Mit dem Schuljahr 2008/2009 startete die Gemeinschaftsschule als Pilotprojekt in Berlin. Diese Schulform wird in der politischen Diskussion als Alternative zum mehrgliedrigen Schulsystem und gleichzeitig auch als Variante der Gesamtschule dargestellt. Die Rechtsgrundlagen hierzu werden derzeit im Abgeordnetenhaus beraten. Die Einführung dieser Schulform ist in Fachkreisen und im politischen Raum heftig umstritten. Vor dem Hintergrund aktueller Anträge von Schulen im Bezirk haben auch die Fraktionen in der BVV ihre unterschiedlichen Auffassungen zu diesem bildungspolitischen Thema verdeutlicht.
Steglitz-Zehlendorf beheimatet mit der mit der John-F.-Kennedy-Schule auch bisher schon eine Gemeinschaftsschule. Ihr Erfolg beruht auf dem besonderen deutsch-amerikanischen Profil. Einen solchen Versuch wollen nun Rohrgarten-Grundschule und Nikolaus-August-Otto-Oberschule unternehmen und sich zu Berlins erster durchgehender Montessori-Schule zusammenfinden. Die Initiative der Schulkonferenzen hat hier die Unterstützung der CDU gefunden, da sie auf einem pädagogischen Konzept und dem Willen der Eltern beruht.
Dies ist bei den Gemeinschaftsschulen, die der Senat gegen den Elternwillen als reguläre Schule einführen will, anders:
Diese ist nur der Versuch des rot-roten Senats mit einem teuren Vorzeigeprojekt den Berlinern die ideologisch gewollte Zusammenlegung aller Schulen zu Einheitsschulen schmackhaft zu machen. Bezeichnenderweise hat sich kein einziges Gymnasium für einen solchen Schulversuch gemeldet. Zwangsfusionen von Schulen zu Einheitsschulen sind ein Angriff auf das Leistungsprinzip, den Elternwillen und die Zukunft dieser Stadt, die nur auf Bildung beruhen kann, den die CDU auf das schärfste ablehnt. Dr. Phillip Fest
Ab dem kommenden Schuljahr werden die Nikolaus-August-Otto-Schule und die Montessorigrundschule am Rohrgarten zur Gemeinschaftsschule. Endlich gibt es dann auch in unserem Bezirk diese zukunftsfähige Schulform. Das begrüßen wir.
Gemeinschaftsschulen sind Ganztagsschulen. Alle Schüler lernen bis zur 10. Kasse gemeinsam, sie führen zum mittleren Schulabschluss und zum Abitur in 12 oder 13 Jahren. Ziel der neuen Schulform ist mehr Chancengleichheit durch längeres gemeinsames Lernen, die Entwicklung und Förderung individueller Fähigkeiten und maximale Leistungsentwicklung für alle Schüler. Keiner wird zurückgelassen. Dadurch können mehr Kinder zu guten Schulabschlüssen geführt werden und haben später bessere Chancen.
Das von beiden Schulen vorgelegte Konzept gewährleistet optimal diese Ziele. Durch enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte und anderen schulischen Mitarbeitern mit Schülern, Eltern und außerschulischen Partnern wird sich diese Gemeinschaftsschule zu einem demokratischen Lern- und Lebensraum entwickeln. Es geht um eine „Schule für Alle“, d.h. um die Überwindung der jetzigen Schulformen einschließlich des Gymnasiums. Renate Krohm
Wege zur Veränderung der Berliner Schulstruktur mit Augenmaß
Ein innovatives Bildungssystem steigert die Attraktivität der Stadt Berlin. Wir wissen, um die Bedeutung des Standortfaktors Bildung. Berlin gilt nicht als „erste Adresse“ für ein innovatives und effektives Schulsystem. Daher wird auch Berlin um eine Veränderung der Schulstruktur nicht herum kommen. Ein solch vollständiges neues Schulsystem kann nicht per Gesetz verordnet werden, es muss getragen werden. Vertrauen in die Veränderungsprozesse ist hier entscheidend. Wir wissen aber auch, dass eine Reform ohne entsprechende materielle Grundlage nicht umgesetzt werden kann.
Steglitz-Zehlendorf wagt den ersten Schritt in Richtung einer Montessori-Gemeinschaftsschule auf der Basis breiter Erfahrungen der teilnehmenden Grundschule und der Oberschule. Wesentliche Voraussetzungen, die vor allen Dingen auf einer Akzeptanz sowohl von Eltern und Lehrkräften beruhen sind gegeben.
Damit die Montessori-Gemeinschaftsschule das Vertrauen der Eltern und Schüler/-innen auch für den Bereich der SEK-I gewinnt, wird es sicher auch hier klare Leistungsstandards geben. Auch wie der Fachunterricht unter Bedingungen heterogenerer Lerngruppen optimiert wird, welche Fortbildung dafür schulintern entwickelt wird – all dies ist gelebter Alltag an einer Schule, die darin schon eine langjährige Erfahrung hat. Christa Markl-Vieto
Wir haben innerhalb der FDP eingehend diskutiert, ob in unserem Bezirk das Pilotprojekt etabliert werden soll und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Elternwille oberste Priorität hat. Beide Schulkonferenzen haben einstimmig den Entschluss gefasst als Gemeinschaftsschule zu fusionieren. Sie wollen damit die Schulentwicklung in unserem Bezirk bereichern und weiterentwickeln.
Warum, werden viele fragen, ist ausgerechnet die FDP für diese Gemeinschaftsschule? Am Anfang unserer Überlegungen stand die Skepsis. Stehen die Interessen der Kinder im Vordergrund? Spricht nicht die räumliche Distanz der Schulen gegen ihre inhaltliche Verbindung? Doch wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun: Beide Schulen sind seit Jahren mit hohen Engagement für ihre jeweiligen pädagogischen Konzepte eingetreten. An der Rohrgarten-Grundschule wird nach dem Montessori-Prinzip „Hilf mir, es selbst zu tun“ unterrichtet. An der Nikolaus-August-Otto-Oberschule wird seit Jahren eine Individualisierung des gesamten themenzentrierten Unterrichts durchgeführt. Dadurch ergeben sich viele Berührungspunkte zwischen beiden Schulen, so dass hier keine Schulstrukturreform „übergestülpt“ wird.
Sicher, die Vernetzung der Schulen wird Probleme aufweisen. Aber wir haben Vertrauen und wünschen beiden Schulen bei ihrer Arbeit viel Glück! Siegfried Tulke
Weitere Informationen zur BVV Steglitz-Zehlendorf sowie aktuelle Termine finden Sie hier...
Berlins Wälder und Umgebung sind mit mehr als 1500 bekannten Großpilzarten ein überaus interessanter Ort für Pilzsucher. Aufgrund der langen Trockenheit im Sommer kann die Pilzsaison dieses Jahr vergleichsweise spät beginnen. „Wir können... weiter...
In diesem Jahr wurde die Steglitzer Woche zum 58. Mal durchgeführt. Neben einer Reihe von begleitenden Veranstaltungen stand im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit die traditionelle Festwiese im...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...
CDU: Die Steglitzer Woche hat eine 58-jährige... weiter...
SPD: Die Steglitzer Woche ist eines der... weiter...
Bündnis 90/Die Grünen: Die Steglitzer Wochen... weiter...
Gehwege, Straßen und Plätze sind als öffentliches Straßenland für alle da. Nur in Ausnahmefällen kann das Ordnungsamt gegen eine Gebühr eine zeitlich befristete private Nutzung gestatten, wobei auch dann das...
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...
SPD: Das öffentliche Straßenland ist... weiter...
CDU: Für die CDU-Fraktion in der BVV... weiter...
Bündnis 90/Die Grünen: Jeder Mensch... weiter...
FDP: Die Nutzung des Straßenlandes trägt... weiter...
Die Linke: Beides zugleich! Segen... weiter...