Bei vielen Schülern lässt die Motivation zu lernen im Laufe der Zeit nach. Manche entwickeln eine regelrechte Schulangst. Doch dagegen lässt sich etwas tun, schildert die Diplompsychologin Inge Loisch „Schulangst kann in ganz unterschiedlicher Form auftreten“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Sektion Schulpsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Hierzu zählt Prüfungsangst, die Angst vor Bestrafung oder die Angst vor konkreten Personen wie bestimmten Lehrern oder Mitschülern. „Die Anzeichen können von Kind zu Kind sehr unterschiedlich aussehen. Jeder kennt zum Beispiel das fast schon sprichwörtliche „Schul-Bauchweh“ also Magenprobleme mit Schmerzen im ganzen Oberbauchbereich.“ Auch andauernde Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, auch Angst- und Albträume sind möglicherweise Ausdruck einer Angst vor der Schule.
„Neben körperlichen Symptomen sollten die Eltern jedoch auch bei Verhaltensauffälligkeiten wie dem Trödeln vor der Schule, Aggressionen oder auch Depressionen, neuerlichem Nägelkauen oder Einnässen hellhörig werden.“ Loisch empfiehlt Eltern ihren Kindern zuzuhören. Bewertungen wie „Kein Wunder dass du Angst vor der Arbeit hast, du warst ja auch faul“ oder gute Ratschläge wie „Da musst du dich wehren“ seien hier fehl am Platze. Wenn Eltern und Lehrer nicht mehr weiter wissen, sollten sie professionelle Hilfe holen. Hierbei sind Schulpsychologen sinnvolle Ansprechpartner. Ihre Beratung gibt es bundesweit und ist kostenfrei.
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