Das Nahversorgungszentrum am S-Bahnhof Nikolassee ist der favorisierte Standort für einen neuen Supermarkt.In den letzten Monaten wurden von Investoren Pläne für mehrere neue Supermärkte in Nikolassee vorgestellt. Diese Planungen, die die Bereiche an der Potsdamer Chaussee, am Nymphenufer und in der Alemannenstraße betreffen, wurden von den Anwohnerinnen und Anwohnern zum Teil heftig kritisiert. Im Fall des geplanten Discounters an der Potsdamer Chaussee hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen einen entsprechenden Bebauungsplan aussprach. Deshalb war dieser Themenkomplex in den letzten Monaten immer wieder Gegenstand der Beratungen in der BVV.
Die CDU hat am 15.12. eine Anwohnerversammlung durchgeführt. Ergebnis war, dass die Nikolasseeer den Bau von Supermärkten an der Potsdamer Chaussee und am Nymphenufer ablehnen. Wir haben uns dem angeschlossen und den Bau der Märkte verhindert.
Gewünscht wird ein kleiner Supermarkt am S-Bhf. Nikolassee, der sich in die Umgebung einfügt, diesem Wunsch wollen wir gerne entsprechen: Wir wollen dort einen Supermarkt der Größe 500-600 qm, der kein Aldi oder Lidl Markt ist, davon haben wir bereits genug.
Der Hohenzollernplatz ist ein noch unverschandeltes städtebauliches Juwel und muss als solches erhalten bleiben. Wir wollen daher einen Anbau an die bestehende Ladenzeile in ähnlicher baulicher Gestaltung, daran anschließend einen kleinen Parkplatz und an diesen anschließend bis zur Parallelstraße Grünfläche unter Erhalt fast aller Bäume auf dem Gelände.
Der Bezirk darf nicht durch hässliche Neubauten verschandelt werden. Die CDU setzt sich dafür ein, dass unser Bezirk seine Schönheit und Lebensqualität bewahrt. Torsten Hippe
Seit Jahren bemüht sich die SPD-Fraktion für den Ortsteil Nikolassee, die Nahversorgung zu verbessern, wie von vielen Bürgern gefordert wird. Ein konkreter Vorschlag dazu im Bereich Potsdamer Chaussee stieß auf starken Widerstand der Anwohner. Hier war es die SPD, die als erste die Kritik aufnahm und sich für andere Möglichkeiten einsetzte. Ein weiterer Vorschlag, am Nymphenufer, zwischen der S-Bahn S 1 und S 7 einen Vollversorger zu ermöglichen, halten wir konzeptionell und verkehrstechnisch für „Wahnsinn zwischen den Gleisen“ und lehnen diesen ab. Wir wollen zusammen mit den Bürgern und dem Bezirksamt das Nahversorgungszentrum Nikolassee stärken und eine sich jetzt abzeichnende Möglichkeit für die Errichtung eines Supermarktes unterstützen. Dabei müssen sich die Baulichkeiten den örtlichen Gegebenheiten anpassen, d. h. eine ortsteiltypische Bebauung ist erforderlich. Auch eine zufriedenstellende Parkplatzsituation muss sich ergeben. Wir halten eine breite Bürgerbeteiligung für notwendig, diese ist bereits vom Stadtrat Herrn Stäglin zugesagt. Die SPD setzt sich dafür ein, in diesem Bereich einen Nahversorger zu ermöglichen. Detlev Ronnisch
Bei den drei Nahversorgungsstandorten Potsdamer Chaussee, Nymphenufer und Hohenzollernplatz/Alemannenstraße ist eine Vorentscheidung zugunsten des letztgenannten Standortes gefallen. Wir begrüßen die Entscheidung weil das vorhandene Ortsteilzentrum dadurch wieder belebt wird, wenn auch die Verkehrsbelastung gegenüber dem Standort Potsdamer Chaussee kritischer zu sehen ist. Wir Grünen haben im Stadtplanungsausschuss zwar gegen die Aufhebung des Beschlusses zur B-Planänderung Potsdamer Chaussee gestimmt, das aber nur weil wir in einem Änderungsantrag die Option auf diesen Standort im Falle des Scheiterns des Nahversorgers am Hohenzollernplatz offen halten wollten. Der Standort Nymphenufer ist aus unserer Sicht nicht umsetzbar, da er dem favorisierten Standort auf Grund der größeren Verkaufsfläche keine Überlebenschance lässt und die Verkehrserschließung nur vom Kronprinzessinnenweg relativ problemlos möglich ist, der potentielle Kundenkreis aber auf der Alemannenstraßenseite wohnt und im Flächennutzungsplan dieses Areal als Grünfläche ausgewiesen ist. Ulf Hampel
In Berlin-Nikolassee wird seit geraumer Zeit über die Ansiedlung und den Standort eines so genannten Nahversorgers diskutiert. Ein Bedarf hierfür wird gesehen. Zunächst kam als Standort nur ein Grundstück in der Potsdamer Chaussee neben dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Betracht. Alle Parteien in der BVV hatten diese Idee unterstützt und eine Änderung des Bebauungsplans, der hier Wohnbebauung vorsieht, beim Bezirksamt angeregt. Noch vor der förmlichen Bürgerbeteiligung haben sich viele Anwohner gegen diesen Standort ausgesprochen. Diesem Bürgerwillen hat sich die FDP-Fraktion nicht verschlossen und trägt einen Antrag mit, den geltenden Bebauungsplan unverändert zu lassen. Von der FDP wird der neu in die Diskussion gebrachte Standort in der Alemannenstraße in Verlängerung der Ladenzeile am S-Bahnhof favorisiert. Ein kleiner Supermarkt an dieser Stelle ergänzt die bisherigen Einkaufsmöglichkeiten. Am weiteren Verfahren sollten jedoch die betroffenen Bürger angemessen beteiligt werden. Der dritte mögliche Standort am Nymphenufer wird von der FDP-Fraktion unter anderem wegen der fehlenden Wohnortnähe abgelehnt. Rolf Breidenbach
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