Gazette Verbrauchermagazin

Das Verbrauchermagazin
für den Südwesten Berlins

Schadstoffe in Häusern gefährden die Gesundheit

Analyselabor kann Giftstoffe im Eigenheim prüfen

Verschiedene Baustoffe und Einrichtungsmaterialien versprechen schöneres Wohnen. Wer jedoch beim Kauf nicht auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe achtet, bekommt später unter Umständen unangenehme Folgen zu spüren. Denn: Einige Produkte setzen Schadstoffe frei, die die Gesundheit beeinträchtigen können. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Augenreizungen sind typische Symptome. Wohngifte können aber auch von Unwohlsein über Allergien bis hin zu Krebs führen. Wer sein Eigenheim auf Giftstoffe prüfen lassen möchte, kann ein Analyselabor mit der Untersuchung beauftragen, so der Verband der Privaten Bausparkassen. Dieses empfiehlt dann, wie sich die nachgewiesenen Schadstoffe vermindern lassen und nennt schadstofffreie Alternativen. Leicht flüssige Schadstoffe lassen sich beispielsweise in der Raumluft nachweisen. Andere Stoffe reichern den Hausstaub an.

Ein bekannter Giftstoff ist Formaldehyd, der oft noch nach Jahrzehnten von Spanplatten ausgestoßen wird. Es kann aber auch in Möbelbeschichtungsfolien, Kunststoffen, Lacken und Farben enthalten sein. Ratsam ist, möglichst nur formaldehydfreie Möbel zu kaufen. Verschiedene Prüfsiegel, wie das RAL-Gütesiegel, „M“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel, die RAL-Umweltzeichen „Formaldehydarme Produkte aus Holz/Holzwerkstoffen“ und das Zeichen „Emissionsarme Holzwerkstoffplatten“ können bereits beim Kauf eine Hilfe sein. Ein häufiges Ärgernis ist zudem Schimmel. Einige Farben schränken die Atmungsfähigkeit von Fassaden und Wänden derart ein, dass ein idealer Nährboden für Bakterien entsteht. Empfehlenswert sind daher natürliche, atmungsaktive Farben und Anstriche. Die sind zwar teurer, aber dafür auch gesünder.

Übrigens: Die Bezeichnung „lösungsmittelfrei“ ist nicht gleichbedeutend mit „schadstofffrei“. Denn die Hersteller entscheiden selber, welche Inhaltsstoffe sie als Lösungsmittel definieren und welche nicht.

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