von der DAK und der Zeitschrift ELTERN in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage* ergeben. Acht Prozent finden es in Ausnahmefällen immerhin noch vertretbar. weiter...

„Benimm“ ist in!

Überall dort, wo Hunde und ihre Besitzer auf andere Menschen und vielleicht auch Tiere treffen, ist ein rücksichtsvolles Verhalten angesagt. Natürlich hängt das Benehmen eines Vierbeiners unmittelbar mit der Einstellung seines Herrchens oder Frauchens zusammen. weiter...

Tierischer Urlaubsspaß

Wenn einer eine Reise tut ..., dann am liebsten mit seinen Liebsten. Das gilt insbesondere auch für Tierhalter. Doch zum einen verreist nicht jedes Haustier gerne. weiter...

Hunde im Backofen

Steht der Wagen in der prallen Sonne, sind sogar frühlingshafte 20 Grad Außentemperatur zu viel. Schon nach wenigen Minuten kann die Temperatur im Innenraum auf über 50 Grad steigen - für den Hund besteht dann akute Lebensgefahr. Darauf weist die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hin. weiter...

Titelbild des Gazette Verbrauchermagazins

Aktuelle Ausgabe

Essbar oder ungenießbar?

Berlins Wälder und Umgebung sind mit mehr als 1500 bekannten Großpilzarten ein überaus interessanter Ort für Pilzsucher. Aufgrund der langen Trockenheit im Sommer kann die Pilzsaison dieses Jahr vergleichsweise spät beginnen. „Wir können... weiter...

Anzeige

Fitness, Wellness, Prävention, Ernährungsberatung und vieles mehr in Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister Steglitz-Zehlendorf
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
die Sommerferien sind vorbei, die Schule hat wieder begonnen, der Alltag ist wieder eingekehrt. Oft bleiben in der Hektik der Arbeitswoche nur die Stunden am Abend und am... weiter...

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversamlung (BVV):

Zukunft der Steglitzer Woche

In diesem Jahr wurde die Steglitzer Woche zum 58. Mal durchgeführt. Neben einer Reihe von begleitenden Veranstaltungen stand im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit die traditionelle Festwiese im...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

CDU: Die Steglitzer Woche hat eine 58-jährige... weiter...

SPD: Die Steglitzer Woche ist eines der... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Die Steglitzer Wochen... weiter...

FDP: Die Steglitzer Woche ist die... weiter...

Anzeige

Kopania - Umzüge in Berlin Steglitz

Charlottenburg-Wilmersdorf

Monika Thiemen, Bezirksbürgermeisterin Charlottenburg-Wilmerdorf
Das Wort der Bezirksbürgermeisterin

Liebe Leserinnen und Leser!
Nach dem Ende der Schulferien hat für viele der Arbeitsalltag wieder begonnen. Die öffentlichen Verkehrsmittel und die Veranstaltungskalender sind wieder voller. Auch in... weiter...

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV) diskutiert:

Sondernutzung des öffentlichen Straßenlandes - Fluch oder Segen?

Gehwege, Straßen und Plätze sind als öffentliches Straßenland für alle da. Nur in Ausnahmefällen kann das Ordnungsamt gegen eine Gebühr eine zeitlich befristete private Nutzung gestatten, wobei auch dann das...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

SPD: Das öffentliche Straßenland ist... weiter...

CDU: Für die CDU-Fraktion in der BVV... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Jeder Mensch... weiter...

FDP: Die Nutzung des Straßenlandes trägt... weiter...

Die Linke: Beides zugleich! Segen... weiter...

Tempelhof-Schöneberg

Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
der September steht ganz im Zeichen der Themen Ausbildung, Verleihung der KOSMOPOLITA und des Bezirksrenntages auf der Trabrennbahn Mariendorf. Die ausreichende Versorgung mit... weiter...