Betrachtet man die Elektroinstallation in unseren Gebäuden, dann scheint selbst in vielen modernen Haushalten die Zeit stehen geblieben zu sein. Zu viele Elektrogeräte hängen an zu wenigen Stromkreisen. Das ist nicht nur unsicher und wenig komfortabel – es verhindert auch die Umsetzung vieler energiesparender Maßnahmen. Darauf weist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hin.
Dass die meisten Installationen in älteren Häusern eine Modernisierung dringend nötig hätten, liegt auf der Hand: Der Siegeszug von Computern, Videogeräten, Mikrowellen und selbst von Geschirrspülern oder Wäschetrocknern begann vor gut 20 Jahren.
Doch selbst in vielen Neubauten wird bestenfalls die minimale Pflicht erfüllt, wenn es um die Elektroinstallation geht. Hier werden Zukunftschancen verschenkt. Denn solche Installationen bieten nicht nur einen äußerst begrenzten Komfort. Nach Aussage des BDEW schränken sie auch die Möglichkeiten des Energiesparens deutlich ein. Um eine Automatisierung einzelner Anwendungen vorzunehmen, muss gewährleistet sein, dass die elektrische Anlage ausreichend dimensioniert ist.
Der BDEW nennt Bespiele, wie mit einer Elektroinstallation auf hohem Niveau bares Geld gespart werden kann. Etwa mit einer automatisierten Beleuchtung, die Bequemlichkeit und Sparsamkeit verbindet: Präsenzmelder schalten das Licht automatisch aus, wenn ein Raum gerade nicht genutzt wird. Zeit- und Bewegungsschaltungen ermöglichen eine Beleuchtung nach Bedarf. Ein gutes Viertel des Stroms für die Beleuchtung kann mit solchen intelligenten Lösungen gespart werden.
Bei der Heizung macht sich eine automatische Regelung schnell bezahlt: Einzelraumregelungen, z. B. in Kombination mit Fensterkontakten, erlauben eine grad- und zeitgenaue Temperaturregelung. Die Regelung berücksichtigt auch eintretende Wärme durch Sonneneinstrahlung oder die Abwärme von Hausgeräten.
Auch ein automatisierter Sonnenschutz spart Energie: Außenfühler erfassen den Sonnenstand und steuern Markisen oder Rollläden. So ist im Sommer Sonnenschutz gewährleistet, während die Strahlung im Winter ins Haus gelassen wird und die Räume erwärmen kann.
Noch komfortabler und energiesparender wird es, wenn Heizung, Beleuchtung, Sonnenschutz und weitere Funktionen vernetzt werden. Dann wird die Elektroinstallation vollends zur Systemtechnik – und das bei einem geringeren Verdrahtungsaufwand und bei erhöhter Flexibilität.
Allen, die ihre Elektroinstallation zukunftsfähig planen oder modernisieren wollen, empfiehlt der BDEW, die Serviceangebote der Initiative ELEKTRO+ zu nutzen. Die Initiative hält Broschüren und Checklisten zur maßgeschneiderten Planung bereit. Bestellung und weitere Informationen über www.elektro-plus.com .
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