Werden Wohnräume unzureichend belüftet, kann sich der Schimmelpilz ungehemmt ausbreiten.Zu Hause - das ist der Ort, an dem wir uns rundum wohlfühlen wollen. Wenn aber die eigenen vier Wände mit Substanzen belastet sind, die unserer Gesundheit schaden, besteht Handlungsbedarf. Husten, Neurodermitis, Kopfschmerzen sind oft „Haus-gemacht“, ohne dass die Bewohner es auch nur ahnen. Baubiologen gehen mit moderner Technik auf Spurensuche.
Eine der großen baubiologischen Herausforderungen ist der Schimmelpilz. Häufig macht er sich infolge eines Rohrbruchschadens oder undichter Stellen im Mauer- und Dachwerk breit. Werden Wohnräume unzureichend belüftet, kann sich der Schimmelpilz ungehemmt ausbreiten. Baubiologen wissen ein Lied davon zu singen, dass diese Schäden meist viel zu spät oder gar nicht erkannt oder unterschätzt werden. Dabei kann allein schon der nachträgliche Einbau von fugendichten Fenstern in älteren Häuser zu Pilzbefall führen: Denn der natürliche Luftaustausch ist blockiert; kombiniert mit einer veralteten Wärmeisolierung des Gebäudes entstehen feuchte Wandoberflächen.
Nicht immer lässt sich der Pilz mit bloßem Auge erkennen. Ein mögliches Warnsignal kommt vom eigenen Körper: Wer unter Reizungen der Schleimhäute und Atemwege sowie Allergien leidet, könnte den Grund dafür in der eigenen Wohnung finden. Aufschluss über den wahren Zustand der Räumlichkeiten geben erst die Ortsbesichtigung und Analyse durch den Baubiologen Er inspiziert die Innen- und Außenwände mit professionellem Gerät, führt Feuchtigkeitsmessungen durch und nimmt Proben von Hausstaub und Raumluft mit. Zunehmend im Einsatz sind Spürhunde, die Schimmelpilz sofort erkennen.
Wie aber den Schimmel aus den Räumen verbannen? „Indem man das Problem an der Wurzel packt“, sagt Iris Laduch von der Bausparkasse BHW. „Bei niedrigem Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft kann sich der Pilzbefall schlechter ausdehnen.“ Laduch empfiehlt, in jedem Fall einen Fachmann mit der Spurensuche zu beauftragen.
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