Jede Person gibt pro Nacht rund 300 Gramm Wasser an die Raumluft ab. Am Morgen wird deshalb idealerweise gründlich gelüftet. Das Thermostatventil sollte dabei geschlossen bleiben. Foto: Danfoss
In einem Vier-Personen-Haushalt entstehen am Tag durchschnittlich zwölf Liter Feuchtigkeit. Alleine durch das Atmen und Schwitzen bringen es die Bewohner auf etwa vier Liter täglich. Auch Pflanzen in der Wohnung tragen circa zwei Liter bei. Diese Wasserpartikel werden von der Raumluft aufgenommen. Entsteht mehr Feuchtigkeit, als gebunden werden kann, schlägt sie sich an kühlen Flächen, wie Fenstern oder Außenwänden, nieder. Das kann im schlimmsten Fall zu dauerhaften Schäden an Bausubstanz und Gesundheit führen.
Bewusstes Heizen und Lüften hingegen sorgt für ein behagliches Raumklima. Ideal sind rund 20 °C im Wohnbereich und 21 °C im Bad; im Schlafzimmer genügen 18 °C. Um eine Temperatur von 20 °C zu erreichen, sollte das Thermostatventil am Heizkörper auf den Skalenwert ‚3‘ gebracht und die Einstellung nicht ständig verändert werden. Denn Thermostatventile übernehmen die Regelung selbsttätig. Über einen Fühler halten sie die gewählte Raumtemperatur konstant. Dazu registrieren sie jede Abweichung und steuern den Heizwasserzulauf durch Öffnen oder Schließen des Ventils.
Beim Lüften der Wohnräume werden die Thermostatventile allerdings grundsätzlich heruntergedreht. Das verhindert, dass durch die einströmende kühlere Luft zusätzlich Heizwasser in den Radiator fließt und die Wärme dann aus dem Fenster hinausgelüftet wird. Richtig gelüftet wird durch das weite Öffnen der Fenster, auch Stoßlüftung genannt. Werden die Fenster nur gekippt, kann es bis zu 30 Minuten dauern, bis die Feuchtigkeit draußen ist - kostbare, gespeicherte Wärme entschwindet ebenfalls.
Es empfiehlt sich, mindestens drei Mal am Tag Haus oder Wohnung gründlich durchzulüften, um Feuchtigkeit hinaus und ausreichend Sauerstoff hinein zu lassen. Im Übrigen kann sauerstoffreiche Frischluft Schadstoffe und Allergene aus Baumaterialien, Einrichtungsgegenständen oder Haushaltschemikalien leichter durch chemische Reaktionen abbauen. Die sauerstoffhaltige Luft dient jedoch nicht nur der Gesundheit, sondern hilft sogar beim Heizen: Denn sie erwärmt sich schneller als verbrauchte.
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