Gazette Verbrauchermagazin

Das Verbrauchermagazin
für den Südwesten Berlins

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV)
Steglitz-Zehlendorf diskutiert

http://www.gazette-berlin.de/gazette/contenido/cms/upload/BVV/st-z-2008-02.250.175.jpgDas Bad an der Finckensteinallee. Foto: Menge

Februar 2008:

Wie geht‘s weiter mit dem Bad an der Finckensteinallee?

Das Bad an der Finckensteinallee auf dem früheren Gelände der Andrews-Kaserne wurde nach Abzug der US-Schutzmacht 1994 insbesondere für das Schul- und Vereins-Schwimmen genutzt. Im Sommer 2006 musste das denkmalgeschützte Gebäude aufgrund baulicher Problembereiche geschlossen werden. Seither haben die BVV und das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf immer wieder die dringende Notwendigkeit der Sanierung und die Absicherung der Finanzierung beim Parlament, Senat und den Berliner-Bäder-Betrieben angemahnt.

CDU-Fraktion

Wegen der Schließung der Schwimmhalle in der Finckensteinallee müssen Schulen und Vereine lange Anfahrtswege zu anderen Bädern in Kauf nehmen, viele Trainingseinheiten fallen aus. Ein wichtiger Teil der Jugendarbeit in unserem Bezirk wird gerade in den Schwimmvereinen geleistet, wo sich zahlreiche ehrenamtliche Helfer um den Nachwuchs kümmern. Inzwischen treten viele Mitglieder wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten aus den Vereinen aus. Dazu muss man wissen: in keinem anderen Bezirk gibt es weniger Hallenbadfläche pro Einwohner als in Steglitz-Zehlendorf; in Treptow-Köpenick und Mitte gibt es jeweils mehr als doppelt so viel. Und der Senat sieht trotzdem tatenlos zu, wie die Schwimmsportlandschaft in unserem Bezirk zerfällt. Es mag hart klingen, aber die Finckensteinallee ist typisch für den Umgang des Senats mit unserem Bezirk. Die Schließung der Vorklinik im Klinikum Steglitz, ständig viel zu geringe Zuweisungen für Schulgebäude und Schulausstattung unter Hinweis auf angeblich wohlhabendere Elternhäuser und die Kürzung der Gelder für die bezirkliche Jugendprävention für 2008 um 5,5 Mio EUR, also um mehr als ein Viertel, sind weitere Beispiele. Der Grund dafür ist einfach: Rot-Rot bedient seine Wähler, und die wohnen nicht im Südwesten. Der Senat muss sich endlich darauf besinnen, eine Politik für die ganz Stadt zu machen und seine rot-rote Klientelpolitik zu beenden. Marc Wesser

SPD-Fraktion

Am 17. Januar hat der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe beschlossen, dass alle 37 Berliner Hallenbäder erhalten bleiben sollen. Damit wurden Spekulationen über die dauerhafte Schließung des Bades in der Finckensteinallee und weiterer Bäder in anderen Bezirken beendet. Das ist gut so.
Nachdem bereits vor Jahren die Stadtbäder in Steglitz und Zehlendorf geschlossen worden sind, sind die verbliebenen Bäder in Dahlem, in Lankwitz und in der Finckensteinallee für die Daseinsvorsorge in unserem Bezirk unverzichtbar. Unverzichtbar für die Öffentlichkeit, für das Schulschwimmen und für die Schwimmvereine!
Als das Bad in der Fincken-steinallee wegen schwerer baulicher Mängel 2006 trotzdem kurzfristig geschlossen werden musste, war das für den Bezirk bitter. Als Sozialdemokraten setzen wir uns dafür ein, dass so schnell wie möglich die Sanierung erfolgt. 8 Millionen Euro wird sie kosten. Das ist nicht wenig. Ergebnis unserer Bemühungen war das Bädersanierungsprogramm des Senats, Bestandteil der Koalitionsvereinbarung von SPD und Linke. 50 Millionen Euro stehen dafür insgesamt zur Verfügung.
Ohne die Schließung der Finckensteinallee hätte es das Sanierungsprogramm nicht gegeben. Deshalb muss die Sanierung des Bades im Rahmen des Programms jetzt zeitnah erfolgen. Ein Verzicht darauf kommt nicht in Frage. Michael Karnetzki

Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion

Die, insbesondere seit der Schließung der Schwimmhalle in der Finckensteinallee, dramatische Unterversorgung mit Schwimmhallen für Schul-, Hort- und Vereinsschwimmen in Steglitz-Zehlendorf hat bereits zu massiven Austritten bei den betroffenen Vereinen geführt. Auch Schul- und Hortschwimmen ist kaum noch durchführbar. Eine Reaktivierung der Schwimmhalle in der Finckensteinallee ist daher dringend notwendig.
Auf Initiative der Grünen haben alle vier Fraktionen in der BVV in einem gemeinsamen offenen Brief an Senator Körting, die Berliner Bäder-Betriebe und das Abgeordnetenhaus am 16. Januar 2008 deutlich gemacht, dass eine Sanierung der Finckensteinallee schnellstmöglich gesichert werden muss und eine dauerhafte Stilllegung, wie sie im Zwischenbericht zum Bäderkonzept des Senats als eine Variante vorgestellt wurde, keinesfalls akzeptiert werden kann. Die Absichtserklärung, die Senator Körting daraufhin gegenüber der Presse äußerte, man werde keine Schwimmhalle in Berlin dauerhaft schließen wollen, ist ein erstes positives Signal. Aufatmen können die Schwimmerinnen und Schwimmer in Steglitz-Zehlendorf aber erst, wenn die Finanzierung tatsächlich gesichert ist, ein Fahrplan für die Sanierung ausgearbeitet wurde und die Bauarbeiten begonnen haben. Henning v. Wittich

FDP-Fraktion

Die von den Berliner Bäder Betrieben (BBB) geschätzten Sanierungskosten des Bades in der Finckensteinallee in Höhe von 6 – 8 Mio € sind so hoch, dass ein alleiniges Handeln der BBB unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht möglich ist, da es sich hier um ein Schul- und Vereinsschwimmbad handelt, das keine zusätzlichen Einnahmen erwarten lässt.
Fakt ist, dass dem Bezirk Wasserfläche fehlt und die Schwimmgemeinschaft Steglitz ein Drittel der Mitglieder verloren hat. Die Zeiten in den Schwimmhallen Schöneberg und Leonorenstraße sind unzureichend und haben zur Folge, dass das öffentliche Schwimmen im Leonorenbad weiter reduziert wurde.
Wir als FDP werden uns weiter auf Bezirks- und Landesebene dafür einsetzen, dass das Schwimmen im Bezirk möglich ist. Dazu brauchen wir die Wasserfläche der Finckensteinallee. Wir können uns auch einen Neubau vorstellen, da die geschätzten Sanierungskosten den Kosten eines Neubaus entsprechen. Ein Neubau hätte den Vorteil geringerer Energie- und Unterhaltskosten und dass man die heutigen Nutzungsbedürfnisse ohne Kompromisse, die bei einer Sanierung erforderlich wären, umsetzen könnte. Frank Kühnast

Weitere Informationen zur BVV Steglitz-Zehlendorf sowie aktuelle Termine finden Sie hier...

Archiv BVV-Themen Steglitz-Zehlendorf
Titelbild des Gazette Verbrauchermagazins

Aktuelle Ausgabe

Alles Gute zum Valentinstag

Anders als von den meisten Menschen vermutet, ist der Valentinstag am 14. Februar nicht etwa eine Erfindung der Blumenverkäufer. Der Tag, an dem die Liebenden sich und ihre Gefühle feiern und zum Ausdruck bringen, hat seinen Namen vom... weiter...

Anzeige

Kruppa - Radio- und Fernsehtechniker- Meisterbetrieb in Berlin Charlottenburg

Steglitz-Zehlendorf

Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister Steglitz-Zehlendorf
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser,
der Februar und mit ihm die Winterferien werden von vielen Skifans mit einem hoffnungsvollen Blick auf schneereiche Pisten und Loipen sehnsüchtig erwartet. Auf der anderen Seite... weiter...

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversamlung (BVV):

Die BVV als Gremium der bezirklichen Selbstverwaltung

Als 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz sieben Städte sowie Dutzende von Landgemeinden und Gutsbezirken mit der Stadt Berlin zu einer neuen Verwaltungseinheit zusammengefasst wurden, befürchteten viele der betroffenen Gemeinden einen Verlust ihrer kommunalen Identität und Selbstbestimmung. weiter...

Anzeige

Stil-Exklusiv - TIFFANY-Leuchten in Berlin Wilmersdorf

Charlottenburg-Wilmersdorf

Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister Charlottenburg-Wilmerdorf
Das Wort des Bezirksbürgermeisters

Liebe Leserinnen und Leser!
Berlin ist eine der beliebtesten Städte in aller Welt. Die Touristenzahlen steigen kontinuierlich weiter an. Besonders viele junge, kreative, unternehmungslustige Menschen kommen... weiter...

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV) diskutiert:

Wie weiter mit dem Olivaer Platz?

Am 2. Dezember 2011 entschied sich die Jury eines Wettbewerbs zur Neugestaltung des Olivaer Platzes für den Entwurf des Dresdener Landschaftsarchitekturbüros Rehwaldt. Große Rasenflächen, ...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

CDU: Der Olivaer Platz als einer der zentralen... weiter...

SPD: Der Olivaer Platz ist die letzte... weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Der Wettbewerb zur... weiter...

Piratenpartei: Als die Preisträgerentwürfe zur... weiter...

Die Linke: Es ist wichtig, dass die nun... weiter...