Wintergärten werden in Holz- oder Aluausführung angeboten. Es sind aber auch Holz-Alu-Kombinationen möglich. Trendfarben sind Grau bis Altgrau, aber auch farbige Profile werden immer mehr gewünscht. Foto: Weinor
England ist quasi das Mutterland des Wintergartens. Im 18. Jahrhundert schon trafen sich wohlhabende Bürger zum Tee in gusseisernen Glas-Konstruktionen. Als im Jahre 1851 die Fenstersteuer in England abgeschafft wurde, erlebte das Land einen wahren Boom bei der Errichtung von Wintergärten. Bei uns waren Wintergärten zunächst im Norden beliebt. In den 80er-Jahren setzte in ganz Deutschland ein wahrer Boom ein.
Rund 30 000 Hauseigentümer erfüllen sich laut Wintergarten-Fachverband jedes Jahr ihren Traum von der Wohlfühloase mit schönstem Ausblick. Sommer und Herbst sind die idealen Jahreszeiten, um mit der Planung zu beginnen. Konstruktion, Material und Standort richten sich dabei nach dem Verwendungszweck.
Empfehlenswert ist, für den Bau von Wintergärten modernes Glas mit optimalen Dämmeigenschaften zu verwenden. So vermeidet man, dass die offene Konstruktion zusätzlich Energie verbraucht. Selbstreinigende Dreischeiben-Isolierverglasungen liegen im Trend. Sie sorgen für eine hohe Energieeffiziens und immer sauberes Glas. Das relativ hohe Gewicht der Glaskonstruktion bedingt jedoch besonders starke Profile.
Ohne Sonnenschutz kann die Temperatur in einem Wintergarten bis zu 80 Grad ansteigen. Für Abhilfe sorgen von außen angebrachte Jalousien oder Markisen, die die Sonnenstrahlen erst gar nicht in den Glasbau vordringen lassen. Mit einer intelligenten Wintergartensteuerung können Markisen, Jalousien oder Fenster automatisch in Bewegung versetzt – und so auch im Sommer für angenehmer Raumklima sorgen. Um der drohenden Schimmelbildung vorzubeugen, sollten Zugluftöffnungen am Boden und Abluftöffnungen im Deckenbereich eingeplant werden.
Die Kosten für einen gut ausgestatteten „Sonnenfang“ beginnen bei circa 1.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Eine auch aus ökologischer Sicht sonnige Zukunft stellen Wintergärten mit bereits im Glasdach eingebetteten Solarzellen dar. Dies setzt jedoch entsprechend große Glasflächen voraus, da die Solarzellen bei kleineren Flächen nicht leistungsstark genug sind. Für einen Wintergarten mit „eingebetteten Solarzellen“ beginnen die Preise bei ca. 2.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die erzeugte Energie soll im Sommer für den Warmwasserbedarf sorgen und im Winter die Heizung unterstützen.
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