Gazette Verbrauchermagazin

Das Verbrauchermagazin
für den Südwesten Berlins

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV)
Steglitz-Zehlendorf diskutiert

http://www.gazette-berlin.de/gazette/contenido/cms/upload/BVV/st-z-2010-02.250.213.pngCole Sports Center am Hüttenweg in Dahlem.

Februar 2010:

Vereinsungebundener Sport in Steglitz-Zehlendorf

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Wünsche von Freizeitsportgruppen, Turn- und Sporthallen im Bezirk für ihre Aktivitäten zu nutzen, an das Bezirksamt herangetragen. Allerdings gab es bei der Vergabe der Hallenzeiten klare Prioritäten zugunsten des Schul- und Vereinssports. Angesichts der begrenzten Hallenkapazitäten im Bezirk konnten deshalb die Freizeitsportler häufig nicht berücksichtigt werden. Vor dem Hintergrund aktueller Pläne des Stadtteilzentrums Steglitz für den Bau einer eigenen Freizeithalle wird das Thema derzeit auch in der Bezirksverordnetenversammlung erörtert.

CDU-Fraktion

Sport verbindet Menschen, Generationen und Völker. Obwohl im Bezirk eine große Anzahl von Sportanlagen zur Verfügung steht, können nicht allen Sportbegeisterten in Steglitz-Zehlendorf Nutzungszeiten angeboten werden, der Vereinssport muss vorrangig berücksichtigt werden, weil die Vereinssportler sich nicht nur körperlich betätigen, sondern mit Tatkraft und ihren Beiträgen die Jugendarbeit ihrer Vereine tragen, die unerlässlich für die Jugend im Bezirk ist.
Wir setzen uns ständig für Bau und Sanierung von Sportanlegen ein, die Unterfinanzierung des Bezirks durch „Sozialstrukturausgleich“ des Rot-Roten-Senats setzt uns enge Grenzen. Deshalb fördert die CDU nicht nur den Schulsport, sondern unterstützt die ansässigen Sportvereine, die – auf ehrenamtlicher Basis - eine Fülle von Sportarten anbieten und mit ihrer Jugendarbeit Unverzichtbares für den Bezirk leisten. Unser Ziel ist es, dass künftig auch Finanzmittel des Landes für die Sportanlagen eingesetzt werden. Dies käme auch dem vereinsungebundenen Sport zugute. Hier ist der Wowereit’sche Senat gefordert, seinen vollmundigen Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen. Michael Mc Laughlin

SPD-Fraktion

Die SPD macht sich für die Unterstützung des Freizeitsports stark. Vor allem bei den Angeboten für Jugendliche gibt es großen Nachholbedarf, da gerade in sozialen Brennpunkten einer sinnvollen Freizeitgestaltung große Bedeutung zukommt. Mit Hilfe von Freizeitsportangeboten erreicht der Bezirk nicht nur die Jugendlichen, sondern kommt auch seiner sozialen Verantwortung nach. Das Engagement für den Freizeitsport betrachtet die SPD-Fraktion daher vor allem als Angebot für Menschen aus sportfernen bzw. sozialbenachteiligten Schichten, für die eine Mitgliedschaft in Sportvereinen eine zu große Hürde darstellt. Damit es im Zuge der Unterstützung des Freizeitsports nicht zur Benachteiligung des ebenso wichtigen Vereinssports, z.B. bei der Vergabe von Hallenzeiten, kommt, fördert die SPD-Fraktion alternative Lösungen. Deshalb begrüßt die SPD – anders als CDU und Grüne – ausdrücklich das Bemühen des Stadtteilzentrums Steglitz, eine eigene Sporthalle für den Freizeitsport zu errichten, da dies auch mehr Hallenzeiten für die Vereine schafft. Mit einem Antrag in der BVV fordert die SPD das Bezirksamt zur Unterstützung des Projektes auf. Mirko Klimas

Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion

Neben dem vereinsbasierten Sport, der vor allem durch die Jugendarbeit auch eine umfassende politische Bedeutung hat, setzen wir Grüne uns schon seit langem für vereinsungebundene Sportlerinnen und Sportler ein. Wir wünschen uns mehr Möglichkeiten, um vereinsungebundenen Sport auch auf bezirklichen Sportflächen betreiben zu können. In unserem Bezirk sind wir jedoch leider in der Situation, dass wir nicht über genug gedeckte und ungedeckte Sportflächen verfügen und so nur einen Bruchteil der nachgefragten Hallenzeiten tatsächlich erfüllen können. Die Problematik der Versicherungspflicht und der Haftung im Schadensfall bei Nutzung bezirklicher Sportflächen durch vereinsungebundene Freizeitsportler kann durch die Benennung verantwortlicher Teilnehmer vorab geregelt werden. Dafür gibt es bereits Beispiele in unserem Bezirk. Wir werden uns weiterhin für vereinsungebundenen Sport einsetzen, trotz der genannten Schwierigkeiten und gegen Bedenken aus anderen Fraktionen, und begrüßen Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern, die die Schaffung von Sportmöglichkeiten für vereinsungebundene Sportlerinnen und Sportler zum Ziel haben. Henning v. Wittich

FDP-Fraktion

Im Sport-Schlaraffenland sieht es so aus: Jeder Sportverein erhält für seine Vereinsmitglieder die Zeiten, die die Kinder- und Jugendgruppen für ihre Sportart brauchen – im Winter in Sporthallen, im Sommer auf Sportplätzen. Ferner bekommen auch die Freizeitsportler, die keinem Verein angehören, die von ihnen benötigten Plätze und Hallen.
Leider gibt es in Steglitz-Zehlendorf kein Sport-Schlaraffenland. Im Gegenteil: Es gibt viel zu wenig Hallen und Plätze für die vielen Vereine. Damit es keinen Hickhack in den Vereinen um die Hallen- und Platzvergabe gibt, verteilt die Sport-Arbeitsgemeinschaft – eine gewählte Vertretung aller Vereine im Bezirk – die zur Verfügung stehenden Zeiten möglichst gerecht nach festgelegten Kriterien.
Sportvereine erheben Beiträge von ihren Mitgliedern, sie erziehen Kinder und Jugendliche zu Disziplin, Pünktlichkeit, Ausdauer, Zuverlässigkeit, Fairness, Mitmenschlichkeit und Leistung. Vereine sind versichert und haben für den Bezirk feste Ansprechpartner. Das ist wichtig, wenn es zu Schäden kommt oder wenn Schlüssel übergeben werden müssen.
Freizeitsportler sind lose zusammengesetzte Gruppen, die diese Erziehungsarbeit meist auch, aber nicht unbedingt leisten. Daher mein Fazit: Solange es kein Sport-Schlaraffenland gibt, gehen die Sportvereine vor. Erika Schmid-Petry

Weitere Informationen zur BVV Steglitz-Zehlendorf sowie aktuelle Termine finden Sie hier...

Titelbild des Gazette Verbrauchermagazins

Aktuelle Ausgabe

TRAUEN Sie sich!

Der perfekte Ort für die Eheschließung liegt für jeden woanders. Zu Lande, zu Wasser oder in der Luft – die Auswahl lässt keine Wünsche offen. So haben bereits Trauungen unter Wasser oder während eines Fluges stattgefunden. Traditionell... weiter...

Anzeige

Meisterbetrieb Markau Lindholz GbR in Berlin-Steglitz

Steglitz-Zehlendorf

Das Wort des Bezirksbürgermeisters Norbert Kopp

Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister Steglitz-Zehlendorf

Liebe Leserinnen und Leser,
unter dem Aspekt „Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen“, appelliere ich in diesem Monat an Sie: verhelfen Sie wohnungslosen und bedürftigen Menschen im März zu einem warmen Essen und zu warmer Kleidung. Unterstützen Sie die Aktivitäten der vorbildhaften, bewährten und aus Spendenmitteln finanzierten Initiative... weiter...

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversamlung (BVV):

Demokratieverständnis des Senats gegenüber den Bezirken

Als Anfang der Neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts die Verwaltungsreform in Berlin in Angriff genommen wurde, war viel von dezentraler Verantwortung, einer effektiven Kostenleistungsrechnung und Vereinfachung der Verfahren die Rede. Heraus kam schließlich – als politischer Kompromiss - eine Gebietsreform, die vor den Abschluss der Reform der Berliner Verwaltung gezogen wurde. weiter...

Anzeige

Rabatte bei Coiffeur Renger

Charlottenburg-Wilmersdorf

Das Wort der Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen

Monika Thiemen, Bezirksbürgermeisterin Charlottenburg-Wilmerdorf

Liebe Leserinnen und Leser!
Der März ist für uns in Charlottenburg-Wilmersdorf traditionell der Frauenmonat, denn am 18. März ist der Internationale Tag der Frau. Und wie in jedem Jahr hat unsere Gleichstellungsbeauftragte Christine Rabe auch diesmal wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt, an dem sich viele Einrichtungen und... weiter...

Die Bezirksverordnetenversamlung (BVV) diskutiert:

Tourismusabgabe für Klima und Kultur

Da die finanziellen Möglichkeiten auch für das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf immer enger werden, wird darüber nachgedacht, wie die Einnahmen gesteigert werden könnten. Eine Idee ist, Hotelübernachtungen mit einer Sonderabgabe zu belegen, die letztendlich auch dem Tourismus zugute käme. Allerdings kann ein Bezirksamt solch eine Abgabe nicht erheben. Darüber kann nur der Berliner Senat bzw. das Abgeordnetenhaus von Berlin entscheiden.
Stellungnahme der einzelnen Fraktionen...

SPD: Der Tourismus ist ein bedeutender weiter...

CDU: Eine „Tourismusabgabe für die Kultur“ weiter...

Bündnis 90/Die Grünen: Berlin ist die Hauptstadt weiter...

FDP: Die "grüne" Idee einer City-Tax nach dem weiter...

Die Linke: Klima ist die Gesamtheit aller weiter...

Tempelhof-Schöneberg

Das Wort des Bezirksbürgermeisters Ekkehard Band

Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg

Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2010 ist mittlerweile drei Monate jung. Als Bezirksbürgermeister werde ich an die positiven Entwicklungen des letzten Jahres im Bezirk anknüpfen und unter den gegebenen Bedingungen neue Impulse setzen. Lassen Sie mich auf einen Bereich meiner Arbeit eingehen, der mir neben der Aufgabe als... weiter...