Gazette Verbrauchermagazin

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für den Südwesten Berlins

Allergiker leiden bei Heizungsluft

Hausstaubmilben mögen es feucht und warm

Hausstaubmilben, vor allem ihr Kot, sind die am häufigsten vorkommenden Innenraumallergene. Sie mögen es warm und feucht. Gut isolierte, schlecht gelüftete und warme Räume bieten den kleinen Spinnentieren optimale Lebensbedingungen. Je höher die Konzentration an Allergenen in der Wohnung ist, desto stärker treten die typischen gesundheitlichen Beschwerden der Hausstaubmilbenallergie auf: Tropfende Nase, Husten und Niesen, Atemnot und juckende Haut, aber auch Kopfschmerz und Halskratzen. Besonders während der Heizperiode, so die Einschätzung des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ADA), treten allergische Reaktionen auf Hausstaubmilben stärker auf.

Hausstaubmilben ernähren sich vorwiegend von menschlichen Hautschuppen, Haaren und tierischen Federn. Täglich verliert der Mensch zirka 1g Hautschuppen. Von dieser relativ kleinen Menge können in jedem Bett Tausende von Milben leben und allergenen Kot hinterlassen. Außerdem schwitzen Menschen im Schlaf pro Nacht zirka 200 bis 300 Milliliter Feuchtigkeit aus und sorgen so für ein milbenfreundliches Klima im Bett. Bettwäsche sollte deshalb wöchentlich bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Da Milben allerdings auch diese Temperatur längere Zeit überleben können, sollten Allergiker darauf achten, dass die Waschmaschine über ein Sonderprogramm verfügt, bei dem hohe Waschtemperaturen für mindestens eine Stunde Zeit gehalten werden. Nicht waschbare Materialien können im Wäschetrockner bei 60 Grad Celsius von Milben befreit werden, so der Rat des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen. Zudem ist es notwendig, Matratzen, Bettdecken und Kopfkissen regelmäßig zu reinigen oder bei trockener Witterung an der Sonne zu lüften.

Inhalations-Allergiker sollten ihre Aufmerksamkeit auf Staub und Raumluft richten, denn hier versammeln sich viele Allergene. Deshalb ist es generell ratsam, Staub nicht aufzuwirbeln, ihn aber dennoch ohne erhöhtes Belastungsrisiko zu entsorgen. Handelsübliche Haushalts-Staubsauger ohne besondere Ausstattungsmerkmale sind für Allergiker ungeeignet. Mitunter sind herkömmliche Geräte sogar schädlich, da sie die angesaugte Luft ungefiltert wieder in die Raumluft abgeben. Allergiker sollten darauf achten, dass die Gerätegehäuse und Staubbeutel absolut dicht sind. Empfehlenswert sind zusätzlich spezielle HEPA-Abluftfilter, die über eine Aktivkohleschicht verfügen. Da Allergene nur winzig klein sind, weiß man beim Staubsaugen nie genau, wann ein tatsächlich ausreichender Hygienezustand erzielt ist. Hilfe für diese Unsicherheit bietet ein Hygienesensor, der von der Deutschen Montan Technologie GmbH, einem der führenden Prüfinstitute für Lufthygiene, zertifiziert wurde. Dieser Hygienesensor, der in die Bodendüse des Staubsaugers eingebaut ist, gibt anhand einer dreistufigen Leuchtanzeige Auskunft über die erzielte Reinigung. Leuchtet die Anzeige „grün“, ist davon auszugehen, dass kaum noch Pollen, Milbenkot, Schimmelpilzsporen oder Tierhaare vorhanden sind.

Ein Faltblatt mit Tipps zur alltäglichen Bewältigung von Hausstaubmilbenallergien kann beim Deutschen Grünen Kreuz e.V. unter dem Stichwort „Milbenallergie“ gegen Einsendung eines rückadressierten und mit 0,55 EUR frankierten DIN-Iang-Umschlags angefordert werden.

Adresse: Deutsches Grünes Kreuz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg.

Klaus Afflerbach

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