Wenn ein Altbad ein Vierteljahrhundert und mehr hinter sich hat, sind die Unterschiede zu einem modernen Bad deutlich. Die heutige Sanitärausstattung hat zum Beispiel viel weichere Oberflächen, die sich angenehmer anfühlen. Foto: tdx/Wüstenrot Bausparkasse AG
Bei Bädern ändert sich der Zeitgeschmack häufig. Schon bald nach dem Bau des Eigenheims kann so bei den Bewohnern der Wunsch aufkommen, das Bad zu modernisieren.
Viele Bäder in Altbauten haben 25 Jahre oder mehr auf dem Buckel. Da ist nicht nur die Optik in die Jahre gekommen, auch die Technik ist im Laufe der Zeit auf der Strecke geblieben.
Industriell vorgefertigte Baukastensysteme, die Zeit und Kosten sparen, werden bei der Badrenovierung immer beliebter. Auch wenn der Traum von der üppigen Badelandschaft zu Hause für viele aus Geld- oder Platzmangel begrenzt wird, sind auch im Altbau oft großzügigere Badlösungen möglich, als die Bewohner zunächst gedacht haben. Selbst in engen Bädern können mit Vorwandmodulen und standardisierten Komponenten individuelle Lösungen entstehen. Sie werden, raumhoch oder auf halber Höhe, vor die bisherige Wand gestellt. So reduzieren sie zwar etwas die bisherige Grundfläche, da sie aber viele Badutensilien und dazu Versorgungsleitungen für Wasser und Abwasser sowie Stromkabel aufnehmen, gleichen sie die leicht reduzierte Quadratmeterfläche mehr als aus.
Auch aktuelle Badezimmertrends kommen bei einer Renovierung alter Bäder zum Tragen, soweit es die Platzverhältnisse erlauben. Es ist nicht die ausgefeilte Sanitärtechnik allein, die den Baderaum von heute prägt. Nach den Vorstellungen der Sanitärindustrie soll der Aufenthalt im Bad ein angenehmes Erlebnis sein. Deswegen kommen neue und ungewohnte Stoffe zum Einsatz: Warme Materialien mit samtigen Oberflächen etwa, dick belegte Böden oder gepolsterte Podeste. Dazu kann dann auch eine weich ummantelte Badewanne gehören. Elastische Kunststoffe überall, die sowohl weich und nachgiebig, als auch stabil und hygienisch sind. Die sanfte Optik geht bis zur Beleuchtung, die zur Lichtinszenierung wird.
Wenn es der Grundriss zulässt, kann sich auch ein altes Bad zu einer Wellnessoase wandeln. Ausstattungselemente wie Regendusche oder Sprudelwanne, aber auch Möbel und eine insgesamt angenehme Optik tragen dazu bei. Es gibt viele Formen, Wasser besser fühlbar zu machen, zum Beispiel durch Schwallarmaturen und Tellerkopfbrausen oder Seitendüsen.
Auf der anderen Seite gibt es auch weiterhin betont zeitlose, schlichte und funktionelle Gestaltungskonzepte. Das ist auch notwendig in einer Zeit, in der die Menschen immer älter werden und die Zahl körperlich behinderter Badbenutzer steigt. Wer ein Handicap hat, schätzt ein selbstbestimmtes Leben besonders. Eine neue Generation barrierefreier Bäder hilft dabei, denn sie sind komfortabel, vielseitig und trotzdem schick. Hilfsmittel lassen sich dort unauffällig verstecken und werden erst richtig sichtbar, wenn sie benutzt werden sollen. Beispiele dafür sind klappbare Sitzflächen in den Duschen oder Badezimmerschränke, deren Spiegel sich nach vorne neigen lassen, um Rollstuhlfahrern bessere Sicht zu gewähren. Sie helfen auch kleinen Leuten im Badezimmer.
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