Mit einer neuen Gasbrennwertheizung, die über eine kontinuierliche Kalibrierung verfügt, kommt der Schornsteinfeger viel seltener zur Prüfung vorbei. Grafik: BDEW
Viele Hauseigentümer könnten mit Entlastungen rechnen, wenn es darum geht, wie häufig der Schornsteinfeger die Gasheizung überprüft.
In Deutschland wurden laut Auskunft des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus, Energie- und Umwelttechnik (BDH) in den vergangenen elf Jahren fast 900.000 herkömmliche Gas-Niedertemperaturkessel (NT-Kessel), etwa 2,1 Millionen Gasthermen und etwa 2,9 Millionen Gasbrennwertgeräte verkauft. Was viele Hauseigentümer jedoch nicht wissen, so der BDEW, ist, dass Gasbrennwertgeräte weniger häufig vom Schornsteinfeger Besuch bekommen.
Während der Schornsteinfeger bei veralteten Gaskesseln im Rahmen der Bundes-Immissionsschutzmessung (BImSchV) derzeit jährlich überprüft, ob die Geräte den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, sind Gasbrennwertgeräte grundsätzlich davon befreit. Der Grund dafür liegt darin, dass Gasbrennwertheizungen dem Abgas Wärme entziehen und dadurch so niedrige Emissionswerte erreichen, dass der Gesetzgeber die Anlagen von der Abgasüberprüfung entbunden hat.
Allerdings bekommen auch Gasbrennwertgeräte Besuch vom Schornsteinfeger. Die Bundes-Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) legt fest, dass ab dem Jahr 2010 alle zwei Jahre der Abgasweg kontrolliert werden muss. Das gilt auch für raumluftunabhängige Gasgeräte. Herkömmliche Gasheizkessel müssen jährlich im Rahmen der KÜO überprüft werden. Lediglich die Abgaswege von Gasbrennwertgeräten und raumluftunabhängige Gasheizungen mit selbstkalibrierender Verbrennung werden nur alle drei Jahre kontrolliert. Die intelligenten Brennerregelungen, die der Gesetzgeber durch die Verordnung fördert, haben alle namhaften Heizkesselhersteller im Programm. Diese Regelungen heißen beispielsweise „Scot“ oder „Lambda“. Beim Kauf der neuen Heizung sollte darauf ebenso geachtet werden wie auf eine integrierte Hocheffizienz-Umwälzpumpe, empfiehlt der BDEW. Eine aktuelle Übersicht verfügbarer Geräte gibt es bei der Initiative Erdgas pro Umwelt unter www.ieu.de .
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