Gazette Verbrauchermagazin

Das Verbrauchermagazin
für den Südwesten Berlins

Fenstertausch senkt Energieverbrauch

Bessere Einstufung im Energieausweis möglich

Vielen Hausbesitzern ist nicht bewusst, dass alte Fenster und Türen teure Heizenergie durch unmoderne Isoliergläser und undichte Rahmen wirkungslos nach draußen verpuffen lassen. Welche Auswirkungen der Austausch auf den Energieverbrauch eines Hauses hat und wie viel sich damit unterm Strich sparen lässt, belegen zahlreiche Renovierungsprojekte in ganz Deutschland eindrucksvoll. Dazu zählen auch Modernisierungsprojekte des Energieberaters Harald Schmidt in Baden-Württemberg und der Hauseigentümerin Claudia Hainz aus Ostwestfalen.

„Bei dem Projekt im baden-württembergischen Meißenheim ging es um ein Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1979“, erzählt Energieberater Harald Schmidt. Das freistehende Haus mit 239 Quadratmetern Gebäudenutzfläche hatte jahrelang mit rund 40 Quadratmetern veralteten Fenstern und einer verzogenen Haustür zu kämpfen. Die Konsequenz war eine nur durchschnittliche Einstufung im Energieausweis. Da das Haus bereits über einen modernen Brennwertkessel und eine vier Zentimeter starke Fassadendämmung verfügte, wandte sich der Hausherr an den Energieberater Harald Schmidt. „Bei der Untersuchung des Hauses wurde schnell klar, dass Verbesserungen der Verbrauchswerte am effektivsten durch den Austausch sämtlicher Fenster und Türen im Haus zu erreichen waren“, so Schmidt.

Nachdem die Entscheidung für den Austausch gefallen war, wurden die alten Isolierfenster und die Haustür entfernt und durch neue Wärmedämmfenster ersetzt.

Außerdem bekam das Haus eine Solarthermie-Anlage für die Warmwasserbereitung. Das Ergebnis freute nicht nur den Fachmann: Der Heizwärmebedarf des Hauses sank schlagartig von 150,4 auf 114,4 Kilowatt-Stunden pro Quadratmeter Fensterfläche. „Das sind unterm Strich 24 Prozent weniger Ölverbrauch, also rund 855 Liter pro Jahr“, so Harald Schmidt. Neben einer Ersparnis von mehreren hundert Euro pro Jahr brachte diese Verbesserung noch einen weiteren Vorteil für den Hausbesitzer: Das Eigenheim ist jetzt im Energieausweis besser eingestuft, was unmittelbare Auswirkungen auf Werterhalt und Wiederverkaufswert des Hauses hat.

Ähnlich positiv bewertet Claudia Hainz ihr Renovierungsprojekt in Rheda-Wiedenbrück, das sie komplett über die KfW-Bank finanzierte. Im Rahmen des „CO2-Gebäudesanierungsprogrammes“ wurden ihr 17.000 Euro zur Verfügung gestellt, mit denen sie ihre 30 Jahre alte Doppelhaushälfte mit 130 Quadratmeter Wohnfläche auf den neuesten technischen Stand brachte. Unter anderem wurden die Gastherme, rund 25 Quadratmeter veraltete Fenster, die Kellertür und die Haustür erneuert. Außerdem erhielt die Kellerdecke eine Dämmung aus 10 cm dicken Styroporplatten.

Das Ergebnis ist in mehrfacher Hinsicht spürbar: Die Nebenkosten werden laut der an dem Projekt beteiligten Energieberaterin von bislang rund 320 Euro im Monat auf unter 200 Euro pro Monat sinken. Und trotz der Rückzahlungsraten bleibt pro Monat sogar noch etwas mehr Geld im Portemonnaie. „Der Einsparung von rund 120 Euro stehen nur 95 Euro monatliche Kreditrate gegenüber“, freut sich Claudia Hainz. Weitere Vorteile sind der höhere Wiederverkaufswert und nicht zuletzt die wieder gewonnene Behaglichkeit des Eigenheimes. „Das Haus ist dank der neuen Fenster und Türen nicht mehr so zugig wie früher und uns ist jetzt auch bei geringer Heizleistung immer warm“, so die Hausbesitzerin. „Eine solche Modernisierung ist wirklich empfehlenswert und ich würde es jederzeit wieder tun.“

  • Twitter
  • Facebook
  • StudiVZ
  • mySpace
  • delicious
  • digg
  • google
  • linkARENA
  • Mister Wong
  • reddit
  • MS live
  • yahoo
 

Badzeit - Tipps zum neuen Bad

Bei Bädern ändert sich der Zeitgeschmack häufig. Schon bald nach dem Bau des Eigenheims kann so bei den Bewohnern der Wunsch aufkommen, das Bad zu modernisieren. Viele Bäder in Altbauten haben 25 Jahre oder mehr auf dem Buckel. weiter...

Frostsichere Außenarmatur

Mit dem Einbau einer frostsicheren Außenarmatur haben Hausbesitzer eine Sorge weniger: Die Gartenleitung muss nie wieder abgestellt werden. Das bedeutet, eine Wasserentnahme ist das ganze Jahr über möglich - und das ohne Risiko für die Rohre. weiter...

Streuen ist oft Mieterpflicht

Winterzeit ist auch Räum- und Streuzeit - nicht nur für den Winterdienst, sondern auch für die Bürger. Denn die Kommunen delegieren die Pflicht zum Schneeräumen und Streuen auf den Gehwegen in der Regel an die Hausbesitzer. weiter...

Heizkörper voll aufdrehen ist unnötig

Die richtige Raumtemperatur ist nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern kann auch Energie sparen. Denn mit jedem zusätzlichen Grad erhöhen sich die Heizkosten um etwa sechs Prozent. weiter...

Auf Spurensuche im Haus

Zu Hause - das ist der Ort, an dem wir uns rundum wohlfühlen wollen. Wenn aber die eigenen vier Wände mit Substanzen belastet sind, die unserer Gesundheit schaden, besteht Handlungsbedarf. Husten, Neurodermitis, Kopfschmerzen sind oft „Haus-gemacht“, ohne dass die Bewohner es auch nur ahnen. weiter...

Einbruch: Tipps für den Schadensfall

Etwa alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Der Besuch ungebetener Gäste hat weit reichende Folgen. Zum materiellen Schaden kommt noch der Schock der Opfer und häufig geht das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden verloren. Dennoch ist schnelles und richtiges Handeln gefragt. weiter...

Fenster zu – und durchatmen!

Da weht kein Lüftchen: Fenster und Gebäudehüllen sind heute extrem gut isoliert und damit energieeffizient. Allerdings können durch Dämmung eher Feuchtigkeitsschäden auftreten – wenn nicht ausreichend gelüftet wird. weiter...

Schippen und streuen

Der Winter beschert den meisten Menschen eine saisonale Bürgerpflicht: Sie müssen die Gehwege wieder trittsicher halten. Je nach Wetterlage heißt das Schnee schippen oder Sand streuen. Die Kommunen sind für die Sicherheit der Straßen zuständig, die Hauseigentümer für die Fußwege vor ihren Gebäuden. weiter...

Schadstoffe in Häusern gefährden die Gesundheit

Verschiedene Baustoffe und Einrichtungsmaterialien versprechen schöneres Wohnen. Wer jedoch beim Kauf nicht auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe achtet, bekommt später unter Umständen unangenehme Folgen zu spüren. weiter...

(K)ein kleines Problem

Zu hoch, zu schmal, zu kurz: Viele Bäder haben einen unglücklichen Schnitt und viel zu wenig Quadratmeter. Dennoch muss man bei ihrer Einrichtung nicht gleich klein beigeben. weiter...

Titelbild des Gazette Verbrauchermagazins

Aktuelle Ausgabe

Alles Gute zum Valentinstag

Anders als von den meisten Menschen vermutet, ist der Valentinstag am 14. Februar nicht etwa eine Erfindung der Blumenverkäufer. Der Tag, an dem die Liebenden sich und ihre Gefühle feiern und zum Ausdruck bringen, hat seinen Namen vom... weiter...

Anzeige

Sicherheitstechnik Harro Eichhorst in Wilmersdorf

Steglitz-Zehlendorf

Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister Steglitz-Zehlendorf
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
der Februar und mit ihm die Winterferien werden von vielen Skifans mit einem hoffnungsvollen Blick auf schneereiche Pisten und Loipen sehnsüchtig erwartet. Auf der anderen Seite... weiter...

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversamlung (BVV):

Die BVV als Gremium der bezirklichen Selbstverwaltung

Als 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz sieben Städte sowie Dutzende von Landgemeinden und Gutsbezirken mit der Stadt Berlin zu einer neuen Verwaltungseinheit zusammengefasst wurden, befürchteten viele der betroffenen Gemeinden einen Verlust ihrer kommunalen Identität und Selbstbestimmung. weiter...

Anzeige

Kruppa - Radio- und Fernsehtechniker- Meisterbetrieb in Berlin Charlottenburg

Charlottenburg-Wilmersdorf

Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister Charlottenburg-Wilmerdorf
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser!
Berlin ist eine der beliebtesten Städte in aller Welt. Die Touristenzahlen steigen kontinuierlich weiter an. Besonders viele junge, kreative, unternehmungslustige Menschen kommen... weiter...

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV) diskutiert:

Wie weiter mit dem Olivaer Platz?

Am 2. Dezember 2011 entschied sich die Jury eines Wettbewerbs zur Neugestaltung des Olivaer Platzes für den Entwurf des Dresdener Landschaftsarchitekturbüros Rehwaldt. Große Rasenflächen, ...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

CDU: Der Olivaer Platz als einer der zentralen... weiter...

SPD: Der Olivaer Platz ist die letzte... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Der Wettbewerb zur... weiter...

Piratenpartei: Als die Preisträgerentwürfe zur... weiter...

Die Linke: Es ist wichtig, dass die nun... weiter...