Neben Wasser brauchen Zimmerpflanzen von Zeit zu Zeit Dünger. Foto: Max Bahr
Zimmerpflanzen sind nicht nur schöne Accessoires für die Raumgestaltung, sie wirken auch gesundheitsfördernd und verbessern das Raumklima. Wer beim Kauf schon an die Bedürfnisse der Pflanze denkt, hat lange Freude an seinen grünen Mitbewohnern. Jede Zimmerpflanze hat ihre Standortvorlieben und Pflegebedürfnisse. Viele von ihnen sind unkompliziert, benötigen nur wenig Wasser und verzeihen Pflegefehler. Natürlich gibt es auch anspruchsvollere Zimmerpflanzen, die eine besondere Pflege erfordern. Ob Trendgewächs oder Evergreen - wer die folgenden Tipps beim Pflanzenkauf und bei der -pflege beachtet, wird sich lange an seinen Zimmerpflanzen erfreuen.
Standort: Schon der Standort spielt eine wichtige Rolle für das Wachstum der Pflanze. Klassiker wie Alpenveilchen, Azalee, Gerbera oder Begonie mögen es gern hell, kühl und feucht. Exoten wie Orchideen brauchen dagegen einen warmen Platz bei hoher Luftfeuchtigkeit. Bis auf Kakteen sollten Blüh- und Grünpflanzen nicht der direkten Mittagssonne ausgesetzt sein.
Blumenerde: Zimmerpflanzen brauchen eine qualitativ hochwertige Erde. Grünpflanzen-Erde versorgt die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen. Die lockere Erde unterstützt das richtige Wachstum: Wasser wird gut gespeichert und Luft gelangt leichter an die Wurzeln. Orchideen und Kakteen haben besondere Ansprüche an Konsistenz und Inhaltsstoffe des Substrats. Dafür gibt es spezielle Orchideenerde.
Umtopfen: Sind bereits Wurzeln durch die Drainagelöcher gewachsen, ist es höchste Zeit, die Pflanze umzutopfen. So hat sie wieder Platz, sich zu entwickeln. Der neue Topf sollte im Durchmesser maximal vier Zentimeter größer sein. Ist er zu groß, wird leicht zu viel gegossen.
Luftfeuchtigkeit: Ideal sind Werte von 40 Prozent bei einer Temperatur von 18 Grad Celsius bzw. 50 Prozent bei einer Raumtemperatur von 21 Grad Celsius. Bedingt durch Heizperioden in der kalten Jahreszeit liegen die Werte in einigen Räumen unterhalb von 40 Prozent. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit helfen Wasserschalen und Zimmerbrunnen. Auch das Besprühen mit Wasser bewahrt Pflanzen vor dem Austrocknen. Am besten eignet sich weiches Wasser, da zu hartes Wasser Kalkablagerungen auf den Blättern hinterlässt. Zu beachten: Nicht jede Pflanze - wie zum Beispiel der Weihnachtsstern - möchte besprüht werden. Aufschluss darüber gibt das Etikett oder die Empfehlung des Fachverkäufers.
Gießen: Der Wasserbedarf der Pflanzen richtet sich nach der Jahreszeit, der Pflanzenart, der Pflanzen- und Topfgröße und dem Standort. Zu häufiges Gießen kann zu Dauernässe und damit zu Schimmelbildung und faulenden Wurzeln führen. Tontöpfe ziehen Feuchtigkeit aus der Blumenerde, weshalb die Pflanzen häufiger gegossen werden müssen als Pflanzen in Plastiktöpfen. Das Gießwasser sollte Raumtemperatur haben und möglichst kalkarm sein. Einige Zimmerpflanzen mögen das Gießwasser statt auf den Blättern ausschließlich auf der Erde oder im Übertopf, beispielsweise Usambara-Veilchen. Wassertropfen hinterlassen andernfalls Flecken auf den Blättern.
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