Gazette Verbrauchermagazin

Das Verbrauchermagazin
für den Südwesten Berlins

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV)
Steglitz-Zehlendorf diskutiert

http://www.gazette-berlin.de/gazette/contenido/cms/upload/BVV/st-z-2008-01.250.175.jpgPrivatschule und Internat: Die Königin-Luise-Stiftung in Dahlem.

Januar 2008:

Schulen in freier Trägerschaft

In den letzten Jahren hat sich neben den staatlichen Schulen ein vielfältiges Angebot von Schulen in freier Trägerschaft mit besonderer pädagogischer oder weltanschaulicher Prägung in Berlin entwickelt. Sie bereichern die Schullandschaft mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und bieten den Eltern interessante alternative Angebote für die Ausbildung ihrer Kinder. Allein in den letzten 2 Jahren wurden 35 neue Schulen von der Bildungsverwaltung genehmigt. Auch in Steglitz-Zehlendorf sind neue Schulprojekte freier Träger geplant, die in den Gremien der BVV erörtert werden.

CDU-Fraktion

Wir als CDU freuen uns über die bereits bestehenden Schulen in freier Trägerschaft im Bezirk und unterstützen die Gründung weiterer Freier Schulen.
Freie Schulen zeichnen sich in der Regel durch eine hohe Qualität des Unterrichts und eine besonders engagierte Elternschaft aus und beleben mit ihren verschiedenen pädagogischen Konzepten die Schullandschaft. Sie vergrößern die Wahlmöglichkeiten der Eltern und tragen dazu bei, dass Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten und individuellen Begabungen gefördert werden können.
Diese Wahlfreiheit der Eltern muss unabhängig vom Einkommen bestehen. Deshalb ist es wichtig, dass das Schulgeld der Schulen in freier Trägerschaft sozial gestaffelt ist und auch kostenfreie Schulplätze zur Verfügung stehen. Die Schulplätze an Freien Schulen sind für das Land im Schnitt um etwa ein Drittel günstiger als die an staatlichen Schulen. Diese Ersparnisse müssen in die Stärkung der staatlichen Schulen investiert werden, beispielsweise um die Gebäude zu sanieren und mehr Lehrer einzustellen. Dies würde zu einer Verbesserung des Schulangebots für alle Schüler in unserem Bezirk führen.
Die Politik des Senats, durch willkürliche Kürzungen entgegen bereits getroffener Zusagen Freien Schulen die Existenzgrundlage zu entziehen, lehnt die CDU entschieden ab. Marc Wesser

SPD-Fraktion

In unserem Bezirk gibt es bereits zahlreiche Privatschulen, z.B. die Kant-Schulen, die Königin-Luise-Stiftung, Rudolf- Steiner- und Emil-Molt-Schule, die Evangelische Schule Steglitz und die Kath. Schule St. Ursula. Sie alle leisten ihren Beitrag zu unserem Bildungssystem.
Dennoch sagen wir: Neue private Schulen dürfen nicht zu Lasten der öffentlichen Schule gehen. Sie bildet die Basis unseres Schulsystems. Öffentliche Schulen zu schließen und dafür private Schulen zu eröffnen, ist ein Irrweg. Entwicklungen wie in anderen Ländern, in denen sich ein Zwei-Klassen-Schulsystem herausgebildet hat, wollen wir nicht: einerseits mit Elternbeiträgen gut ausgestattete Privatschulen, für alle, die sich das leisten können, andererseits die öffentliche „Restschule“, für die weniger bemittelten und bildungsferneren Schichten. Natürlich ist es verständlich, dass Eltern für ihre Kinder nur das Beste suchen. Doch sind private Schulen dafür wirklich der richtige Weg? Unser Ideal ist eine Schule, in der alle Kinder möglichst lange gemeinsam lernen und dabei individuell gefördert werden. Auch soziales Lernen ist zentral für die Entwicklung der Persönlichkeit und der Gesellschaft. Das geht nur in einem Schulsystem, das die Kinder nicht von klein auf voneinander trennt. Bildung darf nicht an sozialen Schranken scheitern. Renate Krohm

Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion

Neben den staatlichen Schulen tragen Schulen in freier Trägerschaft zur notwendigen Bildungsvielfalt in Deutschland bei. Schulen mit unterschiedlichen Profilen (sowohl staatliche als auch Schulen in freier Trägerschaft) haben den Auftrag die persönlichen Stärken der Kinder zu erkennen und gezielt zu fördern. Gründungsinitiativen für Privatschulen werden von Bündnis 90/ Die Grünen grundsätzlich positiv gesehen. Dennoch müssen sie sich in das Spektrum der Schullandschaft vor Ort einfügen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass freie und staatliche Schulen den freien und gleichberechtigten Zugang aller Kinder zur Bildung garantieren müssen. Eine Unterstützung privater Gründungsinitiativen und bereits existierender Schulen in freier Trägerschaft von Seiten der Bundesländer und der Kommunen, darf nicht zu Lasten der staatlichen Schulen gehen. Zudem sollte bei Neugründungen von Privatschulen bei der Standortsuche und der Profilbildung auch die Schulnetzplanung der Bezirke und die besondere Angebots- und Nachfragesituation vor Ort berücksichtigt werden. Freier und gleicher Zugang zur Bildung sollte der Anspruch sein. Die Entwicklung einer ungesunden Konkurrenzsituation im Nebeneinander von staatlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft darf nicht das Ziel sein. Henning v. Wittich

FDP-Fraktion

Das öffentliche Schulsystem steckt in einer permanenten Krise. Täglich gibt es Klagen über Unterrichtsausfall. Das Lehrpersonal ist überlastet. Die Schulen erhalten nicht die nötige Ausstattung an Lehrerund Erzieherstellen.
Bei der Eingliederung der Horte in die Grundschulen gibt es Raum- und Kapazitätsprobleme. Durch die vom Abgeordnetenhaus beschlossene Streichung von 5,3 Millionen Euro im Jugendbereich wird es keine weiteren Schulstationen geben; Einrichtungen außerschulischer Kinder- und Jugendbetreuung drohen wegzufallen.
Auf Grund dieser Situation wünschen sich Eltern Schulen in freier Trägerschaft, in denen ihre Kinder optimal unterrichtet und betreut werden. Im Bezirk gab es im vergangenen Jahr vier Initiativen von Eltern zur Gründung freier Schulen. Doch das Bezirksamt blockierte und lehnte die Nutzung von Gebäuden für eine Schulgründung kategorisch ab.
Die FDP-Fraktion unterstützt die Eltern. Wir wollen Wettbewerb unter den Schulen und die starren Strukturen im Bildungsbereich aufbrechen. Freie Träger sollen neue pädagogische Konzepte entwickeln, um die Ziele der staatlichen Rahmenpläne effektiver zu erfüllen. Siegfried Tulke

Weitere Informationen zur BVV Steglitz-Zehlendorf sowie aktuelle Termine finden Sie hier...

Archiv BVV-Themen Steglitz-Zehlendorf
Titelbild des Gazette Verbrauchermagazins

Aktuelle Ausgabe

Essbar oder ungenießbar?

Berlins Wälder und Umgebung sind mit mehr als 1500 bekannten Großpilzarten ein überaus interessanter Ort für Pilzsucher. Aufgrund der langen Trockenheit im Sommer kann die Pilzsaison dieses Jahr vergleichsweise spät beginnen. „Wir können... weiter...

Anzeige

Fitness, Wellness, Prävention, Ernährungsberatung und vieles mehr in Spandau

Steglitz-Zehlendorf

Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister Steglitz-Zehlendorf
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
die Sommerferien sind vorbei, die Schule hat wieder begonnen, der Alltag ist wieder eingekehrt. Oft bleiben in der Hektik der Arbeitswoche nur die Stunden am Abend und am... weiter...

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversamlung (BVV):

Zukunft der Steglitzer Woche

In diesem Jahr wurde die Steglitzer Woche zum 58. Mal durchgeführt. Neben einer Reihe von begleitenden Veranstaltungen stand im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit die traditionelle Festwiese im...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

CDU: Die Steglitzer Woche hat eine 58-jährige... weiter...

SPD: Die Steglitzer Woche ist eines der... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Die Steglitzer Wochen... weiter...

FDP: Die Steglitzer Woche ist die... weiter...

Anzeige

Kruppa - Radio- und Fernsehtechniker- Meisterbetrieb in Berlin Charlottenburg

Charlottenburg-Wilmersdorf

Monika Thiemen, Bezirksbürgermeisterin Charlottenburg-Wilmerdorf
Das Wort der Bezirksbürgermeisterin

Liebe Leserinnen und Leser!
Nach dem Ende der Schulferien hat für viele der Arbeitsalltag wieder begonnen. Die öffentlichen Verkehrsmittel und die Veranstaltungskalender sind wieder voller. Auch in... weiter...

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV) diskutiert:

Sondernutzung des öffentlichen Straßenlandes - Fluch oder Segen?

Gehwege, Straßen und Plätze sind als öffentliches Straßenland für alle da. Nur in Ausnahmefällen kann das Ordnungsamt gegen eine Gebühr eine zeitlich befristete private Nutzung gestatten, wobei auch dann das...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

SPD: Das öffentliche Straßenland ist... weiter...

CDU: Für die CDU-Fraktion in der BVV... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Jeder Mensch... weiter...

FDP: Die Nutzung des Straßenlandes trägt... weiter...

Die Linke: Beides zugleich! Segen... weiter...

Tempelhof-Schöneberg

Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
der September steht ganz im Zeichen der Themen Ausbildung, Verleihung der KOSMOPOLITA und des Bezirksrenntages auf der Trabrennbahn Mariendorf. Die ausreichende Versorgung mit... weiter...